Dienstag, 1. September 2009

Das Aus für die Glühbirne und die Folgen

(dpo) - Ab heute verschwindet die Glühbirne Schritt für Schritt aus den Läden und macht Platz für die Energiesparlampe. Der Postillon hat recherchiert und für seine treuen Leser zusammengetragen, auf welche Folgen wir uns einstellen müssen.

1. Die Gegner der neuen Regelung werden um (jede einzelne) Fassung ringen.
2. Kommenden Winter wird es zum letzten Mal Glühwein aus vergorenem Glühbirnensaft geben.
3. Der Beruf des Glühbirnenessers auf Jahrmärkten wird allmählich aussterben - besonders beim Umstieg auf quecksilberhaltige Energiesparlampen.
4. Zeichentrick-Figuren kommen viel langsamer auf gute Ideen, dafür länger und öfter.
5. Sämtliche Glühbirnen-Eindreh-Witze müssen umgeschrieben werden.
6. Da das Licht von Energiesparlampen angeblich wach hält, müssen die Menschen eventuell darüber nachdenken, in Zukunft im Dunkeln zu schlafen.
7. Die Medien (z.B. hier) berichten von der Ablösung der Glühbirne und drücken sich um die wirklich wichtigen Themen.

Sind Ihnen noch weitere Folgen bekannt, auf die Ihre Mitmenschen sich unbedingt einstellen müssen? In den Kommentaren ist wie immer ausreichend Platz dafür.
ssi; Foto (KMJ): Wenn Sie den Lichtschalter finden, können Sie diesen Artikel auch im Dunkeln lesen.

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Titanic zum Glühbirnenverbot:
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11 Kommentare:

  1. Ich hätte ja gehofft, dass hier nicht nur so Offensichtliches behandelt wird, sondern dass der Postillon auch ein paar der offenen Fragen angeht, die Otto Normalverbraucher interessieren, zum Beispiel:
    Werden Wendeltreppen jetzt auch verboten?
    Was ist mit Bratäpfeln?
    Wie viele Centauri braucht man, um eine Leuchtstoffröhre in die Halterung zu bugsieren?
    Wann kommen endlich klare Energiesparlampen raus? Die matten sind doch total ineffizient!
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  2. Und was ist mit den Glühwürmchen?
    Müssten die nicht auch umrüsten?
    Ich hör schon die Schulmädchen:
    "Sieh nur wie süß die Würmchen Energie sparen !"
    In glühender Leidenschaft,Pardon, energiesparender Heiterkeit werden sie sich ergehen.
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  3. Flatrate-Parties werden einen neuerlichen Schub erhalten, weil sich das Vorglühen sich schon allein aus ökologischen Gesichtspunkten niemand mehr leisten kann.
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  4. Das soll doch alles nur vom wirklichen Problem ablenken. Zu glauben, das die sog. Treibhausgase aus unseren geliebten Autos und die 100-Watt-Glühbirne im Keller für die Erderwärmung verantwortlich sind, ist doch naiv. Größter Energieverschwender ist und bleibt die Sonne. Da der großflächige Auftrag von Sonnencreme auf die Erdoberfläche wohl scheitern wird (viel zu rutschig), gibt´s nur eine Möglichkeit: eine ganz große Sonnenbrille für die Erde im Weltall.

    Dann kriegt auch keiner mehr Sonnenbrand.

    Anonymus
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  5. Schlimmer Verdacht: mit der Glühbirne wird ein wichtiges Erbgut aufgegeben. So ist das von Medizinern beobachtete Wachbleiben beim spätabendlichen Einsatz von Energiesparlampen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Gähnmanipulation zurückzuführen.
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  6. Ich habe gehört, dass auch im Puff jetzt die Glühdirnen durch Energiespar-Schlampen ersetzt werden.
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  7. teilweise auch durch Nachtti-schlampen
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  8. BratwurstendlagerSep 1, 2009 11:42 PM
    Im Werder und BW beginnen jetzt die Kahlschläge der Glühbirnenbaumplantagen. Dafür sollen in Zukunft Solaranlagen gebaut werden, welche nachts mit Energiesparlampen beleuchtet werden. Durch die Differenz des hohen Ökostrompreises im Verkauf und des Normalstroms im Einkauf lohnt sich das.
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  9. Tatsächlich, Bratwurstendlager, mit der künstlichen Beleuchtung der Solarpaneele ist endlich ein Menschheitstraum in Erfüllung gegangen — das (zumindest wirtschaftlich) funktionierende Perpetuum mobile. Daß wir dafür einen hohen Preis bezahlen, sollte uns weiter nicht anfechten. Schließlich müssen alle neuen Technologien erst einmal subventioniert werden, und wenn wir nur genug subventioniert haben, wird das Perpetuum mobile sich eines Tages auch wirtschaftlich selbst tragen und Deutschland wird dann internationaler Marktführer in der Perpetuum-mobile-Branche sein und ewiger Exportweltmeister.

    Wir dürfen auch nicht vergessen, daß die Mutter der Nation ja ausreichend Erfahrung hat mit solchen Geschäften. Die Ausnutzung der Differenz von Einkaufs- und subventioniertem Verkaufspreis beim Strom ist Blaubeerpolitik™ vom Feinsten.
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  10. BratwurstendlagerSep 2, 2009 02:53 AM
    Klar Friederich, Erhardt hat damals auch vor dem Rentensystem gewarnt, das es nur ca. 40 Jahre funktioniert. Und? Läuft immernoch!
    Manchmal muß man Sachen halt einfach aussitzen.
    :-)
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  11. Fridericus unverlinctusSep 6, 2009 06:06 AM
    Wann war das? Vor ca. vierzig Jahren?
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