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Mittwoch, 20. Januar 2010

Herde Brüllaffen entsetzt über Regierungskoalition

(dpo) - Eine Herde Brüllaffen wurde heute gleich zweimal in Wut und Empörung versetzt. Der erste Schock durchfuhr die äußerst labilen Tiere, als sie erfuhren, die FDP habe Spenden von der Familie von August von Finck, einem Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe, erhalten.
"Wer hätte je gedacht, dass die FDP ihre Klientel bedient und gar nicht erst daran denkt, die Situation des kleinen Affen auf der Straße zu verbessern", brüllte ein dominantes Männchen wutentbrannt, was zahlreiche Tiere dazu veranlasste mitzubrüllen. "Und seit wann nimmt diese Partei Spenden aus der Wirtschaft an?"

Andere Brüllaffen zeigten sich von Roland Kochs Vorstoß für eine Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger enttäuscht. Mehrere der zu über einem Drittel konservativen Primaten schrien laut, sie wären vollkommen überrascht, dass ausgerechnet der hessische Ministerpräsident schärfere Gesetze für eine benachteiligte Minderheit forderte.
Ohrenzeugenberichten zufolge ergingen sich die beiden Gruppen, die bei den Bundestagswahlen zu über 50% Schwarz-Gelb gewählt hatten, solange in wechselseitigen Brüllarien, bis die Dämmerung einsetzte. Dann schrie sich die Herde Brüllaffen, entsetzt über die plötzliche Dunkelheit, wie jeden Abend in einen unruhigen Schlaf.
ssi; Foto oben rechts (Steve): Entsetzt über die Klientelpolitik: Dominantes Männchen; Foto links (Leofleck): Legt kurze Brüllpause ein: Brüllaffe; Foto rechts unten (Ran-man): Ahnte vor der Wahl nichts: Brüllaffenweibchen.