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Samstag, 22. August 2009

Doch keine gekauften Titel

Köln (dpo) - Heute Morgen erst hatte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld bestätigt, dass bundesweit gegen rund hundert Professoren wegen des Verdachts der Vorteilsnahme und Bestechlichkeit ermittelt werde. Den Hochschullehrern werde vorgeworfen, ungeeigneten Kandidaten gegen Geld zu akademischen Titeln verholfen zu haben.
Völlig überraschend sollen die Verfahren nun jedoch wieder eingestellt werden. Dies teilte Felds Kollege, der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. jur. Dr. jur. h.c. Harald Pferr, dem Postillon mit. Es sei absurd, wenn behauptet werde, Lehrer an einer deutschen Universität würden sich für so etwas hergeben, so Pferr: "Man setzt doch für ein paar Kröten mehr im Monat nicht seine wissenschaftliche Laufbahn auf's Spiel - im Übrigen heißt es Dr. jur. Dr. jur. utr. Dr. jur. h.c. mult. Pferr, so viel Zeit muss sein."
Auch die Rechtsabteilung des Postillons kann sich dieser Sichtweise nur anschließen: Titelhandel mag es in Profilneurotiker-Staaten wie Tschechien oder Ungarn geben, aber nicht bei uns.
Dr. iur. csp, LL.M.



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