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Samstag, 27. Dezember 2008

'nen Senat für'n Staat?

Noch mit dichtem schwarzen Haar: Waigel 1987.
Berlin (dpo) - Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel hat gegenüber Bild, der Zeitung für ernsthafte Politik, angeregt, die Arbeit der Bundesregierung durch einen "Rat der Alten" zu unterstützen.
Der Ex-CSU-Chef erklärte mit wippenden Augenbrauen gegenüber dem beliebten Springer-Blatt: "In diesem Rat könnten ehemals führende Politköpfe und Staatsmänner ihre jahrzehntelange Erfahrung einbringen." Dann zog er eine seiner beiden überaus üppigen Brauen hoch: "Ich denke an Leute wie Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker oder Helmut Kohl." Daraufhin runzelte Waigel die kaum noch zu sehende Stirn und fügte an: "Wir in Deutschland nützen den Rat unserer alten Spitzenleute viel zu wenig".
Dann kräuselten sich seine seidenraupenförmiger Augenrahmen: "Das britische Oberhaus könnte einem solchen Gremium als Vorbild dienen." Zuletzt schlich sich allerdings auch Skepsis in Waigels Blick - seine Augenbrauen bildeten ein V: "Sagen Sie mal: Wo starren Sie eigentlich die ganze Zeit hin?!" Solchen kritischen Fragen sollte sich die Politik öfter stellen.
ssi; Foto: Bundesarchiv



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