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Sonntag, 19. Dezember 2010

Das Wort zum Sonntag (102)

Es kommentiert Gotthilf von Düchting (CDU-Innenminister a.D.)*:
Ich weiß gar nicht, was alle dagegen haben, dass Karl Theodor zu Guttenberg seine Gattin mit nach Afghanistan genommen hat. Im Gegenteil: Wenn alle Soldatinnen und Soldaten an der Front einfach ihren Partner einfliegen lassen würden, dann könnte das durchaus einen positiven Einfluss auf die Moral der Truppe haben.
Während die Männer Mädchenschulen bauen und Taliban schießen gehen, würden die Frauen im Lager mit dem Feldwedel für Ordnung sorgen, die Gulaschkanone bedienen und Löcher in den kugelsicheren Westen stopfen.
Auch dass Kerner seine Sendung in Afghanistan aufzeichnete, sollte Schule machen. Warum sollte das nächste Musikantenstadl mit Andy Borg nicht in Kundus stattfinden? Als angenehmen Nebeneffekt könnte man damit die Taliban auf lange Sicht vertreiben. Oder wie sieht es mit "Wetten dass ..?" aus? Kandidaten könnten über fahrende Panzer springen, Tretminen am Geschmack erkennen oder nur am Geruch erraten, ob in einem Auto, das trotz Haltsignal auf einen Checkpoint zufährt, Terroristen oder eine Großfamilie sitzt.
Ich frage Sie deshalb: Warum sollten wir überhaupt in Afghanistan kämpfen, wenn wir es nicht zu unserem eigenen Vergnügen ausschlachten dürfen?
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder



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