Newsticker

Sonntag, 28. Februar 2010

Das Wort zum Sonntag (63)

Kommentar:
Das Christentum versucht offensichtlich, die Jugend wieder für sich zu gewinnen und hat sich ähnlich einem sich fortpflanzen wollenden Apfel wieder auf ihre Kernkompetenzen besonnen: Sex (mit ebenjener Jugend), Drugs (Käßmann), Rock & Roll (Papst-CD für Brit-Award nominiert) lautet die viel zu hoch gehandelte Devise. Ob dieser Plan aufgeht wie ein schlecht gebundener Schuh oder hinkt wie ein ungeschickter Vergleich, nachdem er in einen rostigen Nagel getreten ist, wissen bislang nur die Götter, die sich laut Kirche ja nur auf einen beschränken. Übrigens: Dass Altkanzler Schmidt jetzt die Rente ab 70 gefordert hat, hat genausowenig mit seinem biblischen Alter von 91 zu tun, wie die Tatsache, dass er noch nie eine Erhöhung der Tabaksteuer verlangt hat.
ssi

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Samstag, 27. Februar 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (24)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Sie suchen dringend nach Fotos, auf denen die Köpfe von Vätern und Kindern ausgetauscht wurden? Nein? Ein Besuch auf ManBabies ist trotzdem überaus kurzweilig und daher unbedingt empfehlenswert.
2. Die ganze Ästhetik der olympischen Disziplin Eiskunstlauf wird einem erst wirklich bewusst, wenn man sich diese Bilder ansieht: The 20 Funniest Figure Skating Faces (via Lupe)
3. Toll! Der Postillon hat in einer beispiellosen Demonstration von Wahlmanipulation und Vetternwirtschaft das neue große Narragonien-Bildwitz-Gewinnspiel gewonnen.
4. Alle, die sich schon immer gefragt haben, wie das Internet wirklich funktioniert, sollten sich folgendes Video unbedingt ansehen (engl.):


Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 26. Februar 2010

Wildreservat für letzte Hummer eröffnet

Detroit (dpo) - Der US-Autokonzern General Motors hat angekündigt, die Fertigung der Marke Hummer einzustellen, nachdem der Verkauf nach China gescheitert ist. Aus diesem Anlass wurde heute feierlich ein Wildreservat für die letzten Exemplare eingeweiht. Rund 200 der akut vom Aussterben bedrohten Geländewagen sollen dort künftig in fünf bis acht Rudeln auf einer Fläche der Größe des Saarlandes leben.
Das Reservat soll dazu dienen, den Hummer für die Nachwelt zu erhalten. "Ich will, dass meine Enkel irgendwann nicht nur aus den Geschichtsbüchern erfahren, dass es diese edlen Fahrzeuge einmal gab", sagte Mark Haddock, der Leiter des neuen Nationalparks, sichtlich bewegt. "Denn schon bald werden Hummer in freier Wildbahn nicht mehr vorkommen. Da sieht man, was Menschen alles anrichten können."
Fest steht, dass sich die letzten ihrer Art in der noch ungewohnten Umgebung bereits wohlfühlen. Während die jüngeren Modelle gleich nach ihrer Freilassung begannen, majestätisch durch unebenes Gelände und durch Flussfurten zu rasen, tuckerten die älteren erst einmal an eine der zahlreichen Tankstellen, um ihren nahezu unlöschbaren Durst zu stillen.
ssi; Foto links oben (Travis): Ein Hummer H1 kühlt sich ein wenig ab; Foto rechts: Immer bergauf: Hummer klettern gerne und viel; Foto links unten: Auf der Suche nach einer Tankstelle: Weißgestreiftes Hummerweibchen.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Guido Westerwelle legt alle Ämter nieder und wird "Welt"-Meinungsredakteur

Berlin (dpo) - Paukenschlag auf der Politbühne! Kurz nach der Veröffentlichung seines zweiten Gastkommentars innerhalb weniger Tage hat Noch-Außenminister Guido Westerwelle (FDP) heute auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, er werde alle politischen Ämter mit sofortiger Wirkung niederlegen und in die Redaktion des Springer-Blattes Die Welt wechseln. Auch sein Bundestagsmandat und den FDP-Parteivorsitz wolle er ruhen lassen.
"In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass es meine wahre Berufung ist, die öffentliche Debatte mit kontroversen Kommentaren in dieser fabelhaften Zeitung aufzuheizen", erklärte der bisherige Vizekanzler seinen drastischen Schritt. "In der Politik muss ich Kompromisse schließen, rücksichtsvoll mit Minderheiten umgehen und mich Sachzwängen unterwerfen. Das hat mich immer ausgebremst."
An der Zeitung Die Welt schätze er, dass ausnahmslos alle Kollegen bedingungslos auf seiner Linie liegen und ihm völlig freie Hand lassen würden. Westerwelle: "Außerdem habe ich gelernt, dass man aus dem Springerimperium viel erfolgreichere Kampagnen starten kann als im Bundestag."
Abschließend verkündete Westerwelle, Hartz-IV-Empfänger, Linke und Kritiker seines Weltbildes sollten sich "schon mal warm anziehen". Um Wählerstimmen müsse er sich fortan nämlich nicht mehr kümmern.
ssi; Foto rechts (D. Vorderstraße): Kann sich ab sofort voll auf Meinungsmache konzentrieren: Welt-Redakteur Guido Westerwelle; Logo links: Des Außenministers neue Heimat: Springerorgan Die Welt.

Westerwelle im Postillon-Archiv:
Westerwelle klarer Gewinner in Paralleluniversum
Rücksichtsloser Einsatz Guido Westerwelles gegen Afghanistan
Westerwelle von Ei getroffen
Bitte lächeln

Guido mal ganz anders bei narragonien.de:
Bundestag bessert bei Hartz-IV-Gesetzen nach

Newsticker (52)

++++ Selbstmord: Projektmanager hinterlässt Abschieds-Powerpoint-Präsentation ++++
++++ Riskantes Hobby: Wieder vier Spieler beim Poolbillard ertrunken ++++
++++ Peinlich: Treibsandopfer würde am liebsten im Boden versinken ++++
++++ Praktisch: Fliesenleger macht seiner Angebeteten den Hof ++++
ssi

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Mittwoch, 24. Februar 2010

Olympische Winterspiele abgebrochen

Vancouver (onn) - Berichten der amerikanischen Zeitung The Onion zufolge wurden die Olympischen Winterspiele heute abgebrochen und die Entscheidungen in den noch ausstehenden Wettbewerben auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Grund: Der Frührentner Dominic Wondolowski (63) hatte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit einem zum Schneepflug umgerüsteten 1994er Ford F-150 den kompletten Austragungsort von Schnee und Eis befreit.
"Ich kann nicht glauben, dass das Straßenverkehrsamt von Vancouver sich noch nicht darum gekümmert hat", soll Wondolowski gesagt haben, als er in den frühen Morgenstunden die Ski-Langlauf-Strecke frei räumte und Salz auf die Snowboard-Halfpipe streute. "Aber jetzt müsste eigentlich alles frei sein - auch die Wege rund um die Schießstände und der rutschige Abschnitt auf diesem Hügel mit all den kleinen Fähnchen."
Wondolowski, der diese Aufgabe ehrenamtlich ausführt, äußerte sich nach getaner Arbeit zufrieden darüber, dass "die Kinder jetzt wieder sicher in die Schule" gehen können - auch wenn es ihn die ganze Nacht gekostet habe.
ssi; Quelle: Frei nach The Onion; Foto (The Onion): Wondolowski bei der Arbeit.

Mehr von den Winterspielen:
Vancouver 2010: Der Olympia-Newsticker
Usain Bolt gewinnt ohne Schlittschuhe olympisches Gold im Eissschnelllauf

Weitere Onion-Übersetzungen im Postillon-Archiv:
Tarantino: Nächster Tarantino-Film wird eine Hommage an Tarantino
Unbekannter Menschenfreund spendet 200 Nieren
iPhone vernachlässigt
Kleiner Mann aus Vagina entfernt
Tollste Achterbahn aller Zeiten

Immer mehr Trunkenheitsfahrten: Volkswagen AG ruft Phaeton zurück, um Getränkehalter zu entfernen

ssi; Foto oben (S 400 Hybrid): Wird zurückgerufen und entschärft: VW Phaeton; Foto unten: Schadeten ihrer Karriere durch Trunkenheitsfahrten im VW Phaeton: Jörg Haider (D. Ziernig) und Margot Käßmann (Kalip78).

VW im Postillon-Archiv:
Große Rückrufaktion bei Volkswagen
15 VW-Wissenschaftler festgenommen: Polizei verhindert versuchten Massenmord
Der Volkswagen wird 60 - oder 72
Haidere Aussichten für VW

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Bilderrätsel (7)

Nur noch zehn Monate bis Weihnachten! Zu diesem besonderen Anlass präsentiert der Postillon voll Stolz das siebte Bilderrätsel aus der erfolgreichen Reihe "Bilderrätsel". Gesucht sind heute eine Person und ein Ding, die absolut nichts miteinander zu tun haben. In den Kommentaren ist selbstverständlich Platz genug für die wildesten Spekulationen. Unter den Gewinnern verlosen wir dreimal das ewige Leben (Gewinn nicht auszahlbar).
1.2.

Teilnahme ab 18. Postillon-Mitarbeiter sowie deren Angehörige und Bekannte sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Achtung: Kleingedrucktes ist schlecht für die Augen, Sie Idiot.
ssi

Rätsel im Postillon-Archiv:
Postillon-Bilderrätsel (6)
Postillon-Bilderrätsel (5)
Postillon-Bilderrätsel (4)
Postillon-Bilderrätsel (3)
Postillon-Bilderrätsel (2)
Postillon-Bilderrätsel (1)

Dienstag, 23. Februar 2010

Gimmick: Das Postillon-Leserklopapier

Kennen Sie das? Sie müssen ganz dringend ein großes Geschäft verrichten, aber das Toilettenpapier ist alle. Und wie das in so einem modernen Haushalt üblich ist, haben Sie keine Zeitung (lesen Sie im Internet), Schreibblöcke (Sie benutzen Microsoft Word) oder Bücher (ebooks, was sonst?). Bevor Sie jetzt also nach draußen rennen, feststellen, dass die Bäume winterbedingt laubfrei sind und mit einem Haufen kratziger Tannennadeln zurückkehren, benutzen Sie doch lieber Ihr persönliches, angenehm weiches Postillon-Leserklopapier!
Und so einfach geht's:
1. Drucken Sie sich so viel Postillon-Leserklopapier aus, wie Sie brauchen. Machen Sie sich dabei keine Sorgen um die Umwelt, denn es besteht zu 100 Prozent aus recyclebarem Papier.
2. Malen Sie entlang der Ränder eine gestrichelte Linie (Postillon-Leserstift erscheint kommenden April).
3. Benutzen Sie Ihre Postillon-Leserschere (Gimmick vom 30. Juli 2009), um das Klopapier entlang der gestrichelten Linie auszuschneiden.
4. Genießen Sie ein herrlich weiches und sauberes Gefühl, genau da, wo Unsauberkeit entsteht: Hinten am Körper.
5. Postillon-Leserklopapier ist bis zu achtmal wiederverwendbar. Einfach gemeinsam mit der Unterwäsche bei 60 Grad waschen.
Rechtlicher Hinweis: Sollte Ihr Postillon-Leserklopapier aus Ihrer Zeitung bereits herausgetrennt worden sein, dann können Sie sich unter redaktionÄTder-postillonPUNKTcom für 1,32 Euro E-Mail-Versandkosten ein neues Exemplar bestellen.
ssi; Foto (Herbarium): Saugstark und weich.

Mehr zum Thema im Postillon-Archiv:
Oje! Klopapier fast alle

Weiteres Postillon-Gimmick:
Die Postillon-Leserschere

Montag, 22. Februar 2010

Vancouver 2010: Der Olympia-Newsticker

++++ Gescheiterter Skispringer: "Ich hatte keine Schanze!" ++++
++++ Nachträgliche Disqualifikation: Biathlet outet sich als Hetero ++++
++++ Absehbar: China gewinnt Gold im Reiskunstlauf ++++
++++ Skandinavischer Mannschaftstresor geplündert: Einbrecher knackten Nordische Kombination ++++
++++ Medaillenspiegel: dloG, rebliS, eznorB ++++
ssi (#1: NT33)

Mehr aus Whistler:
Usain Bolt gewinnt ohne Schlittschuhe olympisches Gold im Eissschnelllauf

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Pilotenstreik bei Lufthansa führt zu Absturz von 104 Flugzeugen

Frankfurt a.M. (dpo) - Pünktlich um 0 Uhr haben in der Nacht von Sonntag auf Montag 4000 Piloten der Fluglinie Lufthansa die Arbeit niedergelegt. Daraufhin sind in den fünf Minuten nach Mitternacht weltweit 104 Flugzeuge abgestürzt.
Das nächste Mal, so ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gegenüber dem Postillon, werde man darauf achten, dass Piloten, die sich mit ihren Maschinen noch in der Luft befinden, erst nach der Landung mit dem Streiken beginnen.
ssi; Fotos (rechts: Pribadi): Überall auf der Welt liegen die Wracks der von streikenden Piloten geflogenen Maschinen.

Sonntag, 21. Februar 2010

Das Wort zum Sonntag (62)

Kommentar:
Mancher Baum hat Hartz für IV, gibt aber nichts davon ab: Dieser Satz zeigt, dass gute Wortspiele mit Hartz IV in dieser hartzlosen Welt IV-l zu selten sind. Deshalb dürfen wir in der aktuellen Debatte folgende Punkte nicht vergessen: Erstens führt die Maßnahme, unseren Ärmsten Kondome oder die Pille gratis zu gewähren, nicht zwangsläufig zu Hartz-IV-Empfängnisverhütung, drittens ist es wohl kaum ein Zufall, dass es sich beim Killerkäse aus dem Hause Lidl um Hartz-IVer Roller handelt, zweitens ist es doch offensichtlich, dass man im nicht minder billigen Hause Springer zwar ein Herz für Kinder, nicht aber für Hartz-IV-Kinder hat, und viertens wurde dieser viel zu lange Hartz-IV-Regelsatz falsch nummeriert, um den Leser zusätzlich zu verwirren. Letztlich muss also gelten: Wer HIV (HartzIV) hat, bekommt irgendwann auch AIDS (engl: Hilfen).
ssi

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Samstag, 20. Februar 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (23)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Schon seit 2005 gibt es den blog.pantoffelpunk. Satirisch, piratennah und ab sofort auch in der Blogroll des Postillons zu finden. Kostproben? Bitte: Westerwelles missverstandene Rede I und II, Bundesregierung kauft Steuersünder-CD doch nicht oder Sehr lustig, Herr Koch!
2. Bei Joscha Sauers NICHTLUSTIG vorbeizuschauen lohnt sich fast immer. Ein paar feine neue Cartoons gibt es hier, hier, hier, hier oder hier zu sehen.
3. Der Spiegelfechter zeigt exzellente Fotos von Dirk Niebel im Einsatz bei den Damen und Herren Neger in Afrika (man beachte das Podest für die weißen Männer im letzten Bild): Manchmal sagt ein Bild...
4. Augen auf beim Frühstücksmaschinenkauf. Warum? Das sehen Sie in dieser Szene von Family Guy:

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ssi

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Freitag, 19. Februar 2010

Westerwelle klarer Gewinner in Paralleluniversum

Berlin (dpo) - Wir sind nicht allein! Physiker der TU Berlin haben eine Botschaft aus einem Paralleluniversum entdeckt, das dem unseren stark ähnelt. Die Schlagzeile der fremden Nachricht lautet "Westerwelle trifft den Nerv der Wähler, Bürger geben ihm bei Hartz IV Recht" und hat sich auf unerklärliche Weise auf der Homepage der Boulevardzeitung Bild in unserer Welt manifestiert.
"Offensichtlich wirkt die Naturkonstante, die die Beurteilung von Umfrageergebnissen und Statistiken regelt, in diesem Paralleluniversum teils gegenteilig, teils völlig verdreht", erklärte Astrophysiker Prof. Dr. Schnurpsinger gegenüber dem Postillon. "Das kann zu aus unserer Sicht völlig unsinnigen Ergebnissen führen."
So scheinen dort Aussagen wie "72% begrüßen die aktuelle Diskussion über Hartz IV" automatisch zu bedeuten, dass diese Menschen Westerwelles Meinung teilen. Im Paralleluniversum habe zudem nicht etwa eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes die Hartz-IV-Debatte losgetreten, sondern einzig und allein Guido Westerwelle.
Als weiteren Beleg für die völlige Andersartigkeit der fremden Welt werten die Berliner Physiker nicht zuletzt, dass Deutschlandtrends, bei denen 1000 Menschen befragt werden und die in unserem Universum eine Fehlertoleranz von 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte haben, dort absolut sicher sind. "Es ist verrückt. Die Zunahme der FDP um zwei Prozentpunkte lässt dort nur eine logische Schlussfolgerung zu", so Schnurpsinger: "Westerwelle auf Erfolgskurs".
jsi; Screenshot: Internetseite, die nicht zum ersten Mal eine Meldung aus dem bizarren Paralleluniversum veröffentlicht hat; Foto links: In diesem unscheinbaren Redaktionsgebäude scheint ein Portal in ein fremdes Universum zu stehen.

Hartz IV im Postillon-Archiv:
Spätrömisch dekadent: Selbsternannte Leistungsträger hetzen Niedriglohn-Sklaven auf Hartz-IV-Proletarier
Hartz-IV-Urteil in Karlsruhe: So reagierten die Parteien

Usain Bolt gewinnt ohne Schlittschuhe olympisches Gold im Eisschnelllauf

ssi; Foto (McSmit): Holte die erste Goldmedaille für Jamaika: Usain Bolt beim Zieleinlauf.

Bolt im Postillon-Archiv:
Zeitlupe bestätigt: Usain Bolt rauchte bei Weltrekord gemütlich Pfeife

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Newsticker (51)

++++ Abgemacht: Blutbank und Samenbank vereinbaren Austausch von Körperflüssigkeiten ++++
++++ Konkurrenz für Twitter: Neuer Kurznachrichtendienst mit 139 Zeichen geplant ++++
++++ Brutaler Geschichtsunterricht: Lehrer erklärt Schülern den Krieg ++++
++++ Paradox: Vierte Newstickerzeile hat keinen Nachrichtengehalt, irgendwie aber doch ++++
ssi

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Tibetanischer Esoterik-Freak fasziniert von fernwestlichen Weisheiten

Lhasa/Tibet (dpo) - Deng Wuan, ein 22-jähriger Student der Tibet University in Lhasa, ist fasziniert von fernwestlichen Heilslehren und europäischer Philosophie. "Ich habe Kant gelesen und die Bibel", erklärte Wuan begeistert. "Das ist alles so aufregend und exotisch. Nicht so banal und gewöhnlich wie die Vier Edlen Wahrheiten und die Erkenntnis, dass die Beseitigung des Leids über den Achtfachen Pfad führt." Sein ganzes Leben lang hätten seine Eltern und Mönche versucht, ihm das einzutrichtern.
Wuans größter Traum ist es, eines Tages nach Europa zu pilgern. Dort will er sich von einem erleuchteten Guru in bunter Robe mit Heiligem Wasser weihen lassen, um ewiges Leben zu erlangen.
ssi; Foto: Wird von allen für einen esoterischen Spinner gehalten: Deng Wuan.

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Mittwoch, 17. Februar 2010

Radfahrerin auf Wiesbadener Marktplatz von Hai attackiert

Wiesbaden (dpo) - In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden wurde am Dienstag eine 44-jährige Radfahrerin Opfer eines Hai-Angriffs. Augenzeugenberichten zufolge attackierte der Tigerhai die Frau, als diese den Wiesbadener Marktplatz überqueren wollte.

Hoffentlich lockt es nicht noch mehr Haie an: Blut
"Es war furchtbar", schilderte eine Passantin die Szene. "Die Bestie verbiss sich im Bein der armen Frau und ließ erst von ihr ab, als einige junge Männer begannen, den Hai mit Steinen und Stöcken zu bewerfen." Daraufhin sei der Raubfisch untergetaucht.
Die Frau wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, befindet sich jedoch nach Angaben eines Polizeisprechers auf dem Weg der Besserung.
Hai-Experte Dr. Gregor Semsrottinger von der Universität Frankfurt betonte gegenüber dem Postillon, dass tödliche Hai-Attacken in Mitteldeutschland eigentlich "sehr selten" seien.
Vermehren sich wie die Fliegen: Haie am Marktplatz
Im Durchschnitt würden in Hessen jährlich nur etwa vier Menschen an den Folgen von Haiangriffen sterben. Semsrottinger: "Möglicherweise ist das jüngste Opfer dem Hai zu nahe gekommen, sodass er das Fahrrad als Bedrohung empfunden und deshalb angegriffen hat."
Nach der tödlichen Attacke auf einen 19-jährigen Raver aus Frankfurt am Neujahrstag und einem in Stücke gerissenen Pudel in Gießen war dies allerdings bereits der dritte Hai-Angriff in diesem Jahr. Tierschützer und besorgte Bürger streiten sich deshalb, ob man das hessische Harpunierungsverbot von 1822 aufheben sollte, bis der Hai-Bestand wieder auf ein erträgliches Maß reduziert worden ist.
ssi; Foto rechts Bojin, CC BY-SA 3.0

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Spätrömisch dekadent: Selbsternannte Leistungsträger hetzen Niedriglohn-Sklaven auf Hartz-IV-Proletarier

ssi; Oben auf der Tribüne: Gladiatorentrainer Diekmann und Schmid, Imperator Westerwelle, Sklavenhändler Hundt, Patrizier Brüderle, Pausenclown Hans-Werner Sinn; unten stehend: Niedriglohn-Sklave; am Boden liegend: Hartz-IV-Empfänger, Menschenwürde.

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Dienstag, 16. Februar 2010

"Twilight"-Star Pattinson leidet an Vagina-Allergie, 80% aller übrigen Männer auch

New York, Hamburg (dpo) - "Ich hasse Vaginas. Ich bin allergisch gegen Vaginas": Mit diesen während eines langen Interviews nach einer noch längeren Fotosession dahingesagten Worten versetzte "Twilight"-Star Robert Pattinson die deutsche Boulevardlandschaft in höchste Aufregung.
Was viele jedoch nicht wissen: Allergische Reaktionen auf das primäre Geschlechtsmerkmal der Frau sind deutlich weiter verbeitet, als man denkt. Medizinischen Studien zufolge zeigen weltweit über 80 Prozent der paarungsreifen Männer Symptome einer Vagina-Allergie.
Schon der bloße Anblick oder eine zarte Berührung der weiblichen Intimregion verursacht bei betroffenen Männern rot-pulsierende Schwellungen im Lendenbereich, erhöhten Speichelfluss und eingeschränkte Artikulationsfähigkeit.
Noch intensiverer, immer schneller werdender Kontakt mit der Vagina einer Frau kann bei Allergikern zu Schweißausbrüchen, Kurzatmigkeit bis hin zum Körperflüssigkeitsverlust führen. Oft sogar schneller als einem lieb ist.
ssi; Foto (details.com): Riskiert Kopf und Kragen: Allergiker Pattinson.

Sex und Vaginas im Postillon-Archiv:
Kleiner Mann aus Vagina entfernt
Britische Wissenschaftler können den G-Punkt nicht finden
S/M-Praktiken werden immer häufiger auf dem Rücken der Kunden ausgetragen
Perverser Spanner von noch perverserem Spanner beobachtet
Was ist los in deutschen Schlafzimmern?
Weniger als erwartet

Montag, 15. Februar 2010

Newsticker (50)

++++ Unangenehm: Französischer Räuber muss zur Gendarmspiegelung ++++
++++ Süßwarenfabrik: Mitarbeiter von unzufriedenem Chef gemarsriegelt ++++
++++ Fliege entsetzt: Froschschutzmittel wirkungslos ++++
++++ Karriereende: Pirat allergisch gegen Kapern ++++
++++ Eklat: Sturm der Entrüstung löst Weltfrieden aus ++++
ssi, hal, ano, mit, bor

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Närrische Putschisten stürzen Deutschland ins Chaos

Berlin, Köln (dpo) - Ausnahmezustand in Deutschland! Eine offensichtlich paramilitärische Untergrundgruppe namens "die Narren" hat in einer konzertierten Aktion weite Teile der Bundesrepublik überfallen und unter Kontrolle gebracht.
Besonders im Rheinland scheint der Operation "Karneval" voller Erfolg beschieden zu sein. Zeitungsberichten zufolge regieren die "Narren", die sich selbst auch als Jecken bezeichnen, bereits in Köln, Bonn, Eschweil, Aachen, Koblenz und Neuss. Doch auch zu großen Teilen Hessens, Mainfrankens und Westfalens konnte Berlin seit Tagen keinen Kontakt mehr herstellen.
"Es war schrecklich", berichtete ein Kölner Postillon-Korrespondent per Satellitentelefon aus dem Krisengebiet. "Plötzlich wimmelte es überall von Uniformen. "Jecken" patroullierten martialisch durch die Straßen und stellten das einfache Fußvolk mit Kamellen und verwässertem Bier ruhig." Von öffentlicher Ordnung lasse sich derzeit nicht sprechen.
Korrespondenten aus Frankfurt, Würzburg und Düsseldorf waren dagegen überhaupt nicht erreichbar oder wurden von heftigem Kampfeslärm und Gegröle übertönt.
Offensichtlich handelt es sich bei den Putschisten um bundesweit platzierte Schläfer, die bereits seit dem 11. November kleinere Wehrübungen durchführten. Die Bundesregierung nahm diese allerdings nicht ernst. "Im Kanzleramt hielt man die Narren für vereinzelte Spinner", räumte ein Sprecher heute Morgen ein; man habe sich leider geirrt.
Mittlerweile hat Bundeskanzlerin Angela Merkel angeordnet, alle verfügbaren Truppen zur Rückeroberung in den noch freien Gebieten im Norden und Osten Deutschlands zu sammeln. Aus Bundeswehrkreisen waren optimistische Äußerungen bezüglich eines baldigen Waffengangs zu vernehmen, da die Putschisten über keinerlei Schusswaffen, Flugabwehr oder Panzerung verfügen.
Die Gegenoffensive ist für Aschermittwoch geplant.
ssi; Foto oben links (H. Weinandt): Neue Machthaber von Koblenz bei der Patrouille; Foto rechts oben: Machtdemonstration: "Narren" halten eine Militärparade mit schwerem Panzerfahrzeug ab; Foto links unten: Haben die Macht in Köln an sich gerissen: Prinz, Bauer und Jungfrau; Foto rechts unten: Sollen ab Mittwoch zurückschießen: Bundeswehreinheiten sammeln sich für Reconquista.

Sonntag, 14. Februar 2010

Das Wort zum Sonntag (61)

Kommentar:
Der Postillon stellt sich voll und ganz hinter Deutschlands Chefdiplomaten Guido Westerwelle. Er schreibt in der Welt unter anderem:
Die Mittelschicht in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren von zwei Dritteln auf noch gut die Hälfte der Gesellschaft geschrumpft. Damit bröckelt die Brücke zwischen Arm und Reich. Eine Gesellschaft ohne Mitte fliegt auseinander, und der Politik fliegt sie um die Ohren.
Richtig: Jeder Physiker weiß, dass bröckelnde Brücken zwischen Arm und Reich nur so lange von zwei Dritteln auf die Hälfte schrumpfen können, bis die Gesellschaft ähnlich einer Brückenbröckel-Schrumpfbombe auseinander fliegt, während die Fetzen der offensichtlich nicht zur Gesellschaft gehörenden Politik um die Ohren fliegen. Deshalb sind jene Menschen, die in anstrengungslosem Wohlstand und Dekadenz befächert von kastrierten Steuerzahlern in ihren Hartz-IV-Palästen leben, auch kein gutes Vorbild. Dabei muss doch gerade die Jugend lernen, dass Leistung keine Körperverletzung ist - wenn's sein muss auch mit Gewalt.
Mit Hartz-IV-Empfängern hat Leistungsträger Guido Westerwelle nur eines gemein: Beide leben auf Kosten des Steuerzahlers.
ssi

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Samstag, 13. Februar 2010

1.000 gute Gründe, Dresden nur noch dieses eine Mal zu bombardieren, marschieren in Dresden auf

ssi; Foto (Antifaschist): Verlockend: 1.000 auf einen Streich.

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Links! Zwo! Drei! Vier! (22)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Guido Westerwelle hat unter Verwendung falscher Zahlen behauptet, die derzeitige Hartz-IV-Politik lade zu spätrömischer Dekadenz ein. Spiegel-Kolumnist Daniel Haas lässt aus gegebenem Anlass die antike Tragödie wieder aufleben: So dekadent ist Hartz IV! Außerdem passend zum Thema: Narragonien, PPQ.
2. Die sogenannten "Manmercials" für die Duschgelserie von Old Spice haben einen eigenen YouTube-Kanal und sind zum Teil herrlich absurd. Besonders empfehlenswert: Different Scents For Different Gents, The Man Your Man Could Smell Like, Did You Know? oder Arm vs. Arm.
3. Der Postillon begrüßt einen neuen Konkurrenten am Online-Nachrichtenmarkt. Der erst 1873 gegründete Berliner Herold hat sich endlich entschlossen, ans Netz zu gehen.
4. Aus den Kommentaren von Links234 (21): Wer Chuck Norris für hart hält, der kennt den indischen Action-Helden Chiranjeevi noch nicht. Unfassbares Video, in dem alle vorkommenden Tiere und Menschen verletzt wurden:


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ssi

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Donnerstag, 11. Februar 2010

Medizinische Studie beweist: Taliban offensichtlich Menschen

Kabul (dpo) - Im Rahmen einer medizinischen Studie im Auftrag von ISAF hat ein internationales Ärzteteam einen im Gefecht gefangenen Taliban bei lebendigem Leib seziert und dabei bahnbrechende neue Erkenntnisse gewonnen.
"Eigentlich haben wir das Taliban-Männchen nur seziert, weil wir nach Schwachstellen gesucht haben, die unsere Truppen ausnutzen könnten", erklärte Dr. Malte Lenz, der Leiter der anatomischen Studie bei einer Pressekonferenz. "Durch unsere Untersuchung haben wir jedoch eine ganz andere, weitaus interessantere Erkenntnis gewonnen: Taliban sind offensichtlich Menschen."
Erstmals seien Lenz und sein Team stutzig geworden, als sie bei der Öffnung der Bauchdecke ihres Forschungsobjekts dieselben Organe vorfanden wie bei Europäern oder Amerikanern. Auch andere körperliche Merkmale wie Knochenbau, Blutkreislauf und das Gehirn wirkten menschlich. "Offensichtlich haben wir im Westen uns bislang von Bart, fremder Sprache und religiösem Fanatismus in die Irre führen lassen", so Lenz.
Gentests sollen jetzt letzte Gewissheit bringen. Allerdings würde die Menschlichkeit von Taliban erklären, warum sie derartig anfällig gegen übertrieben heftige Luftschläge, Folter, Drohnenangriffe und Gewehrkugeln sind.
ssi; Fotos: So fremd sie auch wirken mögen, sie scheinen doch Menschen zu sein: Taliban.

Afghanistan im Postillon-Archiv:
Regierung plant schrittweisen Bundeswehrabzug aus Deutschland
Rücksichtsloser Einsatz Guido Westerwelles gegen Afghanistan
Was erwartet uns noch alles in der Kunduz-Affäre? - Ein Ausblick
Neue Taktik: Bundeswehr stabilisiert Afghanistan aus der Luft
Deutscher Soldat froh, nicht im Krieg, sondern bei Stabilisierungseinsatz gestorben zu sein
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Newsticker (49)

++++ Hohe Durchfallquote: 9 von 10 Schreinerlehrlingen verkacken bei Stuhlprobe ++++
++++ Wäscherei: defekte Wäschemangel schuld am Wäschemangel ++++
++++ Sozial: Feuerwehr gründet Brandstiftung für Pyromanen ++++
++++ Stellenanzeige: Viehdiebin sucht Partner zum Pferde stehlen ++++
ssi, hal (#1,2)

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Mittwoch, 10. Februar 2010

S/M-Praktiken werden immer häufiger auf dem Rücken der Kunden ausgetragen

aaw; Foto (S. Pinkie): Demütigend: S/M-Kunde fühlt sich schlecht behandelt.

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Bauchredner trennt sich von Bühnenpartnerin

Köln (dpo) - Der beliebte Bauchredner Leopold Zaffini hat sich von seiner langjährigen Bühnenpartnerin Emma getrennt. Grund dafür, so Zaffini, seien künstlerische Differenzen.
"Ich konnte ihr kindlich naives Gefasel einfach nicht mehr ertragen", klagte der Kabarettist. "Emma fiel mir ständig ins Wort, ließ mich nie ausreden." Außerdem habe sie Schimpfwörter verwendet, die er nie in den Mund genommen hätte.
Während Zaffini bereits die nächste Tournee mit seinem neuen Partner, einem großen grauen Vogel namens Bubu, plant, hat die nur 70 Zentimeter große Emma die Trennung offensichtlich nicht so gut verkraftet. Sie liegt seitdem in einer Ecke und rührt sich nicht.
ssi; Foto oben: Das Verhältnis war schon lange sichtbar getrübt: Emma und Zaffini; Foto rechts: Gilt als seriöser Künstler: Neuer Partner Bubu.

Puppen im Postillon-Archiv:
Vorsicht, Krokodil!
15 VW-Wissenschaftler festgenommen - Polizei verhindert Massenmord

Dienstag, 9. Februar 2010

Hartz-IV-Urteil in Karlsruhe: So reagierten die Parteien

Karlsruhe, Berlin (dpo) - Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die bisherige Berechnung der Hartz-IV-Sätze gegen das Grundgesetz verstößt. Unter anderem bemängelten die Verfassungsrichter, dass ein kinderspezifischer Bedarf überhaupt nicht ermittelt werde. Die Festsetzung des Sozialgeldes für Kinder auf 60 Prozent der Erwachsenen muss daher höchstwahrscheinlich angehoben werden.
Der Postillon
dokumentiert, wie die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf diese Entscheidung reagierten:

FDP: Die Liberalen zeigten sich erwartungsgemäß enttäuscht von dem Beschluss. "Wenn wir die Hartz-IV-Sätze für Kinder anheben, dann schaffen wir völlig falsche Anreize für die Blagen", teilte Generalsekretär Christian Lindner dem Postillon mit. Seine Partei befürchte, dass Hartz-IV-Sprösslinge keinen Grund mehr dafür sehen, ihre Eltern zur Arbeitsaufnahme zu bewegen. Folge: Die Kinder werden faul und wachsen in der falschen Annahme heran, ganz normal zu sein.

CDU/CSU: Auch bei der Union hält sich die Begeisterung derzeit in Grenzen. Allerdings forderte Philipp Mißfelder, Bundesvorsitzender der Jungen Union, dass eine Erhöhung der Hartz-IV-Zuwendungen ausschließlich in Form von Alkohol- und Tabakgutscheinen ausgezahlt werden sollte. Mißfelder: "Sonst merken die Faulpelze noch, dass es gar nicht so viele offene Stellen wie Arbeitslose gibt."

SPD: Die Sozialdemokraten begrüßten die Entscheidung des BGV. "Endlich wird dieses unsoziale Gesetz, das einzig und allein dazu dient, die Verhältnisse zu zementieren, nachhaltig verbessert", erklärte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel erleichtert. "Wer auch immer die menschenverachtenden Hartz-Gesetze ab 2003 gemeinsam mit den Grünen eingeführt hat, sollte sich in Grund und Boden schämen."

Die Grünen: Die Grünen nahmen die Entscheidung der Verfassungsrichter positiv auf. "Wir freuen uns, dass es Hartz-IV-Kindern und Familien bald besser gehen wird", vermeldete der frisch aus der Babypause zurückgekehrte Parteivorsitzende Cem Özdemir. "Endlich hat der Nachwuchs von Hartz-IV-Empfängern bessere Bildungschancen - selbstverständlich auf anderen Schulen als unsere eigenen, bürgerlichen Kinder."

Die Linke: Die Linke war für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar. Sie hat sich sofort nach der Verkündung des Urteils aufgelöst.

ssi; Fotos von oben nach unten: Lindner, Mißfelder (Jaquez), Gabriel (Agência Brasil), Özdemir (WurmPaul).

Narragonien zum Thema:
Pressespiegel: Hartz-IV-Sätze sind verfassungswidrig

Reggae-DJ für Polizeiball gesucht

Berlin (dpo) - Am Samstag findet der jährliche Polizeiball in Berlin statt. Das Programm sieht stimmungsvolle Tanzmusik in den frühen Abendstunden vor.
Laut Pressestelle suchen die Organisatoren allerdings noch einen Reggae-DJ für jüngere Gäste, die bis in die frühen Morgenstunden feiern wollen. Zu diesem Zwecke habe man bereits eine Rastafahndung eingeleitet.
ssi; Foto (J. Stephens): Arbeiten häufig schwarz: Reggae-DJs.

Polizeigeschichten im Postillon-Archiv:
Dreister Einbrecher gesucht
Geißeldrama auf der Reeperbahn
Exzellentes Marihuana sichergestellt
Hamburger Dom fordert erste Opfer
Maddie und Deuser
Polizei beraubt
Phantombildzeichner gesucht

Montag, 8. Februar 2010

Tonleiter zusammengebrochen

Kaiserslaute (dpo) - Ganz schön f#. Als der Dirigent Karl Pelle nach einem Konzert quietschfidel nach Hause kam, kanonte er seine Notenschlüssel nicht mehr finden. Kurzerhand versuchte er, mithilfe einer Tonleiter über den Balaleikon in sein Haus zu gelangen. Doch schon nach einem Halbtonschritt brach die Tonleiter und Pelle viol ine Gartenteich refrain. In seiner Note rief er soloange "Harfe! Harfe!" und machte Terz im Akkord, bis die Feuerwehr den zithernden Mann schließlich quartettete. Fagott sei Dank!
ssi; Foto: Die zerbrochene Tonleiter liegt immer noch im Wasser: Unfallschauplatz.

Wortspielerisches aus dem Postillon-Archiv:
Papale Panne
Strickbetrüger gefasst
Saftlose Zitronenhälfte sieht sich als Presseopfer
Dreharbeiten mehrfach unterbrochen
Multivitamindesaster

Union fordert mehr Männer als Gleichstellungsbeauftragte

Berlin (dpo) - Von wegen Geschlechtergerechtigkeit: Eine kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Ralph Borner (CDU) hat ergeben, dass bundesweit 100% aller Gleichstellungsbeauftragten in Betrieben und Behörden weiblich sind.
"Das ist ein Skandal", erklärte Borner anschließend gegenüber dem Postillon. Männer könnten mindestens genauso gut wie Frauen die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern und durchsetzen. Borner ist überzeugt: "Durch ihre kühle Logik und die Fähigkeit zum abstrakten Denken sind Männer sogar die bessere Wahl für diese Aufgabe." Frauen hingegen seien - wie jeder wisse - ohnehin ausschließlich von Hormonen und Emotionen getrieben.
Borner und seine Parteikollegen planen, noch in den kommenden Wochen einen Gesetzentwurf einzubringen, der die Schaffung eines neuen Amtes vorsieht: Ein Gleichstellungsbeauftragtengleichstellungsbeauftragter soll in Zukunft darüber wachen, dass der Posten des/der Gleichstellungsbeauftragen zu mindestens 50% männlich besetzt wird.
ssi; Foto: Soll das Gleichgewicht der Geschlechter symbolisieren: völlig überflüssige Waagengrafik mit Mars- und Venussymbol.

Gender-Mainstreaming im Postillon-Archiv:
Was ist los in deutschen Schlafzimmern?
Trend zur Weiblichkeit
Gab es eine geheime Fußball-EM der Frauen?

Sonntag, 7. Februar 2010

Das Wort zum Sonntag (60)

Kommentar:
Angela Merkel weiß: Wer AB sagt, muss auch CD kaufen. Aber: Handelt die Regierung hier rechtmäßig oder nur recht mäßig? Jeder 14-jährige Amoksäufer oder Komaläufer weiß doch, dass diese Steuersünder-CD einen Anachronismus darstellt - das letzte verzweifelte Aufbäumen einer mit Linksblinker und Lichthupe überholten Technologie, die ähnlich ihren Vorgängern Grammophon, VHS und MusiCassette langsam auf dem Standstreifen der Geschichte ausrollt. Längst ist bekannt, dass sich selbst auf einer ebenfalls schon wieder veralteten DVD deutlich mehr illegale Kontodaten speichern lassen - und das bei besserer Klang- und Bildqualität (Stichwort HD!). Der nächste Datenträger sollte also mindestens eine Blu-ray Disc sein. Ansonsten kann man es gleich lassen.
ssi

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 6. Februar 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (21)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Nach einer Pause von rund 9 Monaten (Schwangerschaftspause?) hat sich narragonien.de endlich wieder zurückgemeldet und bringt ab sofort wieder Satire aus dem Land der Narren. Der Postillon begrüßt das, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.
2. Auf gneborg.org kann man sich schon mal auf die Karnevals-/Faschingszeit vorbereiten. Die Fotoserie "Animaux" zeigt, wie man sich auch mit einfachsten Mitteln erfolgreich verkleiden kann.
3. In diesem Monat feiert Photoshop seinen 20. Geburtstag. Ein guter Anlass, auf einige der legendärsten Photoshoparbeiten des Postillons hinzuweisen: Neuer Trend: Stunthochradfahren, Partyverbot für Großkatzen, Oh Schreck! Seiltänzer verliert die Ballons, Großer Regentanz wegen schlechten Wetters abgesagt, Pfui Spinne! Currywurst wird 60 Jahre alt, Reisewarnung für Balkonien, Iran feiert Fortschritte bei Atomprogramm oder Bilderrätsel (2). Ähnlich Gutes findet man auf Photoshop Disasters.
4. Der Postillon rät: Hände weg von Drogen und wenn Drogen, dann wenigstens Hände weg vom Steuer! Sich anzusehen, wie jemand anderes versucht, unter Einfluss von Aztekensalbei Auto zu fahren, kann allerdings durchaus unterhaltsam sein (Vorsicht Katze!):


Alle Links234s auf einen Blick:
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Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Freitag, 5. Februar 2010

Deutsche zahlen Millionen für Schweizer CD mit verbrecherischen Inhalten

ssi; Foto: Stürzt viele Deutsche ins Unglück: CD aus der Schweiz.

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Donnerstag, 4. Februar 2010

Aufmerksamkeitsspanne bei Zeitungsartikeln kurz

München (dpo) - Eine Studie des statistischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des Postillons hat ergeben, dass die Aufmerksamkeit beim Lesen von Zeitungsartikeln spätestens ab dem zweiten Absatz stark nachlässt.
Während 99% der Studienteilnehmer den ersten Absatz lasen, da ebendort auch die wichtigsten Informationen zu finden seien, widmeten sich nur 42% mindestens noch dem zweiten Absatz.
"Bis zum dritten Absatz eines Zeitungsartikels blieben nur schlappe 12% der Leser am Ball", so Prof. Heinz Viager, der Leiter der Studie. "Und den vierten Absatz führten sich nur noch rund 1% zu Gemüte. Da könnte man genausogut Blindtext drucken, wenn man seine Zeitung möglichst billig füllen möchte."
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ssi; Foto: Einer von Hundert, der sich nur die Bilder anguckt.

Wissenschaftliche Studien im Postillon-Archiv:
Britische Wissenschaftler können den G-Punkt nicht finden
Neue Studie: Alte Römer sagenhaft reich und handwerklich ungeschickt
Studie: Indianer kennen doch Schmerz
Mangelnder Wahrheitsgehalt endlich belegt
Tödlicher Medikamentenversuch
Neue Studie: Säuglinge sind manisch-depressiv
Der Fisch bremst
Komasaufen nicht so schlimm
Regenbogenmythos entzaubert

Mann mag neue Jacke nicht

ssi; Foto: Sitzt, wärmt und schmückt nicht so wie sie soll: Neue Jacke.

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Mittwoch, 3. Februar 2010

Folgen des haitianischen Erdbebens in Deutschland kaum noch zu spüren

Port-au-Prince, Haiti (dpo) - Endlich gute Nachrichten aus Haiti! Fehlenden Medienberichten zufolge hat sich Haiti nahezu vollständig von dem schweren Erdbeben am 12. Januar 2010 erholt.
Schon seit Tagen erreichen Deutschland kaum noch schlechte Nachrichten aus dem einst bitterarmen Karibikstaat. "Haiti ist aus den Medien verschwunden", erklärte Prof. Klaus Richter von der Deutschen Katastrophenhilfe gegenüber dem Postillon. "Das bedeutet, dass dort wohl alles wieder in Butter ist und wir unsere Hilfsbemühungen bald einstellen können." Das merke man auch daran, dass nichts mehr von geborgenen Überlebenden mehr zu hören sei.
Auch Tina Müllermeier vom Deutschen Roten Kreuz glaubt, die öffentliche Diskussion würde sich kaum darum drehen, ob man eine CD mit Steuersünderdaten kaufen solle, wenn es den Menschen in Haiti immer noch schlecht ginge. Müllermeier ist außerdem überzeugt, dass "Ein Herz für Kinder" sicher noch eine zweite große Spendengala schmeißen würde, wenn in dem kürzlich noch schwer gebeutelten Land nicht alles wieder in Ordnung wäre.
Haiti, das kurz nach dem schweren Erdbeben als ein von der Weltgemeinschaft vergessenes Land bezeichnet wurde, das keinesfalls wieder vergessen werden darf, ist damit die erste Nation, die von einem Erdbeben und einem zweiwöchigen Medienhype gerettet wurde.
ssi; Foto rechts (Logan Abassi): Höchstwahrscheinlich wieder aufgebaut: Haitianischer Präsidentenpalast kurz nach dem Erdbeben; Foto links: Können sich langsam wieder zurückziehen: Internationale Helfer.

Haiti im Postillon-Archiv:
al-Qaida übernimmt Verantwortung für Erdbeben in Haiti

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