Newsticker

Sonntag, 31. Mai 2009

Es Wodd zum Sunndoch (31 - Ahnerdreißg)

"Energie ist unser Geschäft": So lautete die zynische Bandenwerbung des Nürnberger Hauptsponsors Areva* beim Relegationsspiel zwischen dem 1. FCN und Energie Cottbus, das der Club mit 2:0 (Hinspiel: 3:0 für Nürnberg) für sich entscheiden konnte. Um den siebten Aufstieg gebührend zu würdigen, erscheint das Wort zum Sonntag heute auf Fränkisch:
Kommendar:
Etz, wo der Glubb widder in der erschdn Liga schblld, gedd'm Franggn die Griesn dodal am Oersch vobbei. Die massdn denggn: Schaeffler hin odder her, wengsdns gibbds in Nermberch ka Obbl-Werch. Abrobo Obbl und Franggn: Wos isn eingli mid'm Guddenberch los? Mer socht ja, der wär fast zrickdredn. Der soll libber mol schee auf seim Schduhl hoggn bleim, wall no su an gschniegldn Affn werd der Seehofer ned aus'm Hud zaubern kenna. Wenn ieberhaubsd amohl anner zrickdredn sollerd, dann der Berlusconi, der Debb. Der is zwor ah gschniegld, obber wengsdns isser ned aus Franggn.
ssi (Der Autor ist gebürtiger Westmittelfranke)

*Beobachtet von Julia S.

Deutsche schämen sich Deutscher

(dpo) - Eine repräsentative Emnidumfrage hat ergeben, dass sich fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) häufig im Auslandsurlaub für das Verhalten seiner Landesleute schämt. Vor allem herablassendes Verhalten Einheimischen gegenüber berührte 69 Prozent unangenehm. Für betrunkene Landsleute schämten sich 67 Prozent, für übertriebene Beschwerden 64 Prozent. Fehlendes Gespür für die Sitten im Ausland bemängelten 62 Prozent.
Der Postillon hat nachgefragt und herausgefunden, dass die übrigen Befragten der Meinung waren, dass sie nur deshalb an Ramadan in den Pool gekotzt hätten, weil der Kanake den Long Island Iced Tea falsch gemischt hat.
ssi; Foto: Früh übt sich, wer ein deutscher Urlauber werden will.

Samstag, 30. Mai 2009

Deutschland Spitzenreiter bei äthiopischem Essen

(dpo) - Einer am Freitag veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen zufolge ist Deutschland das Land mit der größten Verfügbarkeit von Speisen der äthiopischen Küche. "Die Bundesrepublik kann sich einer konkurrenzlosen Fülle äthiopischer Spezialitäten rühmen. Allein im Jahr 2008 wurden knapp sieben Tonnen Ketfo, Injera, Wot und Alidscha verzehrt", so das Ergebnis. Die USA landeten auf Platz 2 - gefolgt von Frankreich, Äthiopien und Kanada.
ssi; Foto: Sehr beliebt: Injera und Wot.

Genau wie früher

Dithmarschen (dpo) - Pro Evolution Soccer spielende Kinder haben ein Internet-Explorer-Fenster eingeschossen.
ssi

Freitag, 29. Mai 2009

Opel zerschlagen

Weimar (dpo) - Eine Gruppe Weimarer Jugendlicher hat einen 22 Jahre alten Opel Kadett mit Baseballschlägern und Stöcken vollkommen zerschlagen. Dies taten sie ausdrücklich in der Hoffnung, damit eine medientaugliche Schlagzeile zu erzeugen. "Wir haben einfach das alte Auto meines Onkels zerkloppt - natürlich mit vorherigem Einverständnis", schilderte Bolle W. (19), der älteste aus der Gruppe sichtlich stolz. "Süddeutsche und FAZ haben sich nicht dafür interessiert. Deswegen finden wir es klasse, dass die Leute vom Postillon sofort bereit waren hierherzukommen."
Die Frage der Jugendlichen, ob sie nun vor dem zerschlagenen Opel für ein cooles Foto posieren dürften, verneinte der eigens angereiste Reporter allerdings mit der Begründung, dass dem Artikel "Opel zerschlagen" (exklusiv hier!) ein schlecht auseinandergephotoshopter Opelkreis nebst -blitz weitaus besser zu Gesicht stehen würde.
ssi; Zerschlagenes Logo: Nicht die mediengeilen Knilche aus Weimar.

Mehr Opel im Postillon-Archiv:
Fiat und Magna fusionieren
Deutschland jubelt: Opel ist gerettet

Geheimzahlbesitzer vergessen

Düsseldorf (dpo) - Die Sparkassen-Geheimzahl 4736 hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Inhaber der zu ihr gehörigen EC-Karte vergessen. "Das gibt's doch gar nicht", beteuerte die vierstellige Nummer. "Eben stand ich noch mit meinem zugegeben stark angetrunkenen Besitzer und seinen Freunden vor einem Geldautomaten und plötzlich weiß ich nicht mehr, wer von den Schnapsdrosseln jetzt eigentlich zu mir gehört."
Die 4736 ist in Sorge, denn wenn ihr dreimal nicht einfällt, zu wem sie gehört, muss sie einen neuen Besitzer beantragen.
ssi; Foto: Die Dunkelziffer ist womöglich noch höher.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Demonstrationen gegen Kita-Streiks

Streiken für mehr Ruhe: Kita-Angestellte
(dpo) - Bereits seit Mittwoch gehen deutschlandweit mehr als 20.000 Mitarbeiter von Kindertagesstätten gegen den Lärm der jüngsten Kita-Streiks auf die Straße. Sabine Müller, eine der empfindlichen Demonstrantinnen gegen die Streiks, erklärte gegenüber dem Postillon im Flüsterton: "Acht Stunden lang Geschrei und Getriller: Die Lärmbelästigung beim Streiken ist so furchtbar und macht außerdem krank. Wir wollen nicht mehr streiken." Die 27-jährige Pädagogin leidet seit dem Beginn der Kita-Streiks unter einem sogenannten Demonstrationstinnitus.
Streikexperten befürchten, dass die streikgeplagten Erzieherinnen und Erzieher mit ihrem stummen Protest kein Gehör finden werden und empfehlen ihnen daher, "ordentlich Krach zu schlagen".
ssi

Demos und Streiks im Postillon-Archiv:
Die Stasi war schuld
Krawalle am 1. Mai: So geht's richtig
Soziale Unruhen in Deutschland
Kommt Zeit, kommt Lupe
Aus Spaß wird Ernst

Toter Kojote im Tal des Todes gefunden

Death Valley/USA (dpo) - Verwirrender Fund im kalifornischen Death-Valley-Nationalpark: Park-Ranger stießen in der Nähe von Lake Badwater am Straßenrand auf eine unübersichtliche Anordnung von Werkzeugen, Seilen und Raketen der Firma ACME, die eindeutig darauf hinwiesen, dass dort eine riesige Kettenreaktion stattgefunden haben muss.
Inmitten dieser Szenerie lag ein toter Kojote (lat: Apetitius giganticus), der offensichtlich an einem Knochen seiner letzten, aus einem Laufvogel (lat: Fastius tasty-us) bestehenden Mahlzeit erstickt war.
Besonders seltsam erschien den Rangern jedoch der - trotz des sicherlich qualvollen Todes - zufriedene Gesichtsausdruck des Kojoten.
ssi; Foto: Auch das BYE!-Schild wirft Fragen auf.

Amerikanische Stars im Postillon-Archiv:
Ku-Klux-Klan ausgelöscht
Verbrechenswelle in Gotham City
Eine Maus wird 80
Cats, Drugs, Rock 'n' Roll
Schauriger Fund

Mittwoch, 27. Mai 2009

Fracksausen zu Ende

Malmö/Schweden (dpo) - Beim internationalen Fracksausen im schwedischen Malmö gewann Butler James aus England knapp vor einem Pinguin. Alle anderen Kandidaten hatten bereits vor dem Rennen gekniffen.
ssi; Foto links (kostuem-frey.ch): Machte sich fast ins Hemd (1.): James; Foto rechts: Bekam kalte Füße: ein Pinguin (2.).


Sportliche Höchstleistungen im Postillon-Archiv:
Außenseiter wirft Handtuch
Formel 1 am Ende
Todesfalle Nordic Walking
Kurbelherzschlagfinale
Da macht der Muskel zu
Kingpin, Kugeln und Kegel
Rolltreppen-Routine
Überraschend im Finale ausgeschieden
Rehhagel hält Griechenland im Atem
Speer verletzt
Deutschland ist Europameister
Volkssport Handball
Nachwuchs gesucht
Gelb, gut, orthographisch korrekt
Ganz enges Höschen

Postillon-Bilderrätsel (3)

Was sehen wir hier (engl.)?
In den Kommentaren darf natürlich wie immer wild darauf losgeraten werden. Des Rätsels Löser gewinnt ein Jahresabo der Apothekenrundschau (Selbstabholung).









ssi

Fiat und Magna fusionieren

Rüsselsheim (dpo) - Überraschende Wendung! Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna und der italienische Autohersteller Fiat wollen fusionieren. Die beiden Firmen haben sich nach eigenem Bekunden beim Bieterwettbewerb um Opel kennengelernt und mit der Zeit immer mehr Zuneigung zueinander entwickelt.
"Das beste ist", so Fiat-Chef Marchionne, "dass es keinerlei Überschneidungen in unseren Geschäftsfeldern gibt und somit kein größerer Stellenabbau notwendig sein wird." Außerdem sei Magna finanziell sehr stabil. Immerhin wollten die Austro-Kanadier erst kürzlich einen großen deutschen Autohersteller vor der Insolvenz bewahren und übernehmen. Auch die Magna-AG zeigt sich zufrieden: Ein Sprecher bestätigte erwartungsvoll, dass Fiat und Magna großartige Synergieeffekte erzielen könnten.
Auf die Frage, was denn nun aus der Adam Opel GmbH und ihren Beschäftigten werden solle, antworteten die beiden ehemaligen Konkurrenten: "Adam wer?"
ssi; Logos: Fusion mit guten Vorzeichen: "fiat magna (lat.)" bedeutet "sie werde groß".

Opel im Postillon-Archiv:
Deutschland jubelt: Opel ist gerettet

Dienstag, 26. Mai 2009

Plateauskandal: Nordkoreanische Langstreckenrakete entpuppt sich als Kurzstreckenrakete

ssi

Atomprogramme im Postillon-Archiv:
Iran feiert Fortschritte bei Atomprogramm
Eine Welt ohne Atomwaffen
Amnesty hat die Bombe
Tollste Achterbahn aller Zeiten
Deutschland im Ausnahmezustand!

Newsticker (13)

++++ Unbequemer Präsident: Horst Köhlers Enkelkind will nicht mehr auf Opas Schoß ++++
++++ Recycling-Tipp: Leere Luftpumpen können im Sauerstoffzelt wiederbefüllt werden ++++
++++ Fuck: 48 percent of all Germans cannot speak English - poor bastards! ++++
++++ Zunge gebrochen: Fischers Fritz frischt Fische Fische... Ach verdammt! ++++

Narragonien ist wieder da

Hannover (dpo) - Narragonien, die zweitlustigste Satireseite Deutschlands, hat seit gestern wieder geöffnet und erstrahlt im neuen, einzigartigen Design. Der Postillon empfiehlt: Unbedingt mal reinschauen - Narragonien Online
ssi; Banner: Nicht draufklicken - das bringt gar nichts.

Montag, 25. Mai 2009

Darf man diesen Artikel auf einer Internetseite ohne Altersbeschränkung zeigen?

Mainz, Berlin (dpo) - Heute Abend um 20.15 Uhr strahlt das ZDF den Film "Das Beste kommt erst" aus. Bild fragt aus gegebenem Anlass, ob man diesen Film schon im Abendprogramm (FSK 12) zeigen darf.
Die Postillon-Redaktion ist sich sicher: Wenn man eine Bildergalerie mit allen pikanten Szenen des Filmes auf einer Internetseite (ohne Altersbeschränkung) zeigen darf, deren hohe Klickzahlen vor allem durch Tittenbilder und Gewaltvideos zustande kommt, dann kann man bei besagtem Film sicher mal ein Auge zudrücken.
ssi; Screenshots (zum Vergrößern anklicken, ihr Lustmolche): Bild.de.

Siehe auch:
Der Postillon ist jugendgefährdend

Darf man...? im Postillon-Archiv:
Darf man in einer Zeitung eine Anleitung zum perfekten Mord bringen?

Bild aktuell:
Die Stasi war schuld

Kanada spart Wasser

Ottawa/Kanada (dpo) - Vorbildlich: Um die wertvolle Ressource Wasser zu schonen, hat die kanadische Regierung beschlossen, die Niagarafälle an Werktagen von 22 Uhr abends bis 7 Uhr morgens abzuschalten. Bislang wurde die 1964 in Betrieb gesetzte Touristenattraktion nur für Reinigungs- und Wartungsarbeiten der Wasserdüsen deaktiviert.
ssi; Foto: Mehrere Liter Wasser täglich gehen hier den Bach runter: Niagarafälle im Vollbetrieb.

Presseschau (1)

Aus der Rubrik "Schlagzeilen, die auch zum Bild daneben passen": Nürnberger Nachrichten vom 23./24. Mai 2009.
csp

Sonntag, 24. Mai 2009

Der Postillon ist jugendgefährdend

Lübeck (dpo) - Große Ehre für den Postillon! Die erfolgreiche Tageszeitung mit dem attraktiven Chefredakteur wurde von der von Bild und Freunden unterstützten Seite JUSPROG (jugendschutzprogramm.de) als jugendgefährdend eingestuft. Einen empfehlenswerten Artikel zu diesem Thema finden unsere werten Leser beim ebenfalls gesperrten Spiegelfechter: Jugendschutz ad absurdum.
ssi; Logo: JUSPROG

Mit Dank an den Eulenspiegel-Leser für den Hinweis.

Politplatschquatsch hat es auch erwischt:
Wir Schmuddelkinder von PPQ

Das Wort zum Sonntag (30)

Kommentar:
In der letzten Woche überschlugen sich die Ereignisse, die zuvor noch einen soliden Handstand vollführten. Gesine München belegte einen knappen zweiten Platz in der Präsidentenliga, Benno Ohnesorg wurde deutscher Meister und Horst Köhler ertränkte im Auftrag der Stasi Uwe Barschel in Wolfsburg. Wenn da nicht der Hund in der Pfanne verrückt wird, wo dann? Am treffendsten sind hier immer noch die Verse des bekannten Dachabdichters Sören Draxlhuber: Scheiß die Wand an/alter Knabe/ist es schon so spät?/ich muss dann mal.
ssi

Die Bettkante, die er von seinem Bett kannte

Ansbach (dpo) - Schmerzhafte Bekanntschaft mit der Bettkante! Als der 28-jährige Postillon-Leser Christoph S. aus Ansbach diesen Artikel über seine schmerzhafte Bekanntschaft mit der Bettkante las, erschrak er derartig, dass er mit seinem Stuhl hinten überkippte und schmerzhafte Bekanntschaft mit der Bettkante in Form einer Beule am Hinterkopf machte.
ssi; Foto: Von der Bettkante gestoßen: hier und hier.

Samstag, 23. Mai 2009

Köhler schlägt Schwan

Hagen (dpo) - Die Republik im Schockzustand! Völlig überraschend hat ein Köhler einen Schwan geschlagen. Grund: Der dreiste Langhals hatte versucht, das Vesperbrötchen des beim Kohlenmeiler Hagen angestellten Mannes zu stibitzen. Der weißgefiederte Schwimmvogel floh auf einen nahegelegenen See und kam so mit dem Schrecken davon.
ssi; Foto: Die Arbeit eines Köhlers: repräsentieren, repräsentieren, repräsentieren.

Mehr zu Köhler im Postillon-Archiv:
Das Schweigen des Köhlers
Berliner Rede des Bundespräsidenten von Frankfurter Gürteltieren ausgebootet

Wahlergebnisse 2009:
Roland Koch im Amt bestätigt

Die Stasi war schuld

Berlin (dpo) - Endlich ist es heraus: Karl-Heinz Kurras, der Mann, der Benno Ohnesorg erschoss, war Stasi-Mann. Hans-Herrmann Tiedje ist der erste, der diese neue Erkenntnis historisch korrekt einordnet. In einem Kommentar auf Bild.de schreibt er:

"(...) Punktgenau zum 60. Geburtstag der vereinten Republik wird klar: Manche Lenker der öffentlichen Meinung müssen sich komplett neu orientieren. Die Deutungshoheit über die Frage, was gut oder schlecht für Deutschland sei, lag bei Typen, für die man sich nur entschuldigen kann. Auch mit Kampagnen wie „Enteignet Springer!“ lagen sie falsch. Massendemos, Unruhen und brennende Barrikaden, ja selbst der Tod von Rudi Dutschke haben ihren Ursprung direkt im Einfluss- und Auftragsbereich von Erich Mielke, dem Stasi-Minister der SED (heute Linkspartei). So viel auch zum Thema, ob die DDR ein Unrechtsstaat war."
Massendemos, APO, 68er und letztlich die RAF resultierten also doch nicht aus
dem brutalen Vorgehen der Polizei,
den Hasstiraden der Springerpresse gegen alles Linke,
der absolutistisch herrschenden Großen Koalition,
den Hetztiraden der Springerpresse gegen Demonstranten und Studenten,
den Notstandsgesetzen,
der Berichterstattung der Springerpresse nach Ohnesorgs Tod*,
der Unterstützung autoritärer Regime durch die Bundesregierung,
der Bild-Hetze vor dem Attentat auf Dutschke und
den Altnazis in allen Behörden des Landes.
Stattdessen kam alles Übel direkt von der Staatssicherheit des Unrechtsstaates DDR. Schönen Dank, Herr Tiedje. Es ist ja fast schon zu einfach!
ssi; Foto: Von der Stasi aufgehetzt: arme manipulierte Chaoten.

*Die Berliner Bildzeitung berichtete am Folgetag (von Ohnesorgs Hinrichtung) unter der Schlagzeile „Blutige Krawalle: 1 Toter“:
"Ein junger Mann ist gestern in Berlin gestorben. Er wurde Opfer von Krawallen, die politische Halbstarke inszenierten …"
Abgebildet wurde daneben ein blutender Polizist. Der Kommentar lautete:
"Gestern haben in Berlin Krawallmacher zugeschlagen, die sich für Demonstranten halten. Ihnen genügte der Krach nicht mehr. Sie müssen Blut sehen. Sie schwenken die rote Fahne und sie meinen die rote Fahne. Hier hören der Spaß und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden. … Wer bei uns demonstrieren will, soll es friedlich tun. Und wer nicht friedlich demonstrieren kann, gehört ins Gefängnis." (Quelle: Wikipedia)

Herdentrieb

Gütersloh, Berlin (dpo) - Die Stiftung Warentest warnt die Verbraucher vor dem neuen Gefahrenherd von Miele: Es bestehe akute Explosionsgefahr, so die Tester. Deutlich sicherer, aber ungleich lauter sei hingegen der ebenfalls neue Unruheherd aus der gleichen Serie.
ssi; Foto: Rumms! Wer auf Action steht, wird den Gefahrenherd lieben.

Verbrauchertipps im Postillon-Archiv:
Mahlzeit
Umweltschutz am Arbeitsplatz
Rückrufaktion

Freitag, 22. Mai 2009

Schäuble und das Grundgesetz: Das Interview

Berlin, Bonn (dpo) - Am Samstag feiert das Grundgesetz seinen 60. Geburtstag. Grund genug für den Postillon, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu interviewen:
Der Postillon: Herr Schäuble, was sagen Sie zu 60 Jahren Grundgesetz?
Wolfgang Schäuble: Ich reihe mich ein in die Schar der Gratulanten. Herzlichen Glückwunsch!
Der Postillon: Aber Herr Schäuble! Man soll nicht zu früh gratulieren. Das bringt Unglück.
Wolfgang Schäuble: Was Sie nicht sagen. Dabei will ich doch nur das Beste für das Grundgesetz.
Der Postillon: Das sehen viele aber anders. Wie äußert sich das?
Wolfgang Schäuble: Nun. Zum Beispiel werde ich alles unternehmen, damit das Grundgesetz spätestens zu seinem 65. Geburtstag* in Rente gehen und seinen wohlverdienten Ruhestand genießen kann. Es besteht natürlich auch noch die Möglichkeit einer Frühverrentung.
Der Postillon: Warum glauben Sie, das Grundgesetz sei reif für die Rente?
Wolfgang Schäuble: Es kann sich ja nicht einmal gegen den Terrorismus wehren.
Der Postillon: Den internationalen?
Wolfgang Schäuble: Nein. Meinen.
ssi; Foto: Will nur das Beste für das Grundgesetz: Gollum Schäuble.

*Anm. des Red.: Hier irrt Schäuble. Als Jahrgang '49 darf das Grundgesetz erst mit 65 Jahren und drei Monaten in Rente gehen.

Interviews im Postillon-Archiv:
Schwarzarbeit legalisieren: Das Interview
Gräberfund bei Castrop-Rauxel: Das Interview
Interview mit einem Pantomimen
Heroin legalisieren: Das Interview
Ackermann im Kreuzverhör
Geburtstagskind
Polizeiverhör

Goldgräberlegende gestorben

Coloma/USA (dpo) - Goldrausch beendet: Der bekannte kalifornische Goldgräber Daniel "Nugget" McChicken (71) ist heute Morgen im County-Hospital von Coloma (Kalifornien) seinen schweren Schürfwunden erlegen.
ssi; Archivfoto (August 2008): Schürfte Gold: Daniel.

Donnerstag, 21. Mai 2009

Westerwelle von Ei getroffen

Rostock (dpo) - FDP-Chef Guido Westerwelle (47) ist bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Rostock mit einem Ei beworfen worden! Polizei sowie FBEi fahnden nach einem mittelgroßen Huhn mit Kontakten zur linksautonomen Szene.
ssi; Foto: Erkennbar am roten Kopfschmuck: linksautonomes Huhn.

Westerwelle im Postillon-Archiv:
Westerwelle für die Linke
Bitte lächeln
Kein Ohrenschmaus

Die FDP im Postillon-Archiv:
Ernsthafte Konkurrenz für die FDP
Schwarz-Gelbe Hormonie
Markt unschuldig

Neue Wege in der Waffengesetzgebung

Berlin (csp) - Um neue Amokläufe zu verhindern, will der Gesetzgeber im Waffenrecht nun völlig neue Wege beschreiten. Dies erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Bernd Allermann, gegenüber dem Postillon. "Wir haben uns bislang viel zu sehr auf die Eignung der Schützen zum Waffenbesitz konzentriert", so Allermann. Dies sei offensichtlich der falsche Ansatz gewesen. "Wir wollen nun auf das abstellen, was man auch tatsächlich kontrollieren kann: die Waffen selbst".
So sei geplant, die Hersteller und Importeure von Waffen zu verpflichten, neue Waffen mit einer vier bis sechs Kilogramm schweren Masse am Ende des Laufs auszustatten. "Wer da noch mehr als drei Schüler trifft, hat meinen Respekt", so Allermann lakonisch. Dies zumal man zusätzlich auch die Zielvorrichtungen von den Waffen entfernen könnte.
Sein Vorschlag, Waffen so zu bauen, dass sie in unregelmäßigen Abständen nach hinten losgingen, werde noch diskutiert. Eingewandt werde insbesondere, dass man so das Problem der Erbwaffen erheblich vergrößere. Wegen des großen öffentliches Interesses an einem besseren Schutz vor Waffen ist noch in dieser Legislaturperiode mit einer Gesetzesänderung zu rechnen.
csp; Foto: Könnten bald von den Waffen entfernt werden: Kimme und Korn (nicht im Bild: Korn)

Kokosnuss geklaut

Dschungel (dpo) - Großer Tumult im Dschungel! Einer Gruppe Kinder zufolge wurde einer Affenbande eine hartschalige Tropenfrucht gestohlen. Durch den Wald rasend hätten die Primaten daraufhin gebrüllt, wo denn die Kokosnuss sei, wo denn die Kokosnuss sei, wer denn die Kokosnuss geklaut habe.
Die Polizei ermittelt bislang noch nicht und verbittet sich überdies jede weitere Nachfrage von Seiten des Postillons.
ssi; Foto: Machen gerade Pause vom einander kalt machenden Rennen durch den Wald: Affen.

Tiere im Postillon-Archiv:
Hier klicken!

Mittwoch, 20. Mai 2009

Kannibale verurteilt

Cuxhaven (dpo) - Sieg für die Gerechtigkeit! Ein Schöffengericht hat einen Kannibalen zu drei Tagen Bauchschmerzen verurteilt. Die leicht verwürzten Laienrichter lagen dem Menschenfresser schwerer im Magen als erwartet.
ssi; Foto: Doch irgendwie bekömmlicher: Salat.

Ernährungstipps vom Postillon:
Esst mehr Schwein
Besser bewusst schmausen
Sensationelle Schleckerei

Postillon-Bilderrätsel (2)

Welche finale Situation wird hier dargestellt? In den Kommentaren ist Platz für wilde Spekulationen. Der Gewinner darf sich ein Bier unten am Kiosk holen.
ssi

Nachtrag: Postillon-Leser Bo hat gelöst (siehe Kommentare).

Dienstag, 19. Mai 2009

Gott denkt an Erde

Himmel (dpo) - In Gedanken schwelgend fragte sich Gott heute laut, was eigentlich aus "diesem einen Planeten geworden ist, den Ich so vor viereinhalb Millarden Jahren geschaffen habe, den einen mit den ganzen Affen."
"Mann, an den Planeten habe Ich schon ewig nicht mehr gedacht", sinnierte der Allmächtige weiter. "Keine Ahnung, warum er Mir jetzt gerade wieder eingefallen ist. Ich weiß noch, dass er ziemlich misslungen war, eins Meiner schwächeren Frühwerke, damals, als Ich noch mit Sauerstoffatmosphären herumexperimentiert habe und mit diesen lächerlichen auf Kohlenstoff basierenden Lebensformen - da war Ich noch total auf dem Primaten-Trip. Puh!"
Gott stellte außerdem fest, dass Er gar nicht mehr genau wusste, wie dieser Planet nun eigentlich hieß, war Sich aber ziemlich sicher, dass es "irgendetwas wie Ärze oder Irtn oder vielleicht sogar Örda" war.
ssi; Foto: Denkt nach über früher: Gott; Quelle: The Onion

Schäuble und der Verfassungsschutzbericht

Kommentar:
Aus dem heute veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 2008 geht hervor, dass Rechtsextreme im vergangenen Jahr 19.894 Straftaten begangen haben. Zudem wollen aktive muslimische Gruppen wie Milli Görüs und die Muslimbruderschaft hierzulande Freiräume für ein Leben nach den Regeln der islamischen Scharia schaffen.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird die nötigen Konsequenzen ziehen: Die einzige Möglichkeit, Nationalsozial- und Islamisten zu bekämpfen, ist nämlich immer noch, ihnen mit der Schaffung eines Polizei- und Überwachungsstaates und mit schärferen Gesetzen sowie drakonischen Strafen entgegen- und zuvorzukommen.
ssi; Foto (facts.ch): Schützt die Verfassung: Verfassungsschutzbeamter.

Montag, 18. Mai 2009

Endlich: Blühende Landschaften im Osten

Berlin (dpo) - Erfolgsmeldung trotz Wirtschaftskrise! 20 Jahre nach dem Mauerfall leben in Ostdeutschland endlich weniger Menschen in Armut als im Westen. Das ergibt zumindest der Armutsatlas des paritätischen Wohlfahrtverbandes (siehe Karte rechts).
"Der Armutsatlas zeigt deutlich, dass wir in den letzten Jahren genug in den Osten investiert haben", erklärte ein Regierungssprecher gegenüber dem Postillon. Ab sofort müsse daher wieder mehr Geld in die völlig verarmten Küstengebiete Südwestdeutschlands fließen.
ssi; Karte: Zeigt ein deutliches Nordost-Südwest-Gefälle: Armutsatlas.

Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Denver/USA (dpo) - Bei einem afghanischen Luftschlag auf die amerikanische Kleinstadt Stantsville in der Nähe von Denver (Colorado) kamen heute Morgen zahlreiche Zivilisten ums Leben. Berichten der örtlichen Behörden zufolge wurden mehr als 100 Bewohner getötet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Die amerikanische Öffentlichkeit ist schockiert. Bei dem Angriff indes scheint es sich um ein Missverständnis zu handeln.

Sonntag, 17. Mai 2009

Das Schweigen des Köhlers

Berlin (dpo) - Beinahe-Ehekrise im ersten Haushalt Deutschlands: Seit Donnerstag hatte Bundespräsident Horst Köhler kein Wort mit seiner Frau Eva gewechselt. Erst am Sonntag stellte sich heraus, dass das eisige Schweigen des Staatsoberhaupts nicht etwa einem Zerwürfnis geschuldet, sondern auf einen defekten Teleprompter zurückzuführen war.
ssi; Foto: Nicht vergessen: Gehen Sie in einer Woche nicht zur Wahl des Bundespräsidenten - darum kümmert sich die Bundesversammlung.

Hotte K. im Postillon-Archiv:
Berliner Rede des Bundespräsidenten von Frankfurter Gürteltieren ausgebootet

Das Wort zum Sonntag (29)

Kommentar:
Wolfsburg wird Meister und Sex sellt nicht beim Eurovision Song Contest? Vielleicht ist es an der Zeit, sich einmal verblüfft die Augen zu reiben und mit dem Trinken aufzuhören - oder aber anzufangen. Augenwischerei hilft ohnehin stets weiter, wie man am humanitären Einsatz in Sri Lanka deutlich nicht sehen kann, weil man nichts zu sehen bekommt. Eins muss in der aktuellen Debatte jedoch klar sein: Steuersenkungen können nur durch identische Steuererhöhungen finanziert werden.
ssi

"Right Said Fred" nimmt neue Platte auf

Foto: Ab sofort zu dritt: "Right Said Fred" (rechts im Bild: die neue Platte).
ssi

Samstag, 16. Mai 2009

Drama über den Wolken geht glimpflich aus

Frankfurt a.M. (dpo) - Auf dem Transatlantikflug Frankfurt-New York erlitt am Freitag der 41-jährige Geschäftsmann Roger L. einen Herzinfarkt. Doch der Mann hatte Glück im Unglück, denn wie sich herausstellte, befanden sich rein zufällig die Ärzte an Bord. So konnte L. noch ein letztes Mal vor seinem Tod den eingängigen Melodien von BelaFarinRod lauschen.
ssi; Foto: Wiegt sich im Takt: Flugzeug.

Freitag, 15. Mai 2009

Postillon-Bilderrätsel (1)

Frage: Wie könnte ein Computerspiel mit diesem von sonnenbedingten Pigmentablagerungen gezeichneten Helden heißen?
Die Auflösung finden Sie in den Kommentaren.

Verschärfung des Waffenrechts naht


Berlin (dpo) - Zwar wird Paintball nun wohl doch nicht verboten, doch schon rückt eine andere Gruppe unverbesserlicher Waffennarren ins Visier des Gesetzgebers: Die Regierungsparteien wollen in Kürze ein bundesweites Verbot von Wasserpistolen beschließen.
"Dabei wird das Töten simuliert", so Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach. "Wasserpistolen sind sittenwidrig. Die wird es in Zukunft nicht mehr geben", äußerte sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) sprach sich gegen das mit diesen Waffen mögliche "Tötenlernen" und "Krieg spielen" aus. "Unsere Gesellschaft sollte solche zynischen und gewaltverherrlichenden Spiele ächten", so Hövelmann.
Bei Gesprächen zwischen dem Bundesinnenministerium und den Innenpolitikern der Unions- und SPD-Bundestagsfraktion ist das Verbot laut übereinstimmenden Medienberichten auf Zustimmung gestoßen.
Bereits Ende Mai soll die Reform in den Bundestag eingebracht werden, damit sie noch vor der Wahl im September verabschiedet werden kann. Sowohl die Schützen als auch diejenigen, die solche Waffen zur Verfügung stellten, müssten mit einer Strafe rechnen. Ein Verstoß soll mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro belegt werden. Eltern sollen für ihre Kinder haften.
mpr; Foto (Allensdorf-Eder): Früh übt sich - Trainieren für den Amoklauf.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Schwarze Balken und Verpixelungen - die Reportage

(dpo) - Sie leben unter uns, sind aber doch anders: Zeitungsberichten zufolge haben mehr und mehr Menschen schwarze Balken vor den Augen. Dabei sind die dunklen Rechtecke sehr unpraktisch, denn sie versperren ihren Trägern die Sicht, was zu schmerzhaften Unfällen im Alltag führen kann. Erschwerend hinzu kommt dabei, dass verunfallte Personen mit einem schwarzen Balken vor den Augen meist deutlich schwieriger zu identifizieren sind als ihre balkenfreien Mitmenschen.
Doch manch einen trifft es noch schlimmer: Seit den frühen Neunzigern kann man laut Online-Berichten und Fernsehdokumentationen auf der Straße auch immer häufiger Personen mit starken Verpixelungen im Gesicht begegnen. Diese bemitleidenswerten Zeitgenossen sind kaum mehr zu irgendwelchen Sinneseindrücken in der Lage und können sich noch nicht einmal richtig artikulieren. Darum werden sie häufig stigmatisiert und gemieden.
Vor allem in den Vereinigten Staaten - aber auch in Europa - ist noch eine weitere Gruppe verbreitet, die man getrost als die traurigsten Opfer dieses Trends bezeichnen kann. Bei ihnen handelt es sich um Film- und/oder Pornostars, deren primäre, sekundäre und manchmal gar tertiäre Geschlechtsmerkmale durch Verpixelungen oder schwarze Balken (Ausnahme: Afroamerikaner) gänzlich unbrauchbar wurden.
Schlimm!
ssi; Foto links oben (endresident): Sieht nicht, dass er vergiftete Kekse isst: Mann mit schwarzem Balken; Foto rechts: Springt verpixelt gegen eine Wand: italienischer Klempner; Foto links unten: Wird nie ein Kind stillen können: Frau mit verpixelten Brüsten.

Ich kann es nicht sehen - also ist es nicht da

Washington/USA (dpo) - US-Präsident Barack Obama will anders als ursprünglich geplant Fotos von misshandelten Häftlingen im Gefängnis Abu Ghraib im Irak doch nicht veröffentlichen.
Insider des Weißen Hauses verrieten gegenüber dem Postillon, dass der Staatschef mit diesem Schachzug dem Rat seiner jüngsten Beraterin Natasha "Sasha" Obama (schon fast 8) folgte. Die Tochter des Präsidenten gilt seit Jahren als strenge Verfechterin der unter Kindern weit verbreiteten Theorie, dass das, was man nicht sehen kann, auch nicht passiert ist.
Unglücklicherweise setzt sich der amerikanische Präsident damit über sein Wahlversprechen der schonungslosen Aufklärung der Foltervorwürfe hinweg - und das obwohl versprochen versprochen ist und auch nicht gebrochen wird.
ssi; Foto: Lässt sich die Augen übermalen, damit es die Wahrheit nicht sehen muss: das amerikanische Volk - dargestellt durch Sasha Obama als Panda.

Amerikanische Folter im Postillon-Archiv:
CIA-Roboter werden verschont
Auf die Folter gespannt

Obama im Postillon-Archiv:
Übersicht: Die ersten 100 Tage Obama
Die ehrgeizigen Pläne des First Dog
Neues Terrorvideo aufgetaucht
Barack Obama ist tot
Obama verzichtet
Gesundheit, Mr. President!

Mittwoch, 13. Mai 2009

Italien ist weg

Innsbruck/Österreich (dpo) - Gondoliere, Mafia, Pizza, Dolce Vita - das alles gibt es seit heute nicht mehr, denn in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist Italien spurlos verschwunden.
"Das Mittelmeerland ist sauber entlang der ehemaligen Landesgrenzen zu Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien abgetrennt", staunte Prof. Dr. Joseph Steyringer von der nicht weit entfernten Universität Innsbruck. "Auch Sardinien und Sizilien sind einfach weg, das französische Korsika hingegen ist nach wie vor an seinem gewohnten Platz."

Dienstag, 12. Mai 2009

Werbung lohnt sich doch

Hamburg (dpo) - Alter Schwede! Eine Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat ergeben, dass Alkoholwerbung Einfluss auf das Trinkverhalten von Jugendlichen hat. Je mehr Werbung die 10- bis 17-jährigen Probanten kannten, desto mehr sprachen sie auch dem Alkoholgenuss zu.
Seitdem steht die Werbeindustrie Kopf. "Endlich ein Beweis, dass unsere Arbeit doch einen Zweck erfüllt!", jubilierte beispielsweise der 28-jähriger Werbetexter Stefan S. aus Hamburg ob der Erfolgsnachricht. "Das wird neue Aufträge von den großen Brauer- und Brennereien hereinbringen."
Der Alkoholwerbemarkt, der aufgrund der Finanzkrise bereits am Boden lag, dürfte durch die neuen Erkenntnisse der DAK sicherlich gerettet sein.
ssi; Foto: Einzigartig frisch und unvergleichlich im Geschmack: Alkohol.

Alkohol im Postillon-Archiv:
Richtig trinken in der Krise
Der Tag des deutschen Bieres
Komasaufen nicht so schlimm
Renaissance des Schnüffelns
Großer Bierskandal

Mars macht mobil

Mars (dpo) - Der Mars-Rover "Spirit" hat sich laut Spiegel bei einem Fahrmanöver festgefahren und droht, im Marsboden zu versinken.
Die NASA gibt sich allerdings entspannt: "Früher oder später kommt sicherlich ein Bauer mit Traktor vorbei, der den Karren für uns aus dem Dreck zieht", so ein Sprecher gegenüber dem Postillon.
ssi; High-Tech-Fotomontage: So könnte eine Marsrettungsaktion aussehen (man beachte das dicke schwarze Marsseil!).

Reich und dumm

Isle of Man/Großbritannien (dpo) - In der Kategorie "Medienstrategie des Jahres 2008" wurde die Onlinepoker-Plattform Pokerstars mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet.
Besonders positiv hoben die Juroren die Verpflichtung Boris Beckers als Werbezugpferd hervor. "In allen Werbespots gelang es den smarten Werbefachleuten, den Eindruck zu erwecken, Boris Becker wäre ein typischer Pokerspieler bei Pokerstars", erklärte Chefjuror Matthias Memmert die Entscheidung des Komitees und weiter: "Seine an schiere Dummheit grenzende Naivität, sein Hang zu unüberlegten Bauchentscheidungen und seine beträchtlichen finanziellen Mittel machen Becker zu einem extrem attraktiven Pokergegner."
Indessen finden sich bereits erste Nachahmer: So konnte Partypoker mittlerweile Lothar Matthäus unter Vertrag stellen und Everestpoker liebäugelt angeblich mit Paris Hilton.
jsi; Foto: Was für ein Pokerface! Bobbele, das ideale Opfer.

Montag, 11. Mai 2009

Bild und Express verhelfen zur Flucht

Bonn (dpo) - In einem Artikel über den sogenannten "Amok-Alarm" im Albert-Einstein-Gymnasium in St. Augustin bei Bonn, bei dem eine Schülerin verletzt wurde, schreiben die Skandalberichterstatter von Bild.de basierend auf einem Bericht des Express über die noch immer flüchtige Täterin:
(...) Laut Express soll es sich bei der Täterin um die Ukrainerin Tanja O. (16) handeln. Nach anfänglichen Meldungen, das Mädchen sei in einem Ford Mondeo geflüchtet, heißt es jetzt, es sei wohl zu Fuß unterwegs: Die Polizei soll ihr Handy geortet haben, verfolgt so ihre Spur. Tanja O. soll sich noch in der Umgebung von Sankt Augustin aufhalten. (...)
Postillon-Informationen zufolge ist die Polizei sehr optimistisch, die Täterin bald stellen zu können. Es sei denn...
1. ...ein Freund/Verwandter/Komplize von Tanja O. liest den Bild-bzw. Expressartikel und rät ihr via Handy, ebenjenes wegzuwerfen.
2. ...Tanja O. liest mit ihrem internetfähigen Handy den Bild- bzw. Expressartikel und wirft ebenjenes anschließend weg.
3. ...Tanja O. liest mit ihrem internetfähigen Handy diesen Postillonartikel und wirft ebenjenes anschließend weg.
Die Täterin ist für eine Stellungnahme aktuell leider nicht erreichbar (geht nicht ans Telefon).
ssi; Foto: So oder so ähnlich könnte das (A)mo(k)biltelefon der Täterin aussehen.

Nachtrag 12.5.2009:
Trotz Bild und Express konnte die junge Dame am Montag festgenommen werden. Auf der Flucht hat sie aber offensichtlich ihre ukrainische Staatsbürgerschaft verloren. Sie wird nirgends mehr erwähnt.