Dienstag, 16. März 2010

Japan und Australien beenden Thunfischüberfischung bald

Tokio (dpo) - Gute Nachrichten aus dem fernen Osten! Japan und Australien haben angekündigt, in einer gemeinsamen Aktion dafür zu sorgen, dass der akut vom Aussterben bedrohte Blauflossen-Thunfisch künftig nicht mehr gefangen wird.
Der ausgeklügelte Plan der beiden am Pazifik gelegenen Staaten sieht vor, trotz internationaler Proteste und einem angestrebten Handelsverbot einfach weiterzufischen wie gehabt. Der japanische Premierminister Yukio Hatoyama und sein australischer Kollege Kevin Rudd begründeten diesen Schritt damit, dass nur die vollkommene Ausrottung des schmackhaften Fisches einen totalen Fangstopp garantieren könne. Länder wie Japan oder Australien würden sich sonst einfach über internationale Proteste hinwegsetzen und trotzdem weiterfischen.
ssi; Foto rechts (opencage): Wenigstens gibt es in Zukunft noch Fotos davon: Blauflossen-Thunfisch; Foto links (Nemilar): Rotten Thunfisch aus, weil sie ohne ihn nicht leben können: Japaner bei der Sushi-Zubereitung.

Umweltthemen im Postillon-Archiv:
Wildreservat für letzte Hummer eröffnet
Ratgeber: Wie hält man die Klimaerwärmung im Alleingang auf?
WWF: Purzelbaum vom Aussterben bedroht
Wasser sparen: So geht's richtig

5 Kommentare:

  1. Na endlich mal ein sinnvolles, weil durchdachtes und nachhaltiges Vorgehen. Gerade bei bedrohten Arten merkt man, wie halbherzige Fangstopps eigentlich blinder Aktionismus sind.

    Schön, dass sich endlich mal zwei erwachsene Nationen verantwortungsvoll dagegen stemmen! Das sind gute Neuigkeiten aus Tralien und Japan.

    Und für mich bitte noch 12 Tekka Maki, danke...
    AntwortenLöschen
  2. In unseren Breitengraden können wir ohne Politiker nicht leben!
    Folgen wir diesem Beispiel und erhöhen wir die Fangquote für diese Spezies jetzt (auch von denen gibt es reichlich Bilder).
    AntwortenLöschen
  3. Bedrohte Tierarten schmecken halt immer noch am besten. Dafür verzichte ich gerne auf das MSC-Siegel und zahle halt ein paar Euro weniger.
    AntwortenLöschen
  4. Ob der alternative Fang freilaufender Politiker wie von Pressefuzzi vorgeschlagen, die Fische jetzt vor dem Aussterben bewahrt bleibt mal abzuwarten. Zumindest müsste man sich an den Geschmack wohl erst gewöhnen. Außerdem sind die deutschen Exemplare außerhalb der Schwarmzeit (sog. Wahlkampf) als sehr scheu bekannt und außerhalb ihrer geschützten Rückzugsgebiete kaum noch in freier Wildbahn anzutreffen, wohl eine Spätfolge der Fangexpeditionen der Fa. RAF in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nur im Großraum Berlin kommen heute noch gut genährte ausgewachsene Exemplare in ausreichender Zahl vor.
    Eine Notlösung könnte der Fang von wilden Norwegern und Japanern (natürlich nur zu wissenschaftlichen Zwecken) sein, deren Geschmack aufgrund ihrer hauptsächlichen Ernährung mit Fisch aber als eher tranig beschrieben wird.

    Bleibt wohl nur der Weg in den nächsten Supermarkt um sich mit den kleinen Thunfischdosen einzudecken. Die sterben hoffentlich noch nicht so bald aus.

    Anonymus
    AntwortenLöschen
  5. Wenn in Algen eingewickelte Japaner oder Austrailier mit bapp-Reis in Mode kommen so sagt mir bitte bescheid. Ich werde höst persönlich die Fangquote erfüllen.

    Traurig das der Nachrichtensender "N24" jetzt auch noch Kohle mit der Abschlachtung einer ganzen (und auch noch sehr schönen) Spezies macht.

    Zu bewundern am 19.03.10 um 22:05 in der Heroisch dargestellten Doku "Thunfisch-Cowboys".
    AntwortenLöschen

Das Postillon-Archiv

Wikio - Top Blog - Gesellschaft Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de