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Donnerstag, 13. November 2008

Polizeiverhör

Berlin, Hannover (dpo) - Nachdem es bei der gestrigen bundesweiten Schülerdemonstration vor dem Landesparlament Hannover zu handfesten Ausschreitungen kam, muss die Polizei umdenken. Dazu steht uns Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rede und Antwort.

Postillon: Was halten Sie von den Ausschreitungen in Hannover?
Wendt: Das hat eine neue Qualität bekommen. Wir müssen uns der Situation anpassen.
Postillon: Sie haben gesagt, Tränengas solle überhaupt nicht zum Einsatz kommen. Das finden wir sehr anständig.
Wendt: Die kleinen Rotzlöffel heulen ohnehin schon bei geringer Gewaltanwendung wie am Spieß.
Postillon: Wie wollen Sie denn vorgehen?
Wendt: Wichtig bei diesen Rowdies ist, dass die Sicherheit der Polizisten über der der aufmüpfigen Wichte steht. Im Notfall muss eben auch der Einsatz von Gummischrot oder modernen Elektroschockern, sogenannten Tasern erlaubt sein.
Postillon: Könnte man nicht wenigstens bei Grundschülern etwas vorsichtiger zur Sache gehen?
Wendt: Wenn die Knilche nicht von vornherein lernen, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist, dann überleben sie auf der Straße ohnehin nicht. Im Übrigen kommt uns das im Moment alles gerade recht. Wir sind immer noch wütend von den Verzögerungen beim Castor-Transport. Da sind die Pimpfe genau das richtige Ventil.
Postillon: Vielen Dank.
ssi



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