Der Postillon, in dessen Redaktion ausschließlich unfair gehandelter Strom aus nuklearer Dynamitfischerei eingespeist wird, hat einige der wichtigsten Vertreter der 40 zu ihrer Motivation für diesen Schritt befragt:
Jürgen Großmann (RWE), Hans-Peter Villis (EnBW), Tuomo Hatakka (Vattenfall), Johannes Teyssen (E.ON): "Natürlich haben wir den Appell nicht aus Eigennutz unterzeichnet, sondern weil uns am Allgemeinwohl gelegen ist. Wir sehen Atomenergie als eine wichtige Brückentechnologie an - allerdings nur, wenn es sich um eine unendlich lange Brücke handelt und wir als einzige die Maut abkassieren dürfen."Karte: Die vier Besatzungsmächte.
Josef Ackermann (Deutsche Bank): "Mit Kohle kenne ich mich ja bekanntlich aus. Außerdem missfällt es mir, wenn sich die Regierung immer wieder von einer Mehrheit im Volk unter Druck setzen lässt. Wo kommen wir denn hin, wenn Politiker sich vom Volk diktieren lassen, was sie tun und lassen sollen? Deshalb muss unser Appell berücksichtigt werden. Immerhin sind wir es, die in einer Demokratie bestimmen sollten, wo es langgeht."Foto: WEF.
Oliver Bierhoff (DFB, Garnier Fructis Style): "Nach 26 Semestern Wirtschaftswissenschaften weiß ich, dass moderner Fußball ohne Atom- und Kohleenergie, aber auch ohne Nutella absolut undenkbar ist. Wir bei der Nationalmannschaft sind deswegen schon vor Jahren umgestiegen, denn nur so kann man 90 Minuten voll Power geben. Dass mein Vater Rolf früher Vorstandsmitglied bei RWE war, hat damit überhaupt nichts zu tun."Foto: Tomukas, cc-3.0.
Wolfgang Clement (RWE, INSM): "Atom- und Kohleenergie sind mein Leben. Ich selbst beispielsweise bestehe größtenteils aus Atomen, während in meiner Brust anstelle eines Herzens ein glühender Klumpen Kohle schlägt. Außerdem macht es mir einfach Spaß, meiner alten Partei, die den Atomausstieg damals mitbeschlossen hat, wo es geht zu schaden."
Friedrich Merz (BASF, INSM): "Ich habe überhaupt keine Ahnung, worum es hier eigentlich geht. Ich habe nur deshalb unterschrieben, weil ich alles unterschreibe, was mir der Ackermann, der Clement und die Leute vom BDI vor die Nase legen. Soll ich Ihnen ein Exemplar meines Buches signieren?"Foto: Harald Dettenborn, cc-3.0.
Der Teufel (KKK, RWE, Vattenfall, E.on, EnBW, INSM, Deutsche Bank): "Als Fürst der Finsternis unterstütze ich die unterschiedlichsten Projekte. Dieses liegt mir jedoch besonders am Herzen, weil Kohle so schön heiß ist und Uran so wundervoll strahlt. Außerdem mag ich, was Kohle mit der Umwelt anstellt ... und der Gedanke an einen SuperGAU macht mich geradezu scharf. Ich habe übrigens mit einem Pseudonym unterschrieben. Raten Sie mal mit welchem."Foto: Bigbug21, cc-3.0.
Die Frau an sich (Emma, FHM): "Ich habe den Appell als einzige nicht unterschrieben - allerdings nicht, weil Frauen prinzipiell etwas gegen Atomstrom hätten, sondern weil es in deutschen Führungspositionen einfach keine Frauen gibt, die sich dafür aussprechen könnten."Übrigens: Für den Fall, dass die Bundesregierung nicht auf ihren Appell hört, haben die Unterzeichner angekündigt, eine 40 Meter lange Pro-Atom-Menschenkette durch ganz Deutschland oder wenigstens um ein Windrad herum zu bilden.
ssi; Foto (Heinz-Josef Lücking, cc-3.0): Im Iran der nackte Horror, in Deutschland die Zukunft: Atomenergie.
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Matthias Wissmann!
AntwortenLöschenBekomm ich jetzt einen Preis?
@Anonym:
AntwortenLöschenDas hat dir der Teufel gesagt!
Warum nehmen die alle nicht Mars - dadurch wird doch Energie sofort zurückgebracht.
AntwortenLöschenWurde in der Werbung immer versprochen.
einfach gut auf den punkt gebracht. muss mir ma flattr machen, um den postillon zurecht mit Kohle (haha, eine analogie) zu überschütten.
AntwortenLöschena pro pos, wo kann ich den Stromanbieter des führenden Nachrichtenmagazins Postillon buchen? Dort scheint mir die einzig sinnvolle Stromerzeugung der Welt zu sein.
Also von den 40 Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Sport vertritt genau einer den Sport - und dann auch noch Oliver Bierhoff, dessen Vater Vorstandsmitglied bei RWE war? Jaaa ..., das überzeugt.
AntwortenLöschenDer größte Schuft im ganzen Land
AntwortenLöschenist der Atomstromlieferant.
@satireministerium:
AntwortenLöschenHmmm, wenn du Strom für 2ct/kWh erzeugen könntest, ihn aber für 20ct/kWh verkaufen, weil du ja selbst deine Preise am Markt diktierst und dich bei der Preisgestaltung am teuersten Strom im Mix orientierst, wärst du doch auch dafür, den teuren Strom im Promillebereich zu produzieren und mit AKWs Geld zu drucken, oder?
Nicht, dass unsere Energierversorger so etwas machen würden. Diese durch und durch sozial eingestellten, freundlichen Firmen geben Energie immer zum günstigsten Preis ab. Immer. Wirklich!
Der Postillon gefällt mir wirklich von Tag zu Tag besser :D
AntwortenLöschengute Arbeit!
Warum mussten die AKW's überhaupt gebaut werden? Warum nehmen die Deppen nicht einfach den Strom, der aus der Steckdose kommt? Da ist doch genug drinnen.
AntwortenLöschen@ Jan Kohnert
AntwortenLöschenWeißt Du zufällig auch, was die Erzeugung einer kWh Windenergie kostet? Ich hab's gerade nicht präsent, aber könnte es sein, dass Deine Rechnung für diese Sozial-AKW-ler noch günstiger ausfällt?
Diese Strombarone kontrollieren jetzt schon unser Leben. Bald haben wir alle einen "intelligenten" Stromzähler und dann kriegen sie auch noch unseren Datenstrom!
AntwortenLöschenUnd immer wenn ich im Fernsehen "Hier fliesst der gelbe Strom" höre muss ich dringend pinkeln...
Anonymus
Dieser Artikel sollte in alle Tageszeitungen gleich eine Seite weiter nach dem Appell kommen.
AntwortenLöschenMan versteht den Appell doch so schlecht oder gar falsch, wenn man nicht die humanistisch-sozial-ökologischen selbstlosen Gründe dieser Menschenfreunde hinter einem solchen Aufruf kennt.
Also ich fordere das der Strom wieder aus der Steckdose kommt und nicht vom DFB. Das sieht man ja was dabei raus kommt. Nur 3. in der Welt.
AntwortenLöschenMenno! Das ist fies! Wieso kriegt Ihr alle Strom aus der Steckdose? Wenn ich da meine Finger reinstecke, kriege ich immer nur eins gewischt!
AntwortenLöschen@anonym: kommt darauf an in welche Dose du die Finger rein steckst.
AntwortenLöschenLaut dieser Seite sind es nach aktuellen Stand (13:45) nun mehr 81,752,458 Nichtunterstützer... Tendenz fallend.
AntwortenLöschenWas sagt uns das nun?
Wieso gibt es - laut Emma - in Deutschland keine Frauen in Führungspositionen?
AntwortenLöschenInsbesondere beim DFB wird das doch deutlich: Weltmeister können wir nicht werden - Aaaber Weltmeisterin!
Ist das etwa keine Führungsposition?
@anonym um 13:48: was sagt uns das noch? Es sind genau die Leute die Arbeitsplätze vernichten, bei jedem Schei... ihren Senf dazu geben und letztlich die Karre an die Wand gefahren haben. Klug reden können diese Leute aber zu etwas nützlichen, sprich Arbeit, unbrauchbar.
AntwortenLöschenDas mit den Klimaanlagen-Ausfällen lag sicher nur daran, dass die Bahn keinen Energiemix genutzt hat.
AntwortenLöschen@Michael:
AntwortenLöschenFür so nen richtig heißen Sommer braucht es halt den kraftvollen Atomstrom - richtigen Männerstrom.
Klar, dass da der regenerative-öko-softie Strom keine Chance hat. Den kann man vielleicht zum Baby-Fläschchen-Erwärmen nutzen, aber doch nicht für die Stahlindustrie oder die Eisenbahn.
An die Redaktion:
AntwortenLöschenGibt's schon einen Termin für die 40 m lange Pro-Atom-Menschenkette durch ganz Deutschland? Wenn nicht, teilen Sie den Termin rechtzeitig mit?
Ich möchte diese Kette so gerne sehen! Wird bestimmt imposant.
PV ist ein schlechtes Beispiel für Förderung, Mrd.Euro werden vergeudet . Es geht nicht um Umwelt, Klima, Versorgung. Wer Module aus China einfliegen lässt, um Renditen zu sichern, hat den Profit im Blick. Rendite und Kosten zahlen die Verbraucher. "ÖKO" sieht anders aus.! Für Cadmium-Module gibt es keine Regeln. Entsorgung über Hausmüll? Die Sonne scheint nie bedarfsgerecht! Der Luxusstrom muss eingespeist werden und zum vielfachen Wert abgenommen werden. Die Förderung ist sozial ungerecht und verfassungsrechtlich fragwürdig. Mit Förderungen lassen sich sogar Tomaten auf Grönland züchten. Warum gibt es Förderung? Gefördert werden nur unwirtschaftliche Systeme – ansonsten müssten sie ja nicht gefördert werden. Auch über die Zufallsstromerzeugung mit Windkraftanlagen, die nicht bedarfsorientiert, sondern je nach Wetterlage ins Netz einspeisen, sollte man sich frühzeitige Gedanken machen, sonst erlebt man den gleichen Reinfall wie bei PV.
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