Newsticker

Freitag, 2. Juli 2010

Der Postillon macht dicke Kohle mit Flattr

Hamburg (dpo) - Der Postillon, Deutschlands größte Tages- und Nachtszeitung, hat das Experiment Flattr gewagt und nun - wie es der Chefredakteur ausdrückt - "dicke Kohle gemacht". Denn sage und schreibe 18,33 € brachte das innovative Micropaymentsystem allein im Monat Juni ein!
Nach reiflicher Überlegung hat die Redaktionskonferenz nun beschlossen, wie diese Summe am erfolgreichsten reinvestiert werden muss, um die legendären Qualitätsstandards des Postillon erhalten und sogar noch ausbauen zu können (Transparenz wird bei uns groß geschrieben - zumindest am Satzanfang):



Für 0,07 € sollen vier neue Praktikanten in den folgenden Bereichen eingestellt werden: Archivarbeit (Zeitungen schleppen, Bündel à 50 Kilo), Druckerei (Innenreinigung der Druckmaschinen, kleine Hände von Vorteil), Redaktion (Kaffeekochen, Verbrühungen garantiert), Anschreien (wird den ganzen Tag einfach nur angeschrien).

6,39 € werden als Dividende an die Aktionäre der Postillon Media Holding AGmbH 1845 e.V. (der Postillon ist eine 100%-ige Stieftochter der Holding) ausgeschüttet.

0,11 € werden in einen neuen Newsroom investiert, der mit modernster Kommunikationstechnologie ausgestattet sein wird (Fax, berittene Boten, Mundpropaganda, etc.).

1,13 € fließen in eine neuartige Asbestverkleidung des Redaktionsgebäudes, um die Heizkosten zu senken.

Für 0,63 € bekommt die Dunkelkammer der Postillon-Fotografen neue Halogenscheinwerfer und einen Kronleuchter.

10 € werden in einen schicken neuen Porsche 996 turbo für den Chefred. investiert. Immerhin ist er das Aushängeschild des Unternehmens.

Den Rest spendet der Postillon an den kleinen Timmy (9), der das Geld unbedingt für eine teure Herzoperation braucht.

ssi; Foto links oben (Kromberg): Die dicke Kohle; Unscharfer Screenshot rechts unten: Auszug der genaueren Aufschlüsselung nach einzelnen Artikeln (Danke an die edlen Spender!).



Kommentare einblenden

Reklame