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Mittwoch, 6. Oktober 2010

PETA prangert Tierversuche in Haute-Couture-Modehäusern an

Paris, Mailand, London (dpo) - Die Tierrechtsorganisation PETA wirft mehreren renommierten Modedesignern, darunter Versace, Jean-Paul Gaultier und Christian Dior, vor, bei der Erstellung ihrer neusten Modelinien auf Tierversuche zurückzugreifen. Vor einer Vernisage in Paris kam es daher heute zu heftigen Protesten.

"Wir haben umfangreiches Fotomaterial, mit dem wir nachweisen können, dass die großen Modehäuser ihre Designs durch die Bank an lebenden Affen, Hunden, Laborratten und anderen Tieren testen, bevor sie von Menschen getragen werden", erklärt PETA-Präsidentin Ingrid Newkirk. "Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass die Tiere völlig unbrauchbare Entwürfe anprobieren müssen und dabei extrem lächerlich wirken können." Jeder, der schon einmal unmodische Kleidung getragen habe, so Newkirk, wisse, welche seelischen Verletzungen man dabei erleiden könne.
Die großen Modehäuser wiesen die Vorwürfe in einer gemeinsamen Stellungnahme von sich und gaben zu bedenken, dass es einfach zu gefährlich sei, ihre Mode direkt an Menschen zu testen. Dafür seien Models einfach zu teuer. Nur durch Tierversuche, so die Designer, sei es ihnen möglich, "im Dienste der gesamten Menschheit die besten Resultate in der Haute Couture zu erzielen und vielleicht irgendwann schlechten Stil weltweit auszurotten."
ssi; Foto rechts oben (Kalumet, cc-3.0): Ein Hund testet das neueste Muscle-Shirt von Dolce & Gabbana; Foto links (David Shankbone, cc-3.0): Kämpft gegen Tierversuche in der Haute Couture: Newkirk; Foto rechts unten: Testet bereits die Sommerkollektion 2011 von Versace: Affe.



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