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Donnerstag, 5. August 2010

Unbekannter vierter Faktor schuld an Loveparade-Katastrophe?

Duisburg (dpo) - Es ist wie verhext: Eine von der Stadt Duisburg in Auftrag gegebene Untersuchung hat ergeben, dass die Stadt Duisburg keine Schuld trifft, Innenminister Jäger (SPD) weiß, dass die Polizei keine Fehler gemacht hat und Veranstalter Schaller ist überzeugt, alle Auflagen zu 100 Prozent erfüllt zu haben.
Wenn aber alle drei Gruppen unschuldig an der Loveparade-Katastrophe sind, muss die logische Konsequenz lauten, dass ein vierter noch unbekannter Faktor für die 21 Toten und über 500 Verletzten verantwortlich sein muss.
Der Postillon hat recherchiert und präsentiert seinen Lesern ganz ex- und inklusiv die fünf wahrscheinlichsten Schuldigen jenseits von Stadt, Veranstalter und Polizei:

1. Gott: Seit er von Eva Herman verpfiffen wurde, ist durchaus denkbar, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde seine schmutzigen Finger bei der Massenpanik am Tunnel im Spiel hatte. Zwar wurde er von niemandem gesehen, doch es ist schon lange bekannt, dass der alte Miesepeter ganz und gar nichts für Sex, Drugs und Rave übrig hat (siehe Sodom und Gomorrha). Da Gott ohnehin alle Menschen und auch die Erde erschaffen hat, muss mindestens von fahrlässiger Tötung ausgegangen werden.

2. Die Opfer: Es könnte aber auch sein, dass die Toten selbst für ihren Tod verantwortlich sind. Immerhin haben sie ja auch gedrückt. Als Motive kämen in Frage: Unbändiger Hass auf die Loveparade/ Duisburg, Selbstmordabsichten, Quetschmasochismus. Die Staatsanwaltschaft sollte daher die Möglichkeiten einer postmortalen Anklage prüfen.

3. Drogen und/oder Videospiele: Drogen und Videospiele sind klassische Sündenböcke und gehören in jede Top 5 der Schuldigen. Jeder weiß, wie aggressiv Raver nach der Einnahme von Ecstasy oder Cannabis sind, während Killerspiele wie 'Tetris' und 'Super Mario' ein völlig verzerrtes räumliches Denkvermögen zur Folge haben können. Beispiele: Reihen lösen sich in der Realität nicht auf, wenn sie geschlossen sind, Menschen verschwinden nicht, wenn man auf sie draufhüpft.

4. Die Medien: Wer hat von der Loveparade am meisten profitiert? Die Medien, auch genannt "Presse" (!), kurz vor dem Sommerloch (etwa hier und hier)! Während Zeitungen und Fernsehsender - allen voran "Bild" - bereits im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel rührten, wussten sie hinterher alles besser und übertrafen sich beim Versuch, so viele Leichen wie möglich zu zeigen, um Klicks und Auflage zu generieren. Ein Motiv wäre also vorhanden.

5. Der kleine Timmy (9): Was viele nicht wussten: Der kleine Timmy (9) aus Saarbrücken hat kein Alibi für Samstag, den 24. Juli, zwischen 16 und 18 Uhr. "Wir haben ihn das ganze Wochenende nicht gesehen, weil wir ihn in sein Zimmer eingesperrt haben. Als er dann am Montag rauskam, fehlte ihm plötzlich ein Zahn", erklärte sein Vater gegenüber dem Postillon.

ssi; Foto oben rechts (Christoph Müller-Girod, cc-2.0): Haben alle nichts mit dem Unglück zu tun: Veranstalter und Bürgermeister bei einer Pressekonferenz im Vorfeld; Foto Trauerkerzen: Beademung, cc-3.0; Foto Timmy: Joep Zander, cc-3.0.



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