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Dienstag, 2. Februar 2010

Süßigkeiten bleiben doch an der Kasse

Berlin (dpo) - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erntete heftige Kritik aus den eigenen Reihen und vonseiten der Industrie, nachdem sie in einem Interview mit der Rheinischen Post den Handel dazu aufgefordert hatte, "statt Süßigkeiten lieber eine appetitliche Portion Obst an ihre Kassen [zu] stellen".

Die kurz zuvor noch vergnügte FDP im Bundestag wurde plötzlich aggressiv und warnte davor, dem Handel Vorschriften zu machen. "Eine derartig bevormundende staatliche Verbraucherpolitik ist mit der FDP-Bundestagsfraktion auch zukünftig nicht zu machen", kreischte FDP-Ernährungsexpertin Christel Happach-Kasan so laut durch das Parlament, dass sich alle Abgeordneten zu Aigner umdrehten.
Auch Torben Erbrath, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, schrie auf einer Pressekonferenz unter Tränen "Ich will aber kein Obst!", warf sich auf den Boden und fügte schluchzend an: "Diese Forderung ist nicht neu und hilft nicht im Kampf gegen Übergewicht, wie alle Experten wissen."
Aufgrund der heftigen Reaktionen soll Aigner mittlerweile von ihrer Forderung abgerückt sein. Das nächste Mal wolle sie sich aber wirklich durchsetzen.
ssi; Foto rechts (Cducsu): Hat zu wenig Autorität an der Supermarktkasse: Ilse Aigner; Foto links (W.H.Wögerer): Bleibt uns wohl erhalten: Quengelware.



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