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Donnerstag, 21. Mai 2009

Neue Wege in der Waffengesetzgebung

Berlin (csp) - Um neue Amokläufe zu verhindern, will der Gesetzgeber im Waffenrecht nun völlig neue Wege beschreiten. Dies erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Bernd Allermann, gegenüber dem Postillon. "Wir haben uns bislang viel zu sehr auf die Eignung der Schützen zum Waffenbesitz konzentriert", so Allermann. Dies sei offensichtlich der falsche Ansatz gewesen. "Wir wollen nun auf das abstellen, was man auch tatsächlich kontrollieren kann: die Waffen selbst".
So sei geplant, die Hersteller und Importeure von Waffen zu verpflichten, neue Waffen mit einer vier bis sechs Kilogramm schweren Masse am Ende des Laufs auszustatten. "Wer da noch mehr als drei Schüler trifft, hat meinen Respekt", so Allermann lakonisch. Dies zumal man zusätzlich auch die Zielvorrichtungen von den Waffen entfernen könnte.
Sein Vorschlag, Waffen so zu bauen, dass sie in unregelmäßigen Abständen nach hinten losgingen, werde noch diskutiert. Eingewandt werde insbesondere, dass man so das Problem der Erbwaffen erheblich vergrößere. Wegen des großen öffentliches Interesses an einem besseren Schutz vor Waffen ist noch in dieser Legislaturperiode mit einer Gesetzesänderung zu rechnen.
csp; Foto: Könnten bald von den Waffen entfernt werden: Kimme und Korn (nicht im Bild: Korn)



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