Hannover (dpo) - Dass sich Nationaltorhüter Robert Enke am Dienstag, dem 10.11.2009 das Leben nahm, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Ein Grund dafür, dass der im Alter von 32 Jahren Verstorbene seine Depressionen so lange nicht öffentlich machte, war laut Teresa Enke: "Er wollte aus Angst nicht, dass es rauskommt. Er hatte Angst, Leila (Enkes Adoptivtochter, d.Red.) zu verlieren."Doch warum hatte Robert Enke Angst vor der Öffentlichkeit? Gibt es tatsächlich einen berechtigten Grund anzunehmen, dass die Allgemeinheit nicht angemessen mit dem privaten Unglück eines Prominenten umgehen kann?
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Die folgende Kollage besteht aus 31 Bild-Artikeln, die innerhalb der letzten 38 (!) Stunden (Stand 12.11.2009, 11 Uhr) zum Tod von Robert Enke auf Bild.de erschienen sind. Sie hat weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch folgt sie einer genauen chronologischen Reihenfolge. Dass Bild hier exemplarisch herausgegriffen wurde, heißt nicht, dass die meisten anderen Medien oder gar Johannes B. Kerner in irgendeiner Form zurückhaltender beim Ausschlachten dieser Nachricht agierten.































Nachtrag 12.11.2009, 23 Uhr: Der Vollständigkeit halber - so legte Bild heute nach:








ssi; Screenshots: bild.de.
Ein solcher Eintrag auf einer Satireseite nötigt Respekt ab. Danke.
AntwortenLöschen@ Der Red.
AntwortenLöschenDieser Artikel ist so nötig wie ein Kropf.
Es ist schon schlimm genug wie die Mainstreammedien das Thema ausgeweidet haben.
Was ist mehr Mainstream als Der Postillon?
AntwortenLöschenHm, ich weiß auch nicht so recht, was ich von dem Artikel halten soll. Eigentlich hätte der Hinweis auf die Menge der Artikel ausgereicht. Und als Symbolartikel noch der letzte in der Reihe, der wirklich ekelhaft ist.
AntwortenLöschenDer echte Jörg
Mich interessiert nur was mit seinen Schuhen passiert ist. Hat er überhaupt welche an gehabt als er auf die Bahn ging? (war doch Bahn oder? Hab das nicht so verfolgt) Waren es etwa sogar Fußballbotten? Wurden die eventuell auch zerfetzt? Da läßt uns der Polizeireport im Regen stehen. Aber ich hoffe auf den investigativen Journalismus des Postillon. Man müßte direkt sammeln für die armen Schuhe, hm.
AntwortenLöschenIch könnte mich ja prinzipiell als Hannover- und speziell Neustadt-am-Rübenberge-Korrespondent anbieten. Allerdings habe ich von der ganzen Sache keine Ahnung und hätte auch nichts Sinnvolles dazu zu sagen, und jeder weiß ja, dass kein Medium dieser Welt so einen Korrespondenten beschäftigen würde.
AntwortenLöschen@Eulenspiegel-Leser, bornabas:
AntwortenLöschenDas sehe ich nicht so. Ich weide nicht Robert Enkes Tod aus, sondern thematisiere die Berichterstattung darüber. Auch wenn einzelne Bild-Artikel besonders ekelhaft sind, finde ich doch vor allem die Gesamtheit von über 31 in 38 Stunden widerlich und unangemessen. Muss aber auch nicht jedem gefallen.
@ Der Red.
AntwortenLöschenDass Du die Berichterstattung kritisierst find ich ja auch gut. Nur meine ich, dass Du die Berichterstattung nicht wiederholen musst. Vielleicht hätte es gereicht auf die Zahl 31 hinzuweisen und den einen, wirklich ekelhaften Artikel zu zeigen. Dann wirkt die Kritik glaubwürdiger.
@Eulenspiegel-Leser
AntwortenLöschendu wirst dich vielleicht erinnern:
"An Fußball interessiert mich nur ob es Tote gegeben hat"
Ist jetzt ja wohl der Fall uns zwar so richtig Michael-Jackson-mäßig.
Klar, ein kollektives Harakiri der Kicker vom FC Hollywood nach der nächsten Heimniederlage machte noch mehr her (und da könnte "Ausweiden" endlich wieder in seiner eigentlichen Bedeutung benutzt werden) aber wir wollen zufrieden sein.
Mann, was wär´erst los gewesen, wenn er DAS Ding gehalten hätte...
Anonymus
naja es ist doch auch recht lustig sich diese bild-collage durchzulesen. ich weiß nicht warum ihr jetzt daran rumkritisiert.
AntwortenLöschen@Anonym
AntwortenLöschenDen Satz habe ich von Georg Schramm geklaut, der ihn in einer Folge von „Neues aus der Anstalt“ gesagt hat.
Es ging bei dem Sketch allgemein um Fußballspielen, ich glaube es war nach der EM, und nicht um eine bestimmte Mannschaft oder Person.
Man darf satirische Formulierungen nicht aus dem Zusammenhang reißen.
Ein Satz, der in einem Sketch einen Lacher produziert oder auf einer humoristischen WEB-Seite vielleicht zum Schmunzeln anregt kann im realen Leben vollkommen daneben sein.
Also lassen wir die Kirche im Dorf und vermischen nicht die humoristische Welt mit der realen Welt.
Nachtrag:
AntwortenLöschenDie Kollage wurde der Vollständigkeit halber um die heute hinzugekommenen Bild-Artikel ergänzt (ganz unten). Damit ist das Thema - zumindest für den Postillon - hiermit offiziell abgeschlossen.
(es darf natürlich trotzdem weiterkommentiert werden)
@ Eulenspiegel-Leser
AntwortenLöschenGerade das kommerzielle Ausschlachten des sinnlosen Todes von Robert Enke durch die Journaille, insbesondere eines ihrer meinungsBILDenden Organe, gibt diesem galligen Zitat doch erst seine wahre Bedeutung.
Ist die Satire denn nicht der "Eulen" Spiegel der realen Welt? Sonst könnten wir hier ja einfach über die neuesten Werbespots vom Märchen-Markt ablästern (diese Art Humor kann ich durchaus von der wirklichen Welt trennen) und fertig.
Das letzte Kapitel des "Till Eulenspiegel" (sein Ableben nämlich) ist übrigens nach meiner bescheidenen Meinung eine der schönsten Satiren der Literatur. Aber die muß man ja nicht teilen.
Anonymus