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Mittwoch, 7. Juli 2010

Volksfest in Pamplona zum 419. Mal in Folge von wilden Stieren ruiniert

Greifen völlig überraschend an: wilde Stiere
Pamplona (dpo) - Pech für die spanische Stadt Pamplona! Bereits zum 419. Mal in Folge wurde das beliebte Volksfest Sanfermines von wilden Stieren ruiniert. Die Tiere tauchten Augenzeugenberichten zufolge plötzlich auf und jagten eine Gruppe junger Männer quer durch die Altstadt.

"Das kann doch nicht sein, dass wir jedesmal, wenn wir friedlich feiern wollen, von wilden Stieren angegriffen werden - und das schon seit 1591", schimpfte Carlos Zenderes, ein Passant, der den attackierenden Bestien nur knapp entkommen konnte, gegenüber dem Postillon. "Es wird Zeit, dass unsere Regierung etwas unternimmt. Olé!"
Für Spaniens Premierminister José Luis Zapatero sind solche Vorwürfe ein rotes Tuch: "Wir tun bereits, was wir können. Wir bauen Arenen, in denen Stiere gestellt werden können und wir bilden spezielle Kämpfer aus, um sie dann zu töten." Auch dieses Mal sei es einem Spezialteam aus Razeteurs, Picadores und Matadoren gelungen, die wilden Stiere unter großem Jubel zu besiegen, nachdem diese in eine vollbesetzte Arena getrieben werden konnten. Zapatero: "Wir haben den Stieren nicht nur in Pamplona, sondern überall in Spanien den Kampf angesagt, toro!"
Der Kampf gegen die Stiere gestaltet sich jedoch schwierig. "Sie tarnen sich jahrelang als friedliche Kälber, bis sie plötzlich angreifen", so Prof. Dr. Miguel Corrida, ein anerkannter Taurologe. "Hinzu kommt, dass für jeden getöteten Stier im nächsten Jahr ein neuer bereit steht. Es ist, als würden sie irgendwo gezüchtet."
ssi; Foto rechts (Michael Helmer): Stellt sich einem der wilden Stiere entgegen: speziell ausgebildeter Stierkämpfer.



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