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Montag, 23. November 2009

Schäuble genervt von Vorgänger Steinbrück

Berlin (dpo) - Fast einen Monat nach dem Ende der großen Koalition hat sich der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei einem Pressetermin darüber beklagt, in welchem Zustand ihm sein Vorgänger Peer Steinbrück (SPD) das Ministerium hinterlassen hat.
"Im Mietvertrag stand, dass die Bude besenrein übergeben werden muss", so Schäuble. "Damit sind, soweit ich weiß, auch die Ecken und die Stellen hinter den Schränken gemeint." Zudem hätten nach Ansicht des CDU-Mannes die Wände nach dem Umzug gestrichen werden müssen.
"Außerdem: Ist es wirklich so schwierig einen Nachsendeantrag bei der Post einzureichen?", fragte Schäuble und wedelte dabei mit einem Stapel Schweizer Drohbriefe. "Der glaubt wohl, ich hätte nichts besseres zu tun, als ihm seinen Kram hinterherzuschicken."
Schäuble erklärte abschließend, er sehe aufgrund dieser Nachlässigkeiten seines Vorgängers überhaupt nicht ein, sich selbst am Ende seiner Amtszeit um eine ordentliche Ministeriumsübergabe zu bemühen.
ssi; Foto rechts (BotMultichillT): Muss sich selbst um Schönheitsreparaturen kümmern: genervter Schäuble; Foto links: Glaubt man den Legenden, dann liegen irgendwo unter Steinbrücks altem Schreibtischchaos noch ein oder zwei HRE-Milliarden begraben.