Newsticker

Freitag, 15. Mai 2009

Verschärfung des Waffenrechts naht


Berlin (dpo) - Zwar wird Paintball nun wohl doch nicht verboten, doch schon rückt eine andere Gruppe unverbesserlicher Waffennarren ins Visier des Gesetzgebers: Die Regierungsparteien wollen in Kürze ein bundesweites Verbot von Wasserpistolen beschließen.
"Dabei wird das Töten simuliert", so Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach. "Wasserpistolen sind sittenwidrig. Die wird es in Zukunft nicht mehr geben", äußerte sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) sprach sich gegen das mit diesen Waffen mögliche "Tötenlernen" und "Krieg spielen" aus. "Unsere Gesellschaft sollte solche zynischen und gewaltverherrlichenden Spiele ächten", so Hövelmann.
Bei Gesprächen zwischen dem Bundesinnenministerium und den Innenpolitikern der Unions- und SPD-Bundestagsfraktion ist das Verbot laut übereinstimmenden Medienberichten auf Zustimmung gestoßen.
Bereits Ende Mai soll die Reform in den Bundestag eingebracht werden, damit sie noch vor der Wahl im September verabschiedet werden kann. Sowohl die Schützen als auch diejenigen, die solche Waffen zur Verfügung stellten, müssten mit einer Strafe rechnen. Ein Verstoß soll mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro belegt werden. Eltern sollen für ihre Kinder haften.
mpr; Foto (Allensdorf-Eder): Früh übt sich - Trainieren für den Amoklauf.