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Donnerstag, 7. Januar 2010

Glaubwürdig: Hysteriker Wiefelspütz rügt Hysterie in Nacktscannerdebatte

Berlin (dpo) - Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Dieter Wiefelspütz, der sich in der Vergangenheit mehrfach für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und den Abschuss von entführten Flugzeugen einsetzte, hält die Debatte um den Einsatz von Körperscannern für überzogen.

"Die Diskussion nimmt beinahe hysterische Züge an", sagte Wiefelspütz am Montag gegenüber der taz, derselbe Mann übrigens, der im vergangenen Jahr kurz nach dem Amoklauf von Winnenden beinahe ein Paintballverbot durchsetzte (wir berichteten). Laut Wiefelspütz, der nach jedem Amoklauf reflexartig nach dem Verbot von Killerspielen ruft verschleiere der reflexartige Ruf nach besserer Sicherheitstechnik nämlich, dass im Falle des vereitelten Anschlags die Sicherheitsbehörden in den USA und den Niederlanden versagt hätten. "Der Einsatz von Körperscannern ist kein Patentrezept", so Wiefelspütz, der die vonderleyenschen Internetsperren für ein Patentrezept gegen Kinderpornographie hält, weiter.
Der für seine intelligenten Diskussionen auf abgeordnetenwatch.de berühmte SPD-Experte, glaubt nicht, dass Passagiere schon 2010 an deutschen Flughäfen abgescannt werden: "Wir brauchen vielmehr eine intelligente Diskussion darüber, welche Daten wir sammeln wollen, statt immer mehr Kontrolle zu fordern." Abschließend befand Wiefelspütz, ein strenger Verfechter von Vorratsdatenspeicherung, Anti-Terrordatei (inkl. "sexueller Auffälligkeiten"), Online-Durchsuchung und der Erfassung von Mautdaten zur Strafverfolgung, die unspezifische Datensammelwut der US-Behörden hätte dazu geführt, dass relevante Aspekte übersehen worden waren, wie etwa eine explizite Warnung durch den Vater des mutmaßlichen Attentäters.
ssi; Foto (D. Vorderstraße): Könnte mit dem Dampf, den er plaudert, eine Stadt von der Größe Mexiko Citys mit Energie versorgen: Dieter Wiefelspütz (SPD).



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