Doch wir vor der Mine festsitzenden Journalisten haben unser Martyrium überstanden: Dadurch, dass die lästigen Minenarbeiter nun endlich geborgen sind, dürfen wir unser Camp verlassen und müssen nicht mehr aus der Wüste Bericht erstatten.
In den vergangenen Monaten habe ich Reporter aus aller Welt in Tränen ausbrechen sehen, weil sie zurück zu ihren Familien wollten. Nachts kuschelten wir uns zusammen und versuchten uns gegenseitig mit Reportagen aus längst vergangenen Tagen aufzumuntern. Das Schlimmste war jedoch, dass wir wussten, dass das Leben anderswo weiterging, während wir an diesem gottverdammten Ort festsaßen.
Ich glaube, wenn die Minenarbeiter nachempfinden könnten, was wir Journalisten durchmachen mussten, als wir beinahe vollständig von der Außenwelt abgeschnitten vor der Mine festsaßen, dann würden sie sich vorher zweimal überlegen, ob sie sich verschütten lassen.
*an dieser Stelle kommentieren ab sofort wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.ssi; Cartoon: bob schroeder
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