Newsticker

Samstag, 31. Januar 2009

McDonald's bekämpft den Welthunger

Oak Park, Illinois/USA (dpo) - Der Fastfoodriese McDonald's hat am Freitag mit der Einführung des neuen Triple-BigMäc einen wichtigen Schritt gemacht, um den Hunger in der Welt zu besiegen.
"Beladen mit mehr als einem halben Pfund erstklassigen Fleisches kann dieser große, mächtige Burger garantiert jeden Hunger stillen", erklärte PR-Manager Gregory Meacham. "Glaubt mir: Kein Kind - egal wie ausgemergelt - wird noch hungern, nachdem es den neuen Triple BigMäc gegessen hat."
McDonald's will seine Werbeoffensive besonders auf hungergeplagte Länder wie Ruanda, Nordkorea und Kambodscha konzentrieren und den neuen Burger mit Plakaten, Fernsehspots und Flugblättern bekannt machen.
Meacham biss abschließend demonstrativ in ein Beispielexemplar und fügte schmatzend hinzu: "Wer den neuen Triple-BigMäc dann nicht kauft, dem kann McDonald's leider auch nicht helfen."
ssi; Quelle: The Onion

Kein Platz für Selbstmordattentäter

Berlin (dpo) - Manch einer mag denken, Deutschland wäre ein tolerantes Land, doch immer mehr Angehörige einer lange vernachlässigten Minderheit fühlen sich diskriminiert: Selbstmordattentäter.
Nur die wenigsten wagen es, sich zu outen, denn viele haben wegen ihrer politischen Einstellung bereits den Job verloren. Immer werden dabei andere Gründe vorgeschoben: Sie seien unpünktlich, unkollegial oder man müsse schlicht rationalisieren.
Abdullah Schneider, ein deutscher Konvertit, hat erst kürzlich seine Maurerlehre abbrechen müssen. Er hielt die Vorurteile über und Beleidigungen gegen Selbstmordattentäter auf der Baustelle einfach nicht mehr aus. Abdullah hat außerdem all seine Freunde verloren, seine Familie lässt ihn im Stich: "Sobald ich ihnen vom Dschihad erzähle, wenden sie sich von mir ab. Ich verstehe das nicht", hadert der 19-jährige. "Manchmal überlege ich mir schon, ob ich das Ganze einfach hinschmeißen soll, aber dann gibt mir Allah wieder neue Kraft."
Abdullah ist stark, gibt nicht auf. Er hat schon zahlreiche Briefe an Grüne und Linkspartei geschrieben: "Die kümmern sich doch um jede Minderheit, Schwuchteln und Neger zum Beispiel. Vielleicht können Selbstmordattentäter ja ins Antidiskriminierungsgesetz aufgenommen werden." Abdullah Schneider träumt weiter: "Ich werde es nicht mehr erleben - denn ich werde bald aktiviert werden und dann gnade euch Allah, der unbestritten groß ist -, aber ich glaube, dass eines Tages sogar ein Selbstmordattentäter Bundeskanzler werden kann."
Nicht alle sind so stark wie Abdullah. Manchen ist der Druck zu viel. Selbstmord ist oft der letzte Ausweg.
ssi; Foto: Will einfach nur dazu gehören: Abdullah Schneider.

Freitag, 30. Januar 2009

Hitler floh in die Antarktis

Berlin (dpo) - Das investigative Blatt Bild hat einen weiteren großen Online-Skandal entlarvt und titelt zu Recht: "Diese irrwitzige These geistert durchs Internet: Hitler floh in die Antarktis". Der Postillon hat weder Kosten noch Mühen gescheut, diese Behauptung zu verifizieren und tatsächlich: Die Wahnsinnstheorie wird z.B. hier und hier hemmungslos verbreitet.
ssi; Foto: Bilder von Hitler werten auch den schlechtesten Artikel auf (Bundesarchiv)

Das Wunder von Limbach-Oberfrohna

Wie kam das Auto auf das Dach?
Chemnitz (dpo) - Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag ging ein spektakulärer Unfall durch die Medien. Ein 23-jähriger war mit seinem Auto in einem Kirchendach gelandet und wurde dabei schwer verletzt.
Den Einsatzkräften vor Ort ist es nun endlich gelungen, die Black Box des Unfallwagens zu bergen. Die ersten Auswertungen des Flugschreibers ergaben Erstaunliches: Der Skoda kollidierte offensichtlich kurz nachdem er abhob mit einem Schwarm Vögel, wodurch es zu einem plötzlichen Triebwerkausfall kam. Vermutlich aufgrund eines akuten Mangels an Hudson Rivern landete der heldenhafte Pilot auf dem nächstbesten Kirchendach not und rettete damit allen Passagieren (1!) das Leben.
Wrackteile des abgestürzten Fahrzeugs gingen nach Zeugenaussagen noch in einem Umkreis von zwei Metern zu Boden. Unangenehme Randnotiz: Es war nicht das erste und vermutlich auch nicht das letzte Mal, dass PKWs durch Vögel zur Notlandung gezwungen wurden.
ssi

Donnerstag, 29. Januar 2009

Mit dem dritten Gesichtsausdruck zur Kanzlerschaft

Berlin (dpo) - Medienberichten zufolge hat Frank-Walter Steinmeier (SPD) für den 2009 anstehenden Bundestagswahlkampf noch ein Ass im Ärmel. Der ambitionierte Kanzlerkandidat feilt anscheinend bereits seit Oktober 2008 an einem dritten Gesichtsausdruck.
Zwei - besorgt neutral und neutral optimistisch - beherrscht der knuffige Spitzenpolitiker bereits im Schlaf. Der neue Gesichtsausdruck soll ein Meisterwerk des Minenspiels darstellen und könnte im letzten Moment das Ruder für die SPD herumreißen.
Es wird sich dabei wohl um eine Art Hybridblick aus den beiden bereits bekannten Gesichtsausdrücken handeln. Mimikexperten beschreiben ihn als besorgt optimistisch. Sollte der Außenminister den neuen Gesichtsausdruck tatsächlich bis zur Bundestagswahl perfektionieren können, dürfen sich Union und Liberale warm anziehen.
ssi; Foto: Ein neutral optimistischer Steinmeier (Kuebi; cc3.0)

Aus dem Postillon-Archiv zu Steinmeier:
Steter Tropfen höhlt den Steinmeier

Barack Obama ist tot

Washington D.C./USA (dpo) - Obamas Präsidentschaft war schön, solange sie gedauert hat. Doch die unglaubliche Engstirnigkeit der religiösen Rechten in Finanzfragen konnte der charismatische Demokrat nicht überleben. Daher lautet die heutige Bild-Schlagzeile auch: US-Konjunkturpaket: Republikaner lassen Obama hängen. Barack Hussein Obama wurde am zehnten Tag seiner Präsidentschaft von einem wütenden Mob gelyncht. Er war einer der besseren amerikanischen Präsidenten.
ssi; Foto: Zwei Republikaner bauen nach getaner Arbeit Obamas Galgen wieder ab

Aus dem Postillon-Archiv:
Obama verzichtet
Auf die Folter gespannt

Gesundheit, Mr. President!

Sehr angenehm

(dpo) - Gute Nachrichten für strapazierte Berufstätige: Der kommende Mittwoch (4. Februar) fällt auf einen Samstag und ist daher frei. Ab Donnerstag geht es dann regulär weiter.
ssi

Mittwoch, 28. Januar 2009

Vogelfreier auf dem Sofa

Der Postillon empfiehlt:
Deutsche Privathaushalte müssen jetzt Guantánamo-Häftlinge aufnehmen. Uli Hannemann von der taz war einer der ersten - ein Erfahrungsbericht.

Spitzenspitzelei

Berlin (dpo) - Gigantischer Spitzelskandal bei der Bahn: Nach eigenen Angaben hat der Konzern in den Jahren 2002 und 2003 einen Großteil seiner Mitarbeiter - 173.000 von rund 240.000 - ohne konkreten Verdacht ausspioniert. Besonders heikel bei dieser Angelegenheit ist jedoch, dass die verbliebenen 67.000 Mitarbeiter sich jetzt fragen, ob sie ihrem Arbeitgeber eigentlich völlig am Arsch vorbeigehen.
Vorsicht: Die Zugtickets, die es um Weihnachten günstig bei Lidl gab, haben durch die Spitzelaffäre einen faden Beigeschmack erhalten. Vom Verzehr ist daher dringend abzuraten.
ssi

Entweder filmen oder sprengen

Berlin (dpo) - Nach ARD-Informationen gibt es ein neues Terrorvideo der Islamischen Dschihad-Union (IJU), in dem Vermummte mit Anschlägen drohen - bereits das vierte 2009. Postillon-Terrorexperte Dr. Gregor Degenhardt weiß zu beruhigen: "Es besteht kein Grund zur Panik. Die Terroristen sind so sehr damit beschäftigt, Terrorvideos zu drehen, dass frühestens im Jahre 2027 mit einem Anschlag zu rechnen ist. Im Moment rekrutieren Al-Qaida und Konsorten vor allem Kameraleute, Tontechniker, Regisseure und Kabelhilfen. Sorgen sollte man sich erst machen, wenn keine Drohvideos mehr kommen. Dann gnade uns Gott."
ssi

Die Wochenschau

Bonn (dpo) - In einer heute Morgen eilig einberufenen Pressekonferenz warnte Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bevölkerung Westdeutschlands müsse sich in der nächsten Zeit auf zahlreiche Anachronismen einstellen. Dahinter steckten, so der ehemalige Oberbürgermeister von Köln, vermutlich Kommunisten. Eine deutsche Wiedervereinigung käme daher erst in Betracht, wenn Napoleon I. aus der Verbannung (Elba) zurückgekehrt sei.
ssi; Foto: Bundesarchiv

Dienstag, 27. Januar 2009

Gespenstisch

Stuttgart (dpo) - Ein 178-jähriger Geisterfahrer wurde in den frühen Morgenstunden beim Überqueren eines toten Gleises seitlich von einer einfahrenden Geisterbahn gerammt. Glücklicherweise kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon.
ssi

Zumwinkel für Oscar nominiert

Bochum, Los Angeles (dpo) - Große Ehre für Klaus Zumwinkel: Der sympathische Steuerbetrüger wurde jetzt für den Oscar als bester Schauspieler in einer Gerichtsshow nachnominiert. Denn nachdem der Nominierte im Gerichtssaal überzeugend den größten Fehler seines Lebens eingeräumt hat und allgemein als reuiger Sünder auftrat, erscheint er nun seit Verhandlungsende völlig verändert und beklagt sich über die schlechte Behandlung, die er erfahren musste, sowie über das viel zu harte Urteil. Der Feuilleton von Der Postillon meint: Chapeau! Eine wahrlich oscarreife und besonders für die Staatsanwaltschaft überzeugende Darstellung eines einsichtigen Menschen.
ssi

Aus dem Postillon-Archiv:
Zumwinkeladvokaten

Deutschland ist Europameister

Dover/England - Bei der UETA-Taschenbillard-EM in Dover konnte sich die deutsche Taschenbillard-Nationalmannschaft trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle und eines gebrochenen Queues bis ins Finale kämpfen. Im Endspiel gegen die Wichser aus Holland ging für das deutsche Team aber auch wirklich alles in die Hose - ein souveräner Sieg also. Der Postillon reicht beide Hände zur Gratulation.
ssi

Montag, 26. Januar 2009

P1 abgebrannt

München (dpo) - Feuersbrunst in der Münchner Innenstadt: Als die Feuerwehr vergangenen Samstag endlich an der lichterloh brennenden Edeldiskothek P1 eintraf, wurde den 20 Mitgliedern des vierten Löschzuges der Zutritt verwährt.
Anstatt den Brand zu bekämpfen, mussten sie hinter einer Absperrung zusehen, während das offensichtlich auf der Gästeliste stehende Inferno in den Sonntagmorgen hineinwütete.
"Auf keinen Fall hätte ich sie reinlassen können, so wie die angezogen waren", sagte der Türsteher Zvonimir Baschureit, der die Rettungskräfte mehrmals bat, auf die Seite zu gehen, um Grüppchen gut aussehender und schick gekleideter Frauen den Weg in die Flammen freizuhalten. "Hätten sie wenigstens ein paar Ladys dabeigehabt, dann vielleicht. Wir vom P1 haben immerhin einen Ruf zu verlieren."
Nachdem die Feuerwehrleute sichtlich betrübt zusahen, wie 63 Menschen in den Flammen den Tod fanden, kamen sie auf dem Rückweg zur Feuerwache überein, dass der Club wahrscheinlich ohnehin randvoll mit eitlen Schnepfen gewesen sei.
ssi; Quelle: The Onion

Zumwinkeladvokaten

Fegefeuer für Zumwinkel?
Vatikanstadt (dpo) - Die katholische Kirche erwartet in der nächsten Zeit einen erheblichen Zustrom an Gläubigen. Nachdem Klaus Zumwinkel mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist, erhofft sich die Kirche, zahllose Menschen würden nur zu gerne glauben, dass den ehemalige Postchef wenigstens nach seinem Tode eine gerechte Strafe ereilen werde.
ssi

Smart-Crash

Feuerwehrleute reinigen das Wrack von Ameisensäure
Pfullendorf (dpo) - In der Nähe von Pfullendorf kam gestern ein Smart aufgrund eines Windstoßes von der Straße ab und raste ungebremst in einen Ameisenhaufen. Ergebnis der Katastrophe: ein schwerverletzter Fahrer und Totalschaden am Auto. Weiterhin erlitten mehrere Ameisen leichte Schürfwunden.
ssi; Foto: Matchbox

Sonntag, 25. Januar 2009

Gute Bank, schlechte Bank

Berlin (dpo) - Die Bundesregierung hat alle Pläne für die Gründung einer sogenannten "Bad Bank" fallen lassen, nachdem festgestellt wurde, dass in Deutschland bereits unzählige "Bad Banks" existieren. Viel sinnvoller erscheint im Moment die Gründung wenigstens einer einzigen "Good Bank".
ssi

Das Wort zum Sonntag (13)

Kommentar:
Internetwurm Conficker, Mauli und die Frage: wurde der Jackpot geknackt? Das sind die Stichwörter, die man besser fallen lässt (hiermit erledigt), wenn man derzeit in den Internet-Suchmaschinen ganz nach oben möchte. Die beiden schwarzen Wahlsieger Obama und Koch spielen da eher die zweite und dritte Geige bzw. Arschgeige. Um heutzutage interessant zu sein, muss man also zerstören, nerven oder Geld ausspucken. Was das alles mit spärlich bekleideten Frauen zu tun hat, weiß keiner, stört aber auch niemanden.
ssi

Ein Herz für Putin

Moskau/Russland (dpo) - Gerüchten zufolge wird sich der russische Ministerpräsident Wladimir Putin im Laufe des Jahres 2009 einem größerem chirurgischen Eingriff unterziehen. Ein anonymer Kremlkenner verriet, dass es sich hierbei um eine Herzimplantation handeln wird. Der herzlose Putin wolle endlich Mitgefühl für Dissidenten und Opposition empfinden.
Ein Herz, so Putins Ärzte, wäre die Grundvoraussetzung für den 56-jährigen, um menschliche Gefühlsregungen zeigen zu können. Beim Spender handelt es sich um einen der in der letzten Zeit auf offener Straße hingerichteten unabhängigen Journalisten.
ssi

Samstag, 24. Januar 2009

Holocaust? Nie gehört.

Rom/Italien (dpo) - Ungeachtet jüdischer Proteste hat Papst Benedikt XVI. einen ehemaligen Bischof rehabilitiert, der den Holocaust leugnet. Federico Lombardi, Pressesprecher des Vatikans, erklärte auf Anfrage von Der Postillon: "Erstens verstehen wir jeden, der Verbrechen der Vergangenheit verharmlosen möchte - Stichwort Inquisition - und zweitens hätte der damalige Papst Pius XII. sicherlich interveniert und nicht geschwiegen, wenn es den Holocaust tatsächlich gegeben hätte."
ssi; Foto: Agência Brasil (cc2.5Brasil)

Volkssport Handball

So könnte Handball in Zukunft aussehen
Kroatien (dpo) - Kaum einer weiß, dass die deutsche Handballnationalmannschaft mit einem Bein im WM-Halbfinale steht. Weil Handball trotz der großartigen Leistungen des Teams um Heiner "Mustache" Brand nach wie vor schlechte Popularitätswerte aufweist und nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, plant der Deutsche Handballbund (DHB) für die nächste Saison einige Regeländerungen, um die Sportart für das breite Publikum attraktiver zu machen.
Die Funktionäre haben zu diesem Zweck beschlossen, das Spielfeld zu vergrößern und die Anzahl der Feldspieler um drei bis fünf Spieler zu erhöhen. Auch das lästige Handspiel soll verboten werden. Im Gegenzug dürfen die Handballer jedoch in Zukunft den Ball mit dem Fuß vorantreiben. Handball könnte, so die Expertenmeinung, nach diesen Regeländerungen in naher Zukunft ähnliche Einschaltquoten erzielen wie der Erzrivale Fußball.
ssi; Foto: Rick Dikeman (Gnu1.2)

Ausgeschwommen

Dresden (dpo) - Tragischer Unfall im Schwimmbad: Nachdem ein 31-jähriger bereits 16 Bahnen geschwommen war, musste er feststellen, dass das Becken, in dem er sich befand, aufgrund von Wartungsarbeiten vollkommen leer stand. Offensichtlich erschreckte diese Erkenntnis den Schwimmer derartig, dass er ertrank.
ssi

Freitag, 23. Januar 2009

Regenbogenmythos entzaubert

Sieht gut aus - taugt leider nicht viel: ein Regenbogen
Münster (dpo) - Typisch aufgebauschtes Volksmärchen: Neusten Studien der Wilhelms-Universität Münster zufolge befindet sich am Ende eines Regenbogens nicht etwa ein Topf voll Gold, sondern lediglich ein ranziger Beutel mit Rohdiamanten minderer Qualität und ein bis zwei Smaragden.
ssi; Foto: AlterVista (cc3.0)

Mädchen schmecken besser als Jungs

Der Postillon empfiehlt:
Sehr aufschlussreicher Artikel bei Paramantus über den Geschmack der Geschlechter.

Heroin legalisieren: Das Interview

Berlin (dpo) - Finanzminister Peer Steinbrück kämpft in Zusammenarbeit mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD) dafür, Heroin zu legalisieren. Der Postillon hat die beiden Sozialdemokraten in ihrer gemeinsamen WG besucht und zum Thema befragt.

Der Postillon: Sie planen also, Heroin zu legalisieren. Warum?
Steinbrück: Na, das ist doch ganz einfach: Wegen der Finankrise werden die Menschen immer panischer und unglücklicher. Verstehen Sie?
Der Postillon: Noch nicht ganz...
Steinbrück: Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist ein Sturm auf die Banken und daher...
Bätzing (leckt sich lasziv die Lippen): Daher wollen wir Heroin legalisieren und nicht nur das: Wir wollen es auch in den Behörden an die Bevölkerung ausgeben.
Der Postillon: Warum gerade Heroin?
Bätzing (zwinkert neckisch): Wir möchten die beruhigende und euphorisierende Wirkung des analgetischen Opioides nutzen.
Steinbrück: Ich hatte ja keine Ahnung, aber die Bätzing hat's raus.
Der Postillon: Wie steht es denn mit den Gefahren? Viele Heroinabhängige sterben doch an einer Überdosis. Heroin ist lebensgefährlich!
Steinbrück: Klar ist das Zeug gefährlich, aber wenn wir etwas im Moment ohnehin nicht brauchen können, dann sind es 82 Millionen hungrige Mäuler, die wir stopfen müssen.
Der Postillon: Respekt, Herr Steinbrück. Sie haben wie immer an alles gedacht. Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg.
Steinbrück: Gern geschehen.
Bätzing (steht auf, zwinkert und verschwindet in ihrem Zimmer): Wir sehen uns ja gleich noch.
ssi; Foto: Kuebi

Aus dem Postillon-Archiv zu Steinbrück/Finanzkrise:
Reichennothilfe
Deutscher Alleingang

Aus dem Postillon-Archiv zu Bätzing/Drogen:
Renaissance des Schnüffelns
Drogenprobleme der Zukunft

Donnerstag, 22. Januar 2009

Jackpot geknackt

Frankfurt (dpo) - Große Enttäuschung für Zocker: Wie erst jetzt bekannt wurde, sind in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag Unbekannte in die Zentrale des Deutschen Lotto- und Totoblock eingestiegen und haben den viertgrößten Jackpot der Lottogeschichte geknackt. Von den Tätern und den 25 Millionen fehlt bislang jede Spur.
ssi; Foto: Friedrich.Kromberg.

Reichennothilfe

Bald noch günstiger im Unterhalt: Stretch-Limousinen
Berlin (dpo) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) verkündete gestern die Ergebnisse der neuesten Studie zur Vermögensverteilung. Aus der Studie geht hervor, dass die reichsten 10% der Deutschen gerade einmal schlappe 60% des Volksvermögens besitzen. Die phänomenal effiziente Bundesregierung hat auf diese schlechten Werte prompt reagiert und plant im Zuge einer KfZ-Steuerreform die Sätze für große Luxuslimousinen zu senken. "Einem unfassbar wohlhabenden Mann kann man ja schlecht in die Tasche greifen", erklärte Finanzminister Peer Steinbrück. "Diese Steuersenkung ist der erste Schritt, den Reichen und damit auch Besseren zu ermöglichen, dem Pöbel auch noch die restlichen 40% aus der Tasche zu ziehen."
ssi

Steinbrück im Postillon-Archiv:
Deutscher Alleingang
Aktuelles zur DIW-Studie: Narragonien

Kleinanzeige: Nachwuchs gesucht

Berlin (dpo) - Die deutsche Russisch-Roulette-Nationalmannschaft sucht aufgrund einiger Ausfälle mutigen Nachwuchs.
ssi

Schmuh bei Geller

(dpo) - Eklat bei "The next Uri Geller": In der Sendung vom Dienstag war Mentalistin Malina nicht imstande, aus einem Wassertank zu entkommen, weil sie die Kombination eines Zahlenschlosses nicht erraten konnte. Sinnloserweise ließ man die unfähige 26-jährige nicht ertrinken, sondern befreite sie mit "weltlichen" Mitteln aus ihrer misslichen Lage.
ssi; Foto: Bild

Mittwoch, 21. Januar 2009

Meine Fresse

Nicolas Kiefer
Portsmouth/England (dpo) - Beim internationalen Maulwurf in Portsmouth gewann überraschend das Comedyduo Mundstuhl mit Nicolas Kiefer (hundertzähn Meter).
ssi; Foto: freedigitalphotos

Gesundheit, Mr. President!

Washington D.C./USA (dpo) - Völlig überraschend musste Barack Obama, seines Zeichens frischgebackener 44. Präsident der Vereinigten Staaten, gestern während des Lunchs mit dem Kongress im Anschluss an die Feierlichkeiten seiner glamourösen Amtseinführung nießen.
Zunächst sah es schlicht aus, als wäre der neue Anführer der freien Welt von etwas geblendet worden, doch dann rümpfte er bereits die Nase und musste kurz lächeln - engelsgleich: Erlöserlächeln.
Im nächsten Moment passierte es dann. Völlig ohne Vorwarnung. Barack Hussein Obama, der erste Schwarze im Präsidentenamt nießte. Nicht zaghaft, wie man es von einem weichen Franzosen wie Sarkozy erwarten würde, sondern herzhaft, wie es sich für den mächtigsten Mann der Welt gehört.
Obama hat aber auch Fingerspitzengefühl, hält sich die Hand vor die Nase - das unterscheidet ihn von seinem texanischen Vorgänger. Trotz des heftigen Nießers keine Spritzer. Obama wird das Kyoto-Protokoll sicherlich nicht mit Füßen treten. Dann unterhält sich Obama weiter mit seinem Sitznachbarn, als wäre nichts gewesen. Obama wird also die Nahostgespräche wiederaufnehmen und sich durch nichts von einer Lösung des Konflikts aufhalten lassen.
Der 47-jährige Demokrat ist erst seit wenigen Stunden an der Macht und nießt bereits wie ein Washington, ein Lincoln oder ein Kennedy. Aufregende Zeiten brechen an. Gesundheit, Mr. President, God bless you!
ssi

Aus dem Postillon-Archiv:
Obama verzichtet
Auf die Folter gespannt

Berichterstattung zur Amtsübergabe bei Narragonien
Die besten Bush-Zitate hat Lupe

Dienstag, 20. Januar 2009

Großartiger Discounter trickst

Eine der rund 3000 Lidl Filialen: Überall in Ihrer Nähe
Neckarsulm (dpo) - Skandal! Der preisgünstige Lebensmitteldiscounter Lidl betreibt unlauteren Wettbewerb. In mehreren großen Tageszeitungen - darunter auch Bild - schaltet das Unternehmen große und teuere Anzeigen. Im Gegenzug berichten die Blätter durchweg positiv über die Ladenkette, die bekanntlich für wenig Geld beste Qualität bietet. Dabei lassen sich redaktionelle Inhalte und Werbung oft nicht auseinanderhalten. Auch wenn Lidl immer frische Produkte führt und für das freundliche Personal der Kunde stets im Mittelpunkt steht, prangert Der Postillon eine solche Verquickung von Marketing und Journalismus an.
ssi

Phantombildzeichner gesucht

Berlin (dpo) - Dutzende von Menschen sitzen unschuldig hinter Gittern. Das kam ans Tageslicht als Werner Willuwei, ein erfahrener Phantombildzeichner der Berliner Polizei, öffentlich gestand, er habe seine künstlerischen Fähigkeiten über Jahrzehnte missbraucht, indem er Leute aus seiner Umgebung zeichnete, die ihn persönlich verärgert hatten. "Erinnern Sie sich an den Serienvergewaltiger vor acht Jahren? Das war mein Nachbar", erklärte Willuwei den anwesenden Reportern. "Das Arschloch hat nie seinen Hund angeleint."
Weiterhin enthüllte der 54-jährige, dass der mutmaßliche Mafiapate Luigi Gianlucca, der nur Stunden nachdem ein Phantombild von ihm angefertigt wurde, festgenommen wurde, Willuwei während des Studiums die Freundin ausgespannt hatte. "Der kam sich so stark vor", sagte Willuwei lakonisch. "Dem hab' ich's gezeigt."
Nach der öffentlichen Beichte entkam der Kriminalkünstler durch die Hintertür. Von Willuwei existieren keinerlei Bilder. Die Fahndung dürfte sich somit als schwierig erweisen, da die Berliner Polizei seit Kurzem keinen Phantombildzeichner mehr beschäftigt.
ssi; Bild: nicht vorhanden

Heil, Obama!

Liebe Leser!
Opportunismus hat eine lange Tradition bei Der Postillon: Zwar sprach das deutsche Leitmedium vor der US-Wahl eine Empfehlung für John McCain aus, doch die Obamania hat auch uns ergriffen und sei es nur aus absatztaktischen Gründen. Zu Ehren des neuen Führers der freien Welt halten Sie daher, liebe/r Leser/in, heute den streng limitierten schwarzen Postillon in Händen - und das für gerade einmal 250% des normalen Kaufpreises (wg. Druckerschwärze).
Viel Spaß beim Lesen.
Der Red.

Aus dem Postillon-Archiv:
Obama verzichtet
Auf die Folter gespannt

Montag, 19. Januar 2009

Conficker

Zwei Conficker machen Liebe
(dpo) - Der trickreiche Internetwurm Conficker breitet sich mit rasender Geschwindigkeit in Firmennetzwerken aus. Der Chaos Computer Club ist enttäuscht: "Ein Internetvirus, der die Computer von Konzernen fickt, sollte einen Namen bekommen, der auf diesen Umstand auch hinweist."
ssi; Foto: Beentree (cc1.2)

Phantomschmerzen

Phantombild des Täters
Hamburg (dpo) - Ein 26-jähriger Praktikant wurde gestern Abend von seinem imaginären Freund Joe krankenhausreif geschlagen. Das Opfer, Aaron W., erlitt eine schwere Rippenprellung sowie mehrere Platzwunden an Kopf und Schläfe. "Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, Joe zu erklären, dass er nur ein Produkt meiner Fantasie ist", sagte der bereits wieder ansprechbare angehende Werbetexter. "Doch das gefiel ihm gar nicht. Er drehte durch und griff mich an. Anfangs konnte ich mich noch wehren, aber ich stellte schnell fest, dass Joe viel größer und stärker ist als ich."
Der imaginäre Schläger wurde mittlerweile zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Polizeisprecher teilte gegenüber der Hamburger Lokalredaktion von Der Postillon mit, man könne davon ausgehen, dass sich Joe noch in der Stadt befinde. Vielleicht hält er sich gar in der Nähe des Krankenhauses auf, in dem sein Schöpfer und ehemaliger Freund A. Wagner immer noch schwer gezeichnet liegt. Bislang fehlt allerdings jede Spur.
ssi

Bitte lächeln

Berlin (dpo) - Die kraftstrotzenden Auftritte von FDP-Chef Guido Westerwelle nach der Hessenwahl haben sich gelohnt, denn Hollywood-Talentscouts wurden jetzt auf den smarten Mittvierziger und sein sympathisches Lächeln aufmerksam.
Guido Westerwelle hat, so bestätigte sein Pressesprecher heute morgen, das Angebot, den Joker im nächsten Batman-Kinofilm zu spielen, angenommen. Enttäuschend finde Westerwelle lediglich, dass er auf seine Millionengage derart hohe Steuern zahlen muss. Unter Förderung von Leistungsträgern stelle er sich etwas anderes vor.
ssi; Fotos: Westerwelle wird den Joker wohl eher im Stile Jack Nicholsons interpretieren

Sonntag, 18. Januar 2009

Roland Koch im Amt bestätigt

Roland "Palpatine" Koch
Die gesamte Redaktion von Der Postillon gratuliert Roland Koch zur erfolgreichen Wiederwahl. Die schwarze Seite der Macht hat gesiegt.
ssi; Foto: wikipedia

Aus dem Postillon-Archiv zur Hessenwahl:
Mauerbau gestoppt
Vieraugenfeindlichkeit
Jörg-Uwe Hahn

Das Wort zum Sonntag (12)

Kommentar:
Wenn Hessen wählt, dann rappelt's im Karton - und zwar gewaltig. Zawautz! Da fegt ein eisiger Wind durch die Republik und ein Heulen und ein Zähneklappern gleich hinterher. Überhaupt: Die Tränendrüsen werden in steifen Brisenzeiten besonders häufig gedrückt und geknetet. Aber wäre es nicht viel besser, der Stirn den Sturm zu bieten und mit erhobener Faust Kinnhaken zu verteilen? Wer diese Frage mit "Ja" beantwortet, hat nichts, aber auch gar nichts verstanden. Denn der sanftmütige Reiter weiß, wo die Klapperschlangen sitzen. Sie klappern und klappern und klappern - mit giftigen Zähnen.
ssi

Friede, Freude, Eierhandgranate

Jerusalem (dpo) - Gaza-Konflikt zu Ende: Gestern Abend hat Israel eine einseitige Waffenruhe beschlossen. Ministerpräsident Ehud Olmert erklärte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts, alle Ziele seien erreicht. Die radikal-islamische Hamas sei schwer getroffen und ihre Infrastruktur größtenteils zerstört.
Die Experten der Auslandsredaktion von Der Postillon sind sich einig: Dies bedeutet einen wuchtigen Faustschlag in das Gesicht all derer, die behaupteten, Gewalt sei keine Lösung. Der Nahostkonflikt ist nun ein für allemal beendet und brüderlicher Friede wird in die arg gebeutelte Region einziehen - gleich ab heute. Der aufrichtige Dank hierfür gebührt einzig und allein Israel.
ssi

Samstag, 17. Januar 2009

Passivität lohnt sich

Profitieren von ihren rauchenden Sitznachbarn: Nichtraucher
Berlin (dpo) - Es ist allgemein akzeptiert, dass Raucher cool sind. Eine neue von Philip Morris finanzierte Studie der Freien Universität Berlin hat jetzt ergeben, dass sich dieser Effekt nicht allein auf den Rauchenden beschränkt. Auch Passivrauchen kann zu Coolheit führen. Messungen haben ergeben, dass ein Nichtraucher in Gesellschaft eines Rauchers deutlich cooler wirkt als alleine oder zusammen mit anderen Nichtrauchern. Folgt man der Studie, sind die scharfen Rauchergesetze in Deutschland völlig kontraproduktiv und berauben viele Rauchabstinenzler der Chance, einen Sexualpartner zu finden, der cooler ist als sie selbst.
ssi

Lösegeld inklusive

Besser erpressen mit Der Postillon
Lübeck (dpo) - Große Ehre für das deutsche Leitmedium Der Postillon: Erhebungen des BKA zufolge hat die beliebteste Zeitung in Deutsch- und im Ausland allen anderen Blättern wieder einmal den Rang abgelaufen. 2008 wurde nahezu jeder zweite (44%) Erpresserbrief aus Schnipseln von Der Postillon gefertigt. Besonders die großen bunten Schlagzeilen scheinen es Erpressern und Entführern angetan zu haben.
ssi

Freitag, 16. Januar 2009

Die Legionen der Verdammnis

Gruselig: römischer Skelettkrieger
Damaskus/Syrien (dpo) - Der spektakuläre Fund eines römischen Skelettkriegers nahe der antiken Stadt Dura-Europos (Syrien) hat eine bislang für unmöglich gehaltene These endgültig bestätigt: Die antiken Römer waren offensichtlich mit dem Teufel verbündet oder zumindest nekromantisch veranlagt. Ihr Weltreich konnten die eher kompakten Latiner demnach nur durch die Beschwörung und anschließende Beherrschung von Skeletten errichten.
Erst den hundehaltenden Germanen gelang es im fünften Jahrhundert n.Chr. den Knochenlegionen Paroli zu bieten. Renommierte Historiker fordern jetzt, alte Wehrmachtsgräber zu öffnen, um zu überprüfen, ob sich nicht auch Hitler-Deutschland dieser perfiden Taktik bediente.
ssi; Foto: University Art Gallery, Dura-Europos Excavation Archive

15/1 Terroranschlag auf New York


Kommentar:
Von wegen "Wunder von Manhattan": Die naiven Bewohner New Yorks feiern ihre Helden und erkennen nicht, dass es sich beim gestrigen Absturz des Airbus A320 um einen weiteren - als Notlandung getarnten - Terroranschlag der immer noch aktiven al-Qaida handelte.
Nach dem Angriff auf das World Trade Center sollte ein weiteres Wahrzeichen New Yorks zerstört werden - der mächtige Hudson River. Zwar wurde niemand ernsthaft verletzt, doch die Narben des einst so stolzen und jetzt gedemütigten Flusses werden wohl nie wirklich verheilen, solange der zynische Vernichtungskrieg bin Ladens und seiner Helfer nicht gestoppt wird. Die amerikanische Regierung verschließt lieber die Augen als die brutale Realität anzuerkennen.
ssi; Foto: Airbus A320: Zu Lande, zu Wasser, selten in der Luft

Mysterium Blähung

Im Alter wird's oft lauter
New York/USA (dpo) - Wissenschaftler der renommierten New York Academy of Flatulence Sciences haben die seit Langem bestehende Hypothese bestätigt, dass die Menge der öffentlich hörbaren Flatulenzen vom Alter abhängig ist. Die Studie, bei der 1.000 Männer jeden Alters - Frauen furzen nicht - über mehrere Monate hinweg mit einem sogenannten Flatometer ausgestattet wurden, zeigte jedoch, dass kein streng monoton steigender Kurvenverlauf besteht (siehe Grafik).
Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz sagte der angesehene Flatulentologe Roger Murphy-Gallagher: "Es freut uns sehr, dass wir mit einigen gängigen Vorurteilen aufräumen konnten. Die Anzahl der braunen Winde insgesamt steigt nämlich nicht mit zunehmendem Alter. Zudem kann das 'Symptom des Falschen Freundes' (Flatulenz mit Materialien, Anm. der Red.) in jedem Alter auftreten. Dass das Analhusten in der Öffentlichkeit mit etwa 20 Jahren so stark zunimmt, liegt zum einen an der sinkenden Attraktivität der gleichaltrigen Frauen, zum anderen an nachlassender Körperbeherrschung." Die relativ geringen Werte der Jüngsten und Ältesten unserer Gesellschaft begründete der Experte damit, dass diesen die schiere Kraft fehle, mit einen 'ordentlichen Brummer' Aufmerksamkeit zu erheischen. Die einzige wirkliche Überraschung der nützlichen Erhebung ist, dass der Flatometer bei Männern um die 80 mehr hörbare Flatulenzen maß als Blähungen insgesamt. Murphy-Gallagher meinte dazu: "Wir müssen uns damit abfinden, dass es Phänomene gibt, die vielleicht niemals entschlüsselt werden können; aber wir werden mit Vollgas daran weiterarbeiten."
jsi

Donnerstag, 15. Januar 2009

Hat der Postillon Ackermann vergiftet?

Lübeck (dpo) - Berichten der Financial Times Deutschland (ftd) zufolge wurde Josef "Sepp" Ackermann gestern Abend aufgrund schlechter Verpflegung ins Krankenhaus gebracht. Der Postillon dementiert in diesem Zusammenhang sämtliche Anschuldigungen des sonst so zuverlässigen Blattes Narragonien: Zwar handelte es sich bei den während des Ackermann-Interview gereichten Salzstangen - wie von Narragonien trefflich recherchiert - um günstige DDR-Restposten, eine toxische Untersuchung konnte jedoch nahezu keine Gifte nachweisen. Vielmehr scheint Ackermann den sauren Apfel, in den er wegen der hohen Quartalsverluste der Deutschen Bank hat beißen müssen, nicht vertragen zu haben.
ssi

Kleiner Timmy (9) in Brunnenschacht gefallen

Saarland (dpo) - Ein kleiner Junge ist gestern beim Spielen auf einer entlegenen Wiese in einen alten Brunnenschacht gestürzt und hat sich dabei beide Knöchel verstaucht. Hilferufen des Knaben zufolge handelt es sich dabei um den bereits seit 16 Stunden vermisst gemeldeten Timmy (9).
Mehrfach betonte der Bub lauthals: "Ich habe Angst!", und fügte hinzu: "Ich höre da oben doch jemanden. Wer ist da?" Kurz nach Mitternacht schlief Timmy wimmernd ein, um dann im Morgengrauen weiter mit zunehmend heiserer Stimme um Hilfe zu rufen.
"Der Junge muss unbedingt gerettet werden", davon ist der zur Rate gezogene Kinderarzt Dr. Stefan Wöllner überzeugt. "Ohne Nahrung und Flüssigkeit hat er nur noch wenige Tage zu leben."
Die Polizei hat bereits mehrere Suchtrupps ausgeschickt - exklusiven Informationen des Postillons zufolge leider in die völlig falsche Richtung. Wenn nicht bald ein Wunder geschieht, wird der kleine Timmy morgen seinen Geburtstag alleine im Schacht feiern müssen. Bis jetzt immerhin kam niemand außer unserem Reporter an dem alten verlassenen Brunnen vorbei.
ssi; Foto: Armer kleiner Timmy: Ganz schön tief so ein Brunnenschacht.

Mehr vom kleinen Timmy im Postillon-Archiv:
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UNO UNO


In Israel nicht gerne gesehen: Die Flagge der UNO
Jerusalem (dpo) - Der sogenannte Krieg gegen die Hamas ist offensichtlich nur ein Vorwand Israels, den eigentlichen Feind, die UNO, zu schädigen (siehe verschiedene Links). "Sobald wir die Vereinten Nationen aus dem Gaza-Streifen herausgebombt haben, ziehen wir uns wieder zurück", sagte Schimon Peres am Rande einer Pressekonferenz. "Als nächstes sind dann die Stellungen der verdammten UNO im Westjordanland dran. Die Tage des demokratisch gewählten Ban-Ki-Moon-Regimes sind gezählt." Wenigstens sind jetzt die Fronten geklärt.
ssi 

Monica Lierhaus im Koma

München, Hamburg (dpo) - Monica Lierhaus ist schwer erkrankt und liegt augenblicklich im künstlichen Koma. ARD Programmdirektor Herres appellierte dringend an alle Medien, "ihre Privatsphäre zu respektieren und von journalistischen Nachfragen bei Freunden, Verwandten und in ihrem Umfeld abzusehen." Hamburger Morgenpost und B.Z., die diesen Appell in ihren Berichten über Lierhaus großzügig ausließen, verkündeten anschließend auf Anfrage, dass sie sich selbst nicht als Medien im eigentlichen Sinne verstünden. "Der Appell gilt wohl eher für richtige Zeitungen wie FAZ oder SZ", teilte ein Sprecher der B.Z. auf Anfrage mit. "Wir denken sogar über einen Monica-Lierhaus-Komaticker nach, um unsere Leser immer auf dem neuesten Stand halten zu können. Das nennen wir echten Service."
ssi; Foto: E.S. Myer (cc3.0)

Mittwoch, 14. Januar 2009

Ackermann im Kreuzverhör

Frankfurt a.M. (dpo) - Es war heute nicht sein Tag: Deutsche-Bank-Chef Josef "Joe" Ackermann musste heute Milliardenverluste eingestehen und erleben, dass die Post Anteile an seiner Bank übernahm. Unserem Wirtschaftskorrespondenten in Frankfurt stand der knuffige Schweizer anschließend Rede und Antwort.

Der Postillon: Lieber Herr Ackermann, warum stehen Sie uns zu einem Exklusivinterview zur Verfügung?
Ackermann: Wenn ich mich über wirtschaftliche Zusammenhänge informieren möchte, dann lese ich selbstverständlich den Wirtschaftsteil von Der Postillon. Er hat mich zu dem gemacht, was ich bin bzw. war.
Der Postillon: Was sagen Sie zu den Verlusten von 3,9 Milliarden der Deutschen Bank?
Ackermann: Zunächst einmal: Sie haben wieder gewohnt zuverlässig recherchiert. Ich muss sagen, es tut mir äußerst leid. Ich hätte die Klappe nie so weit aufreißen sollen.
Der Postillon: Finden Sie es ironisch, dass jetzt ausgerechnet die Post, die ja zum Teil dem Staat gehört, bei der Deutschen Bank eingestiegen ist?
Ackermann: Auch dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich hätte nie sagen dürfen, ich würde mich schämen, wenn uns der Staat helfen müsste. Das Geld und die Macht sind mir einfach zu Kopf gestiegen. Ich habe mich sehr egoistisch benommen, hoffe aber, dass meine Entschuldigung positiv aufgenommen wird.
Der Postillon: Das überrascht mich jetzt aber.
Ackermann: Sie haben ja keine Ahnung, was für ein psychologischer Druck auf jemandem in meiner Position...
Der Postillon: Sonst noch was? Ich muss jetzt weiter...
Ackermann: Ja. Es tut mir auch leid, dass ich andauernd behauptet habe, die Finanzkrise wäre schon so gut wie durchgestanden. Ich möchte die nächsten Jahre auf mein Gehalt...
Der Postillon: Auf Wiedersehen, Herr Ackermann.
Ackermann: ...verzichten und hoffe, dass mich dann bald alle...
ssi; Foto: Agencia Brasil (cc2.5)

Erde explodiert


Amateuraufnahme der gigantischen Explosion
Erde (dpo) - Mit einer Plötzlichkeit, die die meisten Astronomen als "völlig überraschend" bezeichnen würden, explodierte gestern der Planet Erde in Billionen kleinster Teile. Sämtliches auf ihm existierende Leben wurde dadurch sofort ausgelöscht. "Alle Indizien sprechen dafür, dass der Planet einfach spontan in die Luft flog", sagte Professor Wilhelm Valentiner von der Sternenwarte in Karlsruhe. "Wir werden mehr wissen, sobald wir erste Bodenproben ausgewertet haben."
ssi; Quelle: The Onion; Foto: sternengucker

Mauli für Deutschland

Los Angeles/Berlin (dpo) - Große Ehre für Shootingstar Mauli und die Jamba GmbH: Der sympathische Anbieter unterhaltsamer und zeitgemäßer Klingeltöne und sein derzeit bestes Pferd bzw. bester Maulwurf im Stall wurden für einen Grammy in der Kategorie "Poesie im Alltag" nominiert.
Die Begründung der Jury lautete: "Selten vermochte ein Halbminüter unsere Seelen derart zu berühren. "Scheiße, ich liebe dich" symbolisiert die allumfassende Widersprüchlichkeit des Seins und des Werdens, ohne dabei in plumpe Melancholie abzudriften. Der Interpret Mauli wirkt authentisch und unverbraucht." Jetzt heißt es Daumen drücken: Die Grammy Awards 2009 werden am 9. Februar im Staples Center in Los Angeles verliehen.
ssi

Dienstag, 13. Januar 2009

Der Hahn ist tot

Moskau, Kiew (dpo) - Kaltblütig: Russland hat den Hahn erneut abgedreht.
ssi

Verbrechenswelle in Gotham City

Gotham City/USA (dpo) - Seit nunmehr vier Wochen herrscht in der sonst so friedlichen Stadt Gotham City beispiellose Kriminalität. Commissioner James Gordon vom Gotham City Police Department (GCPD) ist ratlos: "Wir sind heillos überfordert. Bis vor Kurzem saßen Verbrecher zu einem handlichen Paket verschnürt vor unserer Polizeiwache oder stürzten aus unerfindlichen Gründen von Wolkenkratzern. Deswegen haben wir auch viel zu wenig Personal." Der bereits im Dezember letzten Jahres wegen schwerer Steuerhinterziehung inhaftierte Milliardär Bruce Wayne (wir berichteten) sitzt wohl noch eine Weile alleine in seiner Zelle.
ssi

Après Ski ist vor dem Ski


Das ist doch der Gipfel!
Jena (dpo) - Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus ist Aussagen seiner Frau zufolge "über den Berg". Die Alpinexperten von Der Postillon meinen: Kaum gesund und schon wieder Skifahren. Einfach unverbesserlich, der Mann.
ssi

Montag, 12. Januar 2009

Achad - Shtaim - Shalosh

München (dpo) - Morgen um 20.15 Uhr ist es wieder soweit. Der Pro7-Kracher "The next Uri Geller" geht in die heißersehnte zweite Runde. Seit die bahnbrechende erste Staffel allen Ungläubigen die Augen öffnen konnte, hat der Einfluss des Übernatürlichen auch im sonst so drögen bundesdeutschen Alltag Fuß fassen können. So lesen beispielsweise immer mehr Schüler aus der Hand - gerade bei Klausuren und Schularbeiten. Auch das Pendeln erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Berufstätigen (Pendlerpauschale!). Zu erstaunen vermag auch, wie viele Menschen Karten legen, um ihren Einkauf finanziell abzugelten (Visa, Mastercard etc.). Vom Boom des Übernatürlichen am meisten profitiert hat allerdings die Esoterikbranche. Pornos und Sexspielzeuge verkaufen sich derzeit wie nie.
ssi; Foto: Uri Geller umringt von Geistern oder Menschen (irrelevant); (Aquarius2000 (Gnu1.2))

Kommt Zeit, kommt Lupe

Duisburg (dpo) - Am 30.1. wird die Bundesliga wieder Fahrt aufnehmen - sollte man meinen. Es könnte aber auch sein, dass die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) ihre Drohungen wahr macht und sämtliche Bundesligaprofis in einen unbefristeten Streik schickt. Die Vereinigung fordert nämlich die ersatzlose Abschaffung der Zeitlupe und der Superzeitlupe bei Fouls und Verletzungen.
"Der Schmerz wird dadurch nur unnötig in die Länge gezogen", monierte ein Vereinigungssprecher. "Wer möchte schon sieben Sekunden lang spüren, wie die eigene Achillessehne reißt oder etwa eine vanbommelsche Blutgrätsche voll auskosten?" Während des Torjubels oder bei einer Führung kurz vor Spielende, könne eine Zeitlupe aber auch sehr angenehm sein. Von einer Reaktion der involvierten Fernsehsender ist bislang noch nichts bekannt.
ssi; Foto: Übertrieben große Lupe.

Auf die Folter gespannt

Washington D.C. (dpo) - Barack Obama hat juristische Schritte wegen möglicher Menschenrechtsverletzungen der US-Regierung unter George W. Bush nicht ausgeschlossen. Ein Sprecher Obamas erklärte: "Anklage und Verurteilung müssten allerdings schnell über die Bühne gehen, denn wenn wir erst einmal die überragend effektiven Verhör- und Foltermethoden (Stichwort: Waterboarding) der letzten Regierung verboten haben, wird es äußerst schwierig, Bush ein Geständnis abzuringen."
ssi; Foto: Bush (unten) bei einer ersten Probesitzung

Sonntag, 11. Januar 2009

Das Wort zum Sonntag (11)

Kommentar:
Die Commerzbank ist verstaatlicht, hohe Politiker verunfallen (zufällig?), Milliardäre liegen auf den Gleisen, Ex-RAF-Terroristen kommen frei und Obama isst Wurst mit dem gemeinen Volk: Wer hier ein System vermutet, liegt mal falsch, mal richtig, denn die Garde stirbt zwar, aber sie ergibt sich nur, wenn es brenzlig wird. "Lirum Larum Löffelstiel - Dschingderassa Bumm Bumm Bumm" mag sich da manch einer denken. Laut aussprechen würde es wieder niemand.
ssi

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Berlin (dpo) - Eine große deutsche Tageszeitung hat wieder einmal Objektivität bewiesen. Die beliebte Bild-Zeitung erklärte ihren Lesern den Nahost-Konflikt:
"Israel ist ganz anders als alle seine Nachbarn – eine Demokratie, die einzige der Region. Weltoffen, lebenslustig, modern, erfolgreich, Frauen sind gleichberechtigt. Das schafft Neid."
Und auch der neutrale Publizist Michel Friedmann, der die westlichen Errungenschaften stets voll auskostete (Nutten und Koks), gab in Bild ein neutrales Statement zum Thema ab:
"Tatsächlich handelt es sich um eine Art Stellvertreter-Krieg. Israel ist im Nahen Osten der Vorposten, das Symbol für die bei Arabern und Islamisten verhassten westlichen Werte: Freiheit, Demokratie, Achtung der Menschenwürde – aber auch Bildung. Die herrschende Klasse in den arabischen Ländern und im Islam möchte ihre Jugendlichen lieber arm und dumm halten, weil sie dann leichter für Gewalt zugänglich sind."
Die Auslandsredaktion von Der Postillon kann diese Fakten nur unterstreichen und zollt Bild Respekt für die Fähigkeit, über ein derartig hochkomplexes Thema zu referieren, ohne in simple Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen.
jsi,ssi; Foto: Muselman mit unterdrückter Frau

Eine Hand wäscht die andere

Sofia/Bulgarien (dpo) - Das bulgarische Parlament hat am Freitag beschlossen, eine unabhängige Kommission zu bestechen, damit diese gegen die im Lande herrschende Korruption vorgehe. Einem Pressesprecher zufolge sei genügend Schmiergeld zur Hand genommen worden, um Vetternwirtschaft und unlautere Vorteilsnahme in den nächsten Jahren nachhaltig einzudämmen. Allerdings erklärten bereits am Samstag mehrere Mitglieder der Kommission, dass das Geld nie bei ihnen ankam. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund zu ermitteln.
ssi