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Dienstag, 1. Juni 2010

Postillon Media Holding übernimmt Narragonien-Verlag

Hamburg, Hannover (dpo) - Paukenschlag auf dem Satiremarkt! Nachdem Insider diesen Schritt schon lange haben kommen sehen, bestätigte die Konzernleitung der Postillon Media Holding AGmbH 1845 e.V. heute offiziell, man habe den mittelständischen Narragonien-Verlag und dessen Flaggschiff narragonien.de übernommen.


"Wir werden vorgehen wie immer", schilderte Postillon-Aufsichtsratsvorsitzender und Chefredakteur Stefan Sichermann bei einer eilends einberufenen Pressekonferenz das Prozedere. "Unsere Unternehmensberater werden den Narragonien-Verlag langsam ausbluten lassen. Erst setzen wir alle 344 Mitarbeiter auf die Straße, dann lassen wir den Redaktionshund einschläfern und plündern die Archive." Experten vermuten, dass noch kistenweise alte Witze, misslungene Photoshopmontagen und Pappnasen im Keller der Narragonien-Redaktion vor sich hinmodern.
Weiterhin verkündete Sichermann, man werde als einzige Mitarbeiter den ehemaligen Narragonien-Chefredakteur Christian Link (lnk) und eine russische Putzfrau namens Irina Ivanowitsch übernehmen. Ivanowitsch darf ihre alte Position behalten, Link wird zum "Stellvertretenden Chef vom Dienst" herabgestuft.
Noch während Konkurrenten der häufig als achtarmige Heuschrecke verschrienen Postillon Media Holding eine Beschwerde beim Bundeskartellamt wegen eines befürchteten Satire-Monopols einreichten, mehrten sich bereits erste Berichte, dass ein bislang noch unbekanntes Bieterkonglomerat sämtliche freie Aktien der Satireseite Paramantus (z.Z. offline) aufkauft.
ssi; Grafik oben: Wurde vom Postillon übernommen: Narragonien; Foto rechts: Entlassen: Einer der 344 Narragonien-Angestellten nach seiner Kündigung.