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Donnerstag, 28. Januar 2010

Ahmadinedschad setzt Deutschland unter Druck

Teheran (dpo) - Der iranische Präsident hat die geplante Verlängerung der Laufzeiten veralteter Atommeiler scharf kritisiert. Der Präsident machte erneut deutlich, dass sich Deutschland an das Atomausstiegsgesetz von 2002 halten solle.
"Die Zeit läuft aus", bekräftigte Ahmadinedschad. Der Iran habe bislang sehr viel Geduld mit Deutschland gezeigt und viele Angebote gemacht, iranische fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung zu nutzen. Die deutsche Regierung vertrete "völlig inakzeptable Positionen". Durch die veraltete Technologie und die nicht abreißen wollende Kette an Zwischenfällen gehe eine große Gefahr von Deutschland für die ganze Welt aus.

Außerdem wies Ahmadinedschad auf die auch vom Zentralrat der Umweltaktivisten beklagte Leugnung des Atommüllproblems durch die deutsche Regierung hin: "Jedes Jahr entstehen in deutschen Atomkraftwerken rund 400 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente. Was mit diesem über Jahrtausende strahlenden Abfall passieren soll, weiß bis heute niemand."
jsi; Foto rechts (Zalcman): Laufzeitverlängerung? Nicht mit ihm; Foto links (Quartl): Bedroht das Existenzrecht umliegender Länder: Deutsche Atomanlage in Krümmel (wir berichteten).



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