Samstag, 15. November 2008

Drogenprobleme der Zukunft

Berlin (dpo) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD) hat gestern die neue repräsentative Studie zur "Drogenaffinität Jugendlicher" vorgestellt.
Die Zahlen geben Grund zur Besorgnis. In den Jahren 2004 bis 2008 haben Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren in allen wichtigen Disziplinen nachgelassen: Der Haschischgebrauch fiel von 3% auf 2,3%, regelmäßiger Alkoholgenuss sank von 22% auf lächerliche 17%. Die Anzahl der Raucher hat sich nahezu halbiert.
Deutschland sinkt damit auf der "internationalen Coolness-Skala" um 3 Punkte und fällt somit hinter Spaßbremsen-Länder wie Nordkorea und Kanada zurück. "Die Drogenpolitik der Bundesregierung hat auf der ganzen Linie versagt", vermeldeten die Sprecher der Oppositionsparteien unisono. "Wenn sich die Jugend nicht mehr zuballert, wer dann?" Gerade auf den Sauf- und Sextourismus in Deutschland kann sich das äußerst negativ auswirken. Der weit über die Landesgrenzen hinausreichende Ruf Deutschlands als Land der harten Trinker steht auf dem Spiel.
Dass der Nachwuchs wegbricht, wirbelt zudem den Markt der illegalen Drogen kräftig durcheinander. Denn: Bei mangelnder Nachfrage wird auch das Angebot schlechter. Die Drogensüchtigen von heute sind daher die Leidtragenden von morgen.
Um Rücktrittsforderungen entgegenzutreten hat Bätzing jetzt eine umfangreiche Prodrogenkampagne angekündigt, die unter anderem auf starke Vorbilder wie David Hasselhoff, Helmut Schmidt und Snoop Dog setzt.
ssi, Foto: freedigitalphotos
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4 Kommentare:

Kommentarseite :
  1. Irland und Polen. Da wolln wir hin!

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  2. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass in Deutschland vor allem im Bereich der Vorschulerziehung große Defizite zu beklagen sind. Während hierzulande über Tageskrippen diskutiert wird, ist es etwa in Großbritannien selbstverständlich, dass bereits Zweijährige mit ihren Eltern mehrmals wöchentlich den örtlichen Pub besuchen. Es bleibt viel zu tun...

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  3. Die Bierbrauer-Lobby18. November 2008 11:25

    Wir waren von Anfang an die größten Gegner der Alkopops. Das war ja klar, dass sich das süße Zeug nicht lange halten würde. Das Strohfeuer, in das so viel politische Energie gesteckt wurde, ist längst abgebrannt.

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  4. Tages-Kippen statt Tages-Krippen!

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