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Samstag, 23. Mai 2009

Die Stasi war schuld

Berlin (dpo) - Endlich ist es heraus: Karl-Heinz Kurras, der Mann, der Benno Ohnesorg erschoss, war Stasi-Mann. Hans-Herrmann Tiedje ist der erste, der diese neue Erkenntnis historisch korrekt einordnet. In einem Kommentar auf Bild.de schreibt er:

"(...) Punktgenau zum 60. Geburtstag der vereinten Republik wird klar: Manche Lenker der öffentlichen Meinung müssen sich komplett neu orientieren. Die Deutungshoheit über die Frage, was gut oder schlecht für Deutschland sei, lag bei Typen, für die man sich nur entschuldigen kann. Auch mit Kampagnen wie „Enteignet Springer!“ lagen sie falsch. Massendemos, Unruhen und brennende Barrikaden, ja selbst der Tod von Rudi Dutschke haben ihren Ursprung direkt im Einfluss- und Auftragsbereich von Erich Mielke, dem Stasi-Minister der SED (heute Linkspartei). So viel auch zum Thema, ob die DDR ein Unrechtsstaat war."
Massendemos, APO, 68er und letztlich die RAF resultierten also doch nicht aus
dem brutalen Vorgehen der Polizei,
den Hasstiraden der Springerpresse gegen alles Linke,
der absolutistisch herrschenden Großen Koalition,
den Hetztiraden der Springerpresse gegen Demonstranten und Studenten,
den Notstandsgesetzen,
der Berichterstattung der Springerpresse nach Ohnesorgs Tod*,
der Unterstützung autoritärer Regime durch die Bundesregierung,
der Bild-Hetze vor dem Attentat auf Dutschke und
den Altnazis in allen Behörden des Landes.
Stattdessen kam alles Übel direkt von der Staatssicherheit des Unrechtsstaates DDR. Schönen Dank, Herr Tiedje. Es ist ja fast schon zu einfach!
ssi; Foto: Von der Stasi aufgehetzt: arme manipulierte Chaoten.

*Die Berliner Bildzeitung berichtete am Folgetag (von Ohnesorgs Hinrichtung) unter der Schlagzeile „Blutige Krawalle: 1 Toter“:
"Ein junger Mann ist gestern in Berlin gestorben. Er wurde Opfer von Krawallen, die politische Halbstarke inszenierten …"
Abgebildet wurde daneben ein blutender Polizist. Der Kommentar lautete:
"Gestern haben in Berlin Krawallmacher zugeschlagen, die sich für Demonstranten halten. Ihnen genügte der Krach nicht mehr. Sie müssen Blut sehen. Sie schwenken die rote Fahne und sie meinen die rote Fahne. Hier hören der Spaß und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden. … Wer bei uns demonstrieren will, soll es friedlich tun. Und wer nicht friedlich demonstrieren kann, gehört ins Gefängnis." (Quelle: Wikipedia)



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