Pullach/Berlin/Bagdad (dpo,spon) - Die Provinzgazette Der Spiegel berichtete heute, dass der Bundesnachrichtendienst im Irakkrieg eine weitaus größere Rolle spielte als bisher angenommen.So soll die Eröffnung des Krieges aufgrund von BND-Informationen vorgezogen worden sein. US-Oberst Carol Stewart sagte gar, die Deutschen hätten "exzellente Arbeit" geleistet. Damit dürfte endgültig die Scharte ausgewetzt sein, die die deutsche Nichtbeteiligung am Irakkrieg hinterlassen hat. Endlich müssen Deutsche nicht mehr den Kopf senken, wenn sie Amerikanern auf der Straße begegnen, denn nun ist man endlich Teil des wundervollen Irakprojektes.
Experten bejubeln nun den genialen Schachzug von Bundeskanzler A.D. Gerd Schröder, der - den Pazifisten mimend - doch alles richtig machte. Zwar schloss er sich nicht der Koalition der Willigen an, doch so weiß man heute: Deutschland war Teil der Koalition der Hinterhältigen. Alle Schwarzseher dürften nun beruhigt sein: Kriege funktionieren einfach nicht ohne deutsche Beteiligung. Für den BND dürfte dies eine Sternstunde bedeuten. Mit Gegenwind ist nicht zu rechnen.
ssi


Habe gerade im Postillon gelesen, welche Rolle der BND im Irakkrieg gespielt hat, bzw. selbiges auf spiegel-online.de nachgelesen. Es ist ein Schande, ich denke man kann geradezu von einem Symptom von Unterminierung der Demokratie sprechen: Es gibt die offizielle Politik und ihre Institutionen, die demokratisch gewählt werden und parallel dazu existiert eine Insider-Kaste, die das Weltgeschehen in ihrem Sinne steuert.
AntwortenLöschenIch muss sagen, ich habe diesen Gedanken selten selbst so klar gedacht. Wo führt das hin?