Newsticker

Mittwoch, 30. Juni 2010

Heldenhafter Goldfisch rettet Besitzer aus brennendem Haus

ssi; Foto: Zog seinen bewusstlosen Besitzer aus dem Arbeitszimmer im zweiten Stock bis in den Garten: heldenhafter Goldfisch (führt gerade Herzdruckmassage durch).

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Dienstag, 29. Juni 2010

Das große Postillon-ABC zur Bundespräsidentenwahl

Berlin (dpo) - Am Mittwoch, dem 30. Juni 2010, wird ein neuer Bundespräsident gewählt. Viele fragen sich daher, warum, wann, wer, wie oft und vor allem was hat das mit Fußball zu tun? Der Postillon erklärt seinen Lesern exklusiv und alphabetisch geordnet die wichtigsten Aspekte des großen Politspektakels:

Abstimmung, geheime: Die Abstimmung ist derartig geheim, dass viele Wahlmänner und -frauen selbst nie erfahren, für wen sie gestimmt haben.

Bundesversammlung, die: Zweitunwichtigstes Verfassungsorgan der Republik, dessen einzige Aufgabe es ist, den Bundespräsidenten, das unwichtigste Verfassungsorgan der Republik, zu wählen. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Politikern, Prominenten und mehreren dressierten Schimpansen.

Demokratie, die: Prinzip, das nichts, aber auch gar nichts mit der Wahl zum Bundespräsidenten zu tun hat.

Fähren, die: 187 Fähren konnten in der Zeit seit Köhlers Rücktritt nicht getauft werden und warten darauf, dass sein Nachfolger sie abarbeitet. Auf zahlreichen uneröffneten Festbanketten ist sogar bereits das Essen verdorben.

Gauck, Joachim: Wurde nach der legendären Gauck-Behörde benannt, in der er am 3. Oktober 1990 geboren ist. Wird von Netzaktivisten dafür geliebt, dass er von Netzaktivisten geliebt wird.

Jochimsen, Luc: Hat auch irgendetwas mit der ganzen Sache zu tun (evtl. Catering).

Köhler, Horst: Vorheriger Amtsinhaber: Trat zurück, nachdem Journalisten und Politiker sein Amt beschädigten, indem sie ihm unterstellten, er befürworte Militäreinsätze aus wirtschaftlichen Gründen, nachdem er sich selbst beschädigte, indem er Militäreinsätze aus wirtschaftlichen Gründen befürwortet hatte.

Mittwoch, 30. Juni: Wie es der Zufall (Lammert) will, findet an diesem Tag kein WM-Spiel statt.

Reichstagsgebäude, das: Hier tritt die Bundesversammlung zusammen. Das Reichstagsgebäude leidet schon seit über einem Jahrzehnt unter Parasitenbefall (Bundestag) und wurde deswegen leider vier Jahre zu früh sogar für zwei Wochen vollständig verhüllt und ausgeräuchert.

Rennicke, Frank: NPD-Anwärter auf das Amt des Bundespräsidenten. Wäre schon einmal beinahe ertrunken, weil er die Oder-Neiße-Linie nicht anerkennt.

Twitter: Via Twitter wird der Bundespräsident traditionell vorab bekannt gegeben.

Volk, das: Obwohl es den Bundespräsidenten nicht wählen darf, ist er beim Volk in der Regel unglaublich beliebt - unabhängig von Kompetenz, geistiger Wendigkeit oder Charisma (sog. "Köhler-Paradoxon"). Dasselbe galt übrigens für Außenminister vor Westerwelle.

Wulff, Christian: Kandidat von CDU und FDP. Exzellenter Händeschüttler, Abnicker. Behält seinen Posten als Ministerpräsident von Niedersachsen nur deshalb bis er gewählt ist, weil er von seinem Sieg so überzeugt ist.

ssi; Fotos: Wulff (Martina Nolte, Creative Commons by-sa 3.0 de); Reichstagsgebäude (Mattern); Köhler (Brasil); Gauck (Thoma); Schimpanse (Lersch)

Artikel zum Rücktritt und Wirken von Horst Köhler:
Köhler fehlt für Südafrika: Ein sportlicher Nachruf
Unser Star für Bellevue: Raab castet den nächsten Präsidenten
Gerettet! Horst Köhler beinahe sechs Monate unter Aktenberg begraben
Berliner Rede des Bundespräsidenten von Frankfurter Gürteltieren ausgebootet

Newsticker (78)

++++ Religion: Immer mehr Fliegen sind in Sekten ++++
++++ Letzter Wunsch: Staubsaugervertreter will, dass seine Asche auf den Teppichen von potentiellen Kunden verstreut wird ++++
++++ Lebensretter: Pistolenkugel in Brusttasche lenkt geworfene Bibel ab ++++
++++ Voll fett: Ghetto-Bauer erntet Gangsta-Raps ++++
++++ Bewusstlosigkeit vorgetäuscht: Patient will Anästhesisten nicht enttäuschen ++++
ssi

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Montag, 28. Juni 2010

ISAF gelingt weiterer Schlag gegen internationalen Zivilismus

Kabul (dpo) - Soldaten der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan ist offenbar ein weiterer Schlag gegen den weltweiten Zivilismus gelungen. Nach Berichten der örtlichen Polizei konnten ISAF-Truppen acht Zivilisten im Süden des Landes stellen und unschädlich machen.
"Diese Männer waren eindeutig in zivilistische Aktivitäten verwickelt", erklärte ein ISAF-Sprecher. "Hätten wir nicht auf der Stelle zugeschlagen, wären sie aus Frust über die vielen Opfer unter Zivilisten bei unserer Mission bald zu den Taliban übergelaufen. Oder sie wären bei einem späteren ISAF-Angriff gestorben, was wieder für negative Schlagzeilen gesorgt hätte."
Die guten Nachrichten reißen indes nicht ab, denn die Gesamtzahl der Zivilisten in Afghanistan sinkt immer weiter. Sobald der letzte Zivilist besiegt oder zu den Taliban übergelaufen ist, kann der Rückzug beginnen, da es niemanden mehr zu beschützen gibt - so das Kalkül. Dann könnte sich die NATO auch endlich anderen Ländern widmen, in denen Zivilisten nach wie vor ihr Unwesen treiben.
ssi; Foto: Stellen bald keine Gefahr mehr für ISAF-Soldaten dar: afghanische Zivilisten.

Afghanistan im Postillon-Archiv:
Von FDP und Guttenberg geforderte Verwundetenabzeichen existieren bereits
Bundesregierung will Deutschlands Freiheit künftig auch auf dem Mond verteidigen
Regierung plant schrittweisen Bundeswehrabzug aus Deutschland
Medizinische Studie beweist: Taliban offensichtlich Menschen
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Beweisfoto aufgetaucht: Ball kam vor der Linie auf

(via); Foto: Beendet alle Debatten über einen eventuellen Ausgleichstreffer durch England: Beweisfoto.

Mehr zur WM:
Johannesburger WM-Rasen von weinenden Italienern ruiniert
Englische Nationalmannschaft besucht Waisenhaus
Nordkorea feiert ruhmreichen 1:0-Sieg über Brasilien
Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören
"Die FIFA hat mein Leben zerstört!": Goleo VI und Pille im Interview

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Sonntag, 27. Juni 2010

Das Wort zum Sonntag (77)

Kommentar:
Sie werden sich denken: Worin liegt der Sinn, an einem Sonntag, an dem Deutschland um den Einzug ins Viertelfinale spielt, einen Kommentar zu schreiben? Den liest doch heute ohnehin niemand. Doch das Gegenteil ist richtig, immerhin lesen Sie ihn ja gerade. Damit sollten alle Kritiker eines Kommentars am Spieltag ein für alle Mal in ihre Schranken gewiesen sein. Gut so!
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 26. Juni 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (38)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Wirklichkeit ist oft besser als jede Satire. Folgende E-Mail erhielt die Postillon-Redaktion gestern (zur Vergrößerung anklicken - man beachte die professionelle Unkenntlichmachung des Namens): Mit einer etwas längeren Aufmerksamkeitsspanne wäre R. vielleicht gar bis zu den beiden letzten Absätzen vorgestoßen. - In die Rubrik "Leichtgläubige Leser" passt auch diese bereits etwas ältere Forumsdiskussion bei NintendoFire zum Postillon-Artikel "Internet wird am Montag abgeschaltet"
2. Während der WM wird einfach alles gemeldet, was mit Fußball zu tun hat. So auch diese "Nachricht" der Agentur Reuters: Tintenfisch Paul tippt auf Sieg Deutschlands gegen England
3. Die taz berichtete in dieser Woche von der Machtergreifung der Medien: "Ein Akt nationaler Notwehr"; vielleicht kann Kai Diekmann dann auch endlich etwas gegen diese unverschämten Roaming-Gebühren im Ausland unternehmen...
4. Sollten Videospielklassiker von klassischen Instrumenten begleitet werden? Aber ja doch!


Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 25. Juni 2010

Johannesburger WM-Rasen von weinenden Italienern ruiniert

Ruinieren den WM-Rasen: Cannavaro (l.) und Quagliarella
Johannesburg (dpo) - Muss das WM-Achtelfinale zwischen dem Sieger der Gruppe G und dem Zweiten der Gruppe H am Montag anderswo stattfinden? Einem FIFA-Sprecher zufolge ist der Rasen im Ellis-Park-Stadion in Johannesburg nach dem Spiel Italien gegen die Slowakei, in dem die Squadra Azzura mit 2:3 ausschied, in desolatem Zustand.
Schuld daran sind nach ersten Analysen die Tränen des amtierenden Weltmeisters, die vergossen wurden, als feststand, dass das Turnier für Italien nach der Gruppenphase zu Ende ist.
"Tränen haben einen hohen Salzgehalt und sind Gift für alles, was wächst", erklärte ein Botaniker gegenüber dem Postillon. "Als die Italiener nach ihrer Niederlage begannen, enthemmt zu weinen, tränkten sie den Rasen förmlich mit ihrem Augensekret. Man kann genau sehen, wo einzelne Italiener trauerten - dort sind ganze Rasenstücke verwelkt."
Erschwerend hinzu kam, dass der Platz bereits stark strapaziert war, bevor die Männer im blauen Trikot weinten. Während des Spiels waren Italiener nämlich immer wieder ohne gegnerischen Kontakt gestürzt, wobei sie das empfindliche Grün quetschten.
"Das ist unsportlich und eines amtierenden Weltmeisters nicht würdig", protestierte Mbila Mbeki, der Platzwart des Ellis-Park-Stadions. "Das Verhalten der Italiener erinnert an die Kriegstaktik der 'verbrannten Erde'."
Sollte das Match am Montag doch stattfinden können, so hofft Mbeki, dass nicht ausgerechnet Portugal und Spanien - ebenfalls sehr emotionale Teams - in Johannesburg um den Einzug ins Viertelfinale spielen. Egal, wer gewinnt, die Tränen der Verlierer würden dem Platz definitiv den Rest geben.
ssi; Foto rechts: In desolatem Zustand: tränengetränkter WM-Rasen mit Salzablagerungen; Foto links: Wurde auch im zweiten Weltkrieg angewandt, damit der Feind nach einem Rückzug nichts mehr vom eroberten Gebiet hat: Taktik der verbrannten Erde.

Mehr zur WM:
Englische Nationalmannschaft besucht Waisenhaus
Nordkorea feiert ruhmreichen 1:0-Sieg über Brasilien
Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören
Stimmen zum WM-Auftakt
"Die FIFA hat mein Leben zerstört!": Goleo VI und Pille im Interview

Donnerstag, 24. Juni 2010

Elefantendiebstahlserie erschüttert Münster

Leichtsinnig: Diese beiden Elefanten wurden von ihren Besitzern am Marktplatz ungesichert abgestellt.
Münster (dpo) - Mark (25) ist verzweifelt. Heute Morgen hatte er seinen Elefanten vor der Uni abgestellt. Als er zwei Stunden später aus der Vorlesung kam, war er weg. Gestohlen.
"Das ist schon der dritte Elefant, der mir geklaut wurde, seit ich in Münster studiere", klagt der enttäuschte Germanist gegenüber dem Postillon. "Das kann doch nicht sein. Diesmal habe ich ihn sogar mit einem Seil gesichert."
Marks einziger Trost ist, dass er seinen Elefanten damals gebraucht gekauft hat, denn die Chancen, ihn wieder zu bekommen, stehen bei einer Aufklärungsquote von gerade einmal 25 Prozent denkbar schlecht.
Mark ist kein Einzelfall: Die Universitätsstadt Münster kämpft bereits seit Jahren mit einer wahren Elefantendiebstahlserie. Schuld daran sind laut Münsteraner Polizei einerseits gut organisierte Banden, die in Münster gestohlene Dickhäuter in anderen deutschen Städten oder in Osteuropa weiterverkaufen; andererseits scheuen sich bestohlene Studenten oft selbst nicht mehr davor, den Elefanten eines Komilitonen zu entwenden und setzen so einen wahren Teufelskreis in Gang.
Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) sieht bislang jedoch keinen Handlungsbedarf: "In einer Stadt, in der es wegen der vielen Studenten derartig viele Elefanten gibt, werden naturgemäß auch mehr Elefanten gestohlen." Eine Aufstockung des ermittelnden Personals ginge laut Lewe zu Lasten des Steuerzahlers und bringe kaum etwas.
Derartig von der Politik alleingelassen bleibt umweltbewussten Menschen, die lieber auf Elefanten als auf Autos zurückgreifen, nur noch die Möglichkeit, künftig den Rat der Polizei zu befolgen: Elefanten immer an Laternenpfählen o.ä. anketten, keine billigen Schlösser benutzen oder den Dickhäuter am besten gleich im Hausflur abstellen.
ssi; Foto links: Ist traurig, dass ihm schon wieder sein Elefant gestohlen wurde: Student Mark; Foto rechts: So geht's richtig: Student kettet Elefanten in einem Brunnen fest.

Tiere im Postillon-Archiv:
Frühling zu kühl: Bundesregierung muss fünf Tonnen Stechmücken importieren
Bahn räumt Zugvogelproblem ein
Wiesbadenerin von Hai attackiert
Internationale Raumstation ISS von Marder terrorisiert
Reißwolfsrudel machen Lausitzer Großraumbüros unsicher
Wildschweine verwüsten mehrere Webseiten
Grille sucht Liechtenstein heim
Nashörner legen Augsburger Innenstadt in Schutt und Asche

Newsticker (77)

++++ Meisterschaft im Geräteturnen abgesagt: Veranstalter hatten keinen Bock ++++
++++ Wieder gerade: Schönheitschirurg dreht krummes Ding ++++
++++ Stress: Kruzifixschnitzer macht drei Kreuze, wenn er Feierabend hat ++++
++++ Hilft gegen Schleimspuren von Kriechtieren: Schneckentempo ++++
ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 23. Juni 2010

Neue Aufklärungskampagne: "Koalition? Kenn dein Limit."

Berlin (dpo) - Klar, alles beginnt mit einem angenehm prickelnden Koalitionsvertrag: Man duzt sich und dann folgen erste gemeinsame Gesetzesrunden. In Maßen kann man eine Koalition genießen. Doch was passiert, wenn die Koalition zu lange dauert, wenn man nicht weiß, wann man genug hat? Dann kann die Lage schnell eskalieren.
Man muss wissen, wann man aufhört. Deshalb beteiligt sich der Postillon an der bundesweiten Aufklärungskampagne "Koalition? Kenn dein Limit.", in der Politiker dafür sensibilisiert werden sollen, nicht erst aufzuhören, wenn es bereits zu spät ist.
 jsi, ssi; Kampagnenmotiv (jsi): Alkohol? Kenn dein Limit.

Alle Artikel aus dem Politik-Ressort auf einen Blick:
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Dienstag, 22. Juni 2010

Studie: Wissenschaftler sind ideale Sexualpartner für attraktive Frauen

Sexuell überlegen: Wissenschaftler
Köln (dpo) - Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln haben heute erste Ergebnisse einer neuen Studie über Sexualität und Partnerschaft bekanntgegeben. Demnach sind männliche Wissenschaftler die idealen Sexualpartner für attraktive Frauen.
"Unsere Befunde sind eindeutig", erkärte Prof. Dr. Bernhard Winden, der Leiter der Studie, bei einer Pressekonferenz. "Während unattraktive Frauen am besten bei Machos, Bodybuildern und anderen Rowdys aufgehoben sind, sollten sich attraktive Frauen einen Wissenschaftler als Sexualpartner suchen – egal, wie er aussieht."
Die Studie, die laut Winden aufgrund ihres komplizierten Algorithmus für Laien nicht zu verstehen sei, belege deutlich, dass sich hinter den Brillen, Zahlenkolonnen und Büchern von Wissenschaftlern ausgezeichnete Liebhaber verstecken. Attraktive Frauen müssten nur auf sie zugehen.
Winden bot attraktiven, bei der Pressekonferenz anwesenden Frauen an, weitere Fragen im Anschluss "unter vier Augen zu klären".
 ssi

Weitere wissenschaftliche Meilensteine im Postillon-Archiv:
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Montag, 21. Juni 2010

Newsticker (76)

++++ Heiter bis sonnig: Angekündigter Regen entpuppt sich als Schauermärchen ++++
++++ Hahn im Korb: Damenbasketballspiel abgebrochen ++++
++++ Trickdieb: Max Mustermann wegen millionenfachen Scheckbetrugs gesucht ++++
++++ Industriespionage: Privatdetektiv schnüffelt in Klebstofffabrik ++++
ssi

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Englische Nationalmannschaft besucht Waisenhaus

Kapstadt (dpo) - Viele Teams der Weltmeisterschaft engagieren sich auch abseits des Rasens: Die englische Nationalmannschaft beispielsweise besuchte heute ein Waisenhaus in Kapstadt.
"Es ist schwer, ihre traurigen und hoffnungslosen Gesichter zu sehen", sagte der kleine Timmy (9) anschließend gegenüber dem Postillon.
(via); Foto: Konnten das Elend kaum ertragen: Waisenkinder aus Kapstadt.

Mehr zur WM:
Nordkorea feiert ruhmreichen 1:0-Sieg über Brasilien
Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören
Stimmen zum WM-Auftakt
"Die FIFA hat mein Leben zerstört!": Goleo VI und Pille im Interview

Sonntag, 20. Juni 2010

Unglaublich: Schwedin heiratet Schweden!

Stockholm (dpo) - Wer hätte das gedacht? Im schwedischen Stockholm haben am Samstag eine Schwedin (32) und ein Schwede (36) geheiratet.
"Es ist unglaublich", schwärmte einer der Schaulustigen, die zu Hunderttausenden nach Stockholm geströmt waren, um diesem außergewöhnlichen Ereignis beizuwohnen. "Offensichtlich haben sich diese beiden Menschen, mit denen uns persönlich nichts verbindet, dazu entschlossen, ihre Beziehung vertraglich zu fixieren. Ich bin unendlich gerührt."
Auch im Ausland seufzten Millionen Menschen aller erdenklichen Nationalitäten zufrieden, während sie die Trauung der Schwedin und des Schweden in Fernsehen, Radio und Internet verfolgten. "Dass ich das noch erlebe, dass zwei Schweden ausgerechnet in der schwedischen Hauptstadt Stockholm heiraten", freute sich etwa Sonja Pfulz aus Aue auf Anfrage des Postillons. "Allerdings finde ich schade, dass nicht auch die Hochzeitsnacht live im ZDF übertragen wird."
Nach der weltweiten Übertragung der Hochzeit der beiden Schweden dürfte zunächst wieder Ruhe einkehren - allerdings nur bis Montag, 14 Uhr: Dann nämlich wollen sich zwei weitere Schweden in der schwedischen Stadt Örebro standesamtlich das Ja-Wort geben.
ssi; Fotos (Prolineserver 2010, Wikipedia/Wikimedia Commons (cc-by-sa-3.0): Alter Schwede! Schwedin und Schwede beim Heiraten.

Weitere Prominews im Postillon-Archiv:
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Das Wort zum Sonntag (76)

Heute in Gedichtform:

Der Journalist

Die Männer in den Logen,
die haben mich betrogen.
Sie haben zwar Prestige,
doch korrupt ist ihre Riege.
Die Frauen in Korsagen,
die möcht' ich gar nicht fragen.
Sie tragen Haute Couture,
wie sonst 'ne Edelhure.
Ich aber trag' nur beige,
mein Cocktail geht zur Neige.
Drum verlass ich diese Soirée
und geh
zum Interview
nach Kiew.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 19. Juni 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (37)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Zwei böse Tauben wollen die Welt beenden. Das ist - stark verkürzt - der Inhalt des Webcomics Fredo & Pid'Jin, das vor schwarzem Humor, dämlichen Wortspielen und sexuellen Anspielungen nur so strotzt. Schmucke Beispielcartoons gibt's hier: Like Guns, Ball-istics, Stop me if I can, Ye Olde Virgin oder Wax Up. Mit Dank an alixundille für den Hinweis!
2. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtete am 11. Juni über eine JuLi-Aktion (Junge Liberale), bei der ein gewisser Markus Roth (angebl. Philosophiestudent, 29!) unter anderem ein Benotungssystem für Arbeitslose forderte. Als die JuLis Stuttgart anschließend auf ihrer Website dementierten, irgendetwas mit der Sache zu tun zu haben (auch Roth ist kein JuLi), nahm die "Stuttgarter Zeitung" den Ursprungsartikel vom Netz und brachte eine Gegendarstellung (in der sie sich selbst keiner Schuld bewusst sieht). Der Postillon hat geistesgegenwärtig den Ursprungsartikel gescreenshotet und findet, das riecht verdächtig nach einer Titanic-Aktion: Die Jungen Liberalen wollen Arbeitslose benoten - Teil 1 und Teil 2
3. Über ein halbes Jahr nach dem medialen Ausbruch der Schweinegrippe (siehe Kleinanzeige) lohnt es sich, noch einmal auf die Relikte dieser Seuche zu blicken. Auf Bild.de gibt es immer noch eine spezielle Schweinegrippeplattform, die einfach nur schräg wirkt, wenn man heute darin stöbert: Alles was Sie über die Schweinegrippe wissen müssen. Faszinierend ist auch der große Schweinegrippe-Ratgeber (z.B. "Der Infizierte sollte so gut wie möglich in der Wohnung isoliert werden. Tragen Sie Mundschutz, halten Sie zwei Meter Abstand zu Ihrem kranken Familienmitglied")
4. Was dachte der englische Torwart, als er das 1:1 gegen England kassierte? CollegeHumor weiß es: What the English Goalie Was Thinking (Video, englisch)

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ssi

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Freitag, 18. Juni 2010

Kleinanzeige: Große Mengen des Impfstoffs "Pandemrix" günstig abzugeben

28 Millionen Impfdosen "Pandemrix" für intramuskul. Injekt., wirks. gg. lebensgefährl. Pandemie Schweinegrippe umständeh. extr. günstig abzugeben (Neupreis rd. 200 Mio. €). Vielseitig einsetzb., z.B. als Poolbefüllung, Reinigungsmittel, Longdrink oder Massageöl. Rabatte bei Selbstabholung (Geundheitsministerium). Schnell zugreifen! Nur noch bis Dez. 2010 haltb.! Chiffre: H1N1
ssi

Die Schweinegrippe im Postillon-Archiv:
Ratgeber: Wie lasse ich mich erfolgreich gegen die Schweinegrippe impfen
Die WHO ist schuld, die Medien nicht
WHO: So überträgt sich die Schweinegrippe
Jetzt auch in Frankreich: Gallier hat Schweinegerippe

Donnerstag, 17. Juni 2010

Newsticker (75)

++++ Überfall: Punkräuber erbeuten zwei Sicherheitsnadeln, 4,73 Euro und eine Ratte ++++
++++ Geheimsprache: Prostituierte kommunizieren mittels Strichcodes ++++
++++ Das wird teuer: Star-Architekt baut Unfall ++++
++++ Drama in Augsburger Puppenkiste: Leben von querschnittsgelähmter Marionette hängt an einem seidenen Faden ++++
ssi

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Frühling zu kühl: Bundesregierung muss fünf Tonnen Stechmücken importieren

Berlin (dpo) - Der kühle Frühling in diesem Jahr hat schwerwiegende Folgen: Nachdem Insektologen bereits Anfang Juni warnten, dass sich Stechmücken bislang nicht ausreichend vermehren konnten, um im Juli und August in gewohnter Menge vorhanden zu sein, hat die Bundesregierung jetzt gehandelt.
Um den Engpass zu beheben, hat der Bundestag gegen die Stimmen von Teilen der Opposition beschlossen, fünf Tonnen Stechmücken aus stechmückenreichen Ländern in Asien und Mittelamerika zu importieren. "Wir haben Moskitos und Stechmücken aus Thailand und Vietnam sowie aus Mexiko bestellt, die in spätestens drei Wochen geliefert werden", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel und bestätigte, dass diese Menge ausreiche, den dezimierten heimischen Bestand zu stabilisieren.
Es ist vorgesehen, die fünf Tonnen Stechmücken in Containern auf die größten deutschen Städte zu verteilen und dann vor tausenden Schaulustigen freizulassen.
ssi; Foto rechts: Reichen nicht aus: heimische Stechmücken; Foto links (Martini171): In solchen Containern werden die dringend benötigten Stechmücken nach Deutschland gebracht.

Tiere im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 16. Juni 2010

Nordkorea feiert ruhmreichen 1:0-Sieg über Brasilien

Pjöngjang (dpo) - Große Freude in der Demokratischen Volksrepublik (Nord-)Korea! Mehr als zwei Millionen Menschen feierten den ruhmreichen Sieg der nordkoreanischen Nationalmannschaft über klar unterlegene Brasilianer, indem sie drei Stunden lang in Reih und Glied applaudierten.
"Den Brasilianern haben wir es gezeigt", so Wang Chon-Il, ein begeisterter Fußballfan gegenüber einem Postillon-Korrespondenten vor Ort. "Ich habe das ganze Spiel mit nordkoreanischem Kommentar gesehen. Es ist peinlich für Brasilien, dass sie gegen unser mächtiges Team nur zwei Abseitstore in der 55. und 72. Minute erzielen konnten." Chon-Il freut sich außerdem, dass Nordkorea die Entscheidung bereits in der regulären Spielzeit erzwingen konnte und nicht erst in der Verlängerung in schlechter Bildqualität, in der Nordkorea sonst seit Jahrzehnten mit immer dem gleichen Spielzug das Siegtor erzielt.
Nach der großartigen Vorstellung der Nationalmannschaft sind sich in Pjöngjang mittlerweile alle sicher, dass sich Nordkorea nach 1934, 1966, 1974, 1994, 1998 und 2006 zum siebten Mal den Weltmeistertitel holen wird.
ssi; Foto oben: Jubeln ihrer Mannschaft zu: euphorisierte Nordkoreaner; Foto rechts: Umarmten sich nach dem Spiel vor Freude, nicht noch höher verloren zu haben: geschlagene Brasilianer.

Mehr zur WM im Postillon-Archiv:
Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören
Stimmen zum WM-Auftakt
"Die FIFA hat mein Leben zerstört!": Goleo VI und Pille im Interview
Mann mit seltener Hautkrankheit und Hörnern freut sich schon auf WM
Köhler fehlt in Südafrika: Ein sportlicher Nachruf

Dienstag, 15. Juni 2010

Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören

Gütersloh (dpo) - Der 34-jährige Elektroinstallateur Sven B. aus Gütersloh kann die südafrikanische Fantrompete "Vuvuzela" nicht mehr hören. Schuld daran ist nach Meinung seines Ohrenarztes ein Hörsturz, den B. vor drei Jahren erlitt, als ein Silvesterböller neben ihm explodierte. "Ansonsten trug er keinen Schaden davon", so der Mediziner. Seitdem kann B., ein leidenschaftlicher Fußballfan, die Frequenz von Vuvuzelas offenbar nicht mehr wahrnehmen.
"Auch wenn mir alle sagen, sie hören bei jedem Spiel dieser WM ein permanentes Hintergrundgeräusch von zehntausenden Vuvuzelas, ich höre das nicht", sagt B. gegenüber dem Postillon. "Stattdessen klingen die Spiele für mich genauso wie immer - ich höre Fangesänge, Jubel, Pfiffe oder auch mal ein Raunen, wenn einem Spieler ein schöner Trick gelungen ist. Können Sie sich die WM ohne Vuvuzelas vorstellen?"
Sven B., für den aufgrund seiner Behinderung diese WM eine wie jede andere ist, findet das schade: "So wie diese Instrumente aussehen, erschallen aus ihnen bestimmt die lieblichsten Melodien."
ssi; Foto: Kann Vuvuzelas selbst aus nächster Nähe nicht mehr hören: Sven B. aus Gütersloh.

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Mann mit seltener Hautkrankheit und Hörnern freut sich schon auf WM
Köhler fehlt in Südafrika: Ein sportlicher Nachruf

Siehe auch:
Spiegelfechter: Nehmt dem Neger endlich die Tröte weg

Montag, 14. Juni 2010

Newsticker (74)

++++ Unheimlich: Geisterfahrer rast in Stauende ++++
++++ Volle Deckung: Hündin wirft Welpen ++++
++++ Kleinkind am Boden zerstört: Schäferhund zog Leine ++++
++++ Unpraktisch: Schöpfer des Himmels und der Erde nicht für Suppe geeignet ++++
ssi, lnk (#1, 3), jsi (#4)

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BP dreht teuersten Film aller Zeiten

London, Miami (dpo) - Ein Projekt des internationalen Energieunternehmens BP hat Blockbustern wie "Avatar", "Spiderman 3" und "Fluch der Karibik 3" den Rang als teuerster Film aller Zeiten abgelaufen. Experten gehen davon aus, dass der Film mit dem sperrigen Arbeitstitel "Live video link from the ROV monitoring the damaged riser" BP-Aktionäre bereits 65 Milliarden Pfund gekostet hat. Dabei sind die Dreharbeiten noch lange nicht abgeschlossen.
"Wir wissen nicht, wie lange wir drehen werden. Vielleicht bis in einer Woche, vielleicht noch einige Jahre", erklärte ein BP-Sprecher gegenüber dem Postillon. Außerdem bestätigte er, dass die hohen Kosten des mit nur einer Kamera gedrehten Films, der ohne Regisseur, Schauspieler, Maske, Schnitt und Drehbuch eher minimalistisch wirkt, aus einem einzigen Spezialeffekt resultieren: Dem täglichen Austreten von rund fünf Millionen Litern Erdöl.
Filmkritiker rechnen das ehrgeizige Projekt aufgrund der düsteren Stimmung und dem fehlenden Happy End zum Genre des "Film Noir", kritisieren aber das Fehlen eines Abspanns, in dem gewöhnlich folgende Worte stehen: "No Animals Were Harmed In The Making Of This Picture."
ssi; Foto rechts: Zeigt austretendes Öl: Szene aus "Live video link from the ROV monitoring the damaged riser"; Foto links: Höchst experimentell und düster: Weitere Szene aus "Live video link from the ROV monitoring the damaged riser"

Weitere Artikel zum teuersten Film aller Zeiten:
Katastrophe! BP-Ölpest erreicht Küstenabschnitt mit ringenden Frauen
Wird die Ölpest einfach weggesaugt? Bundesregierung schickt Guttenberg nach Florida

Weitere Filmnews im Postillon-Archiv:
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Sonntag, 13. Juni 2010

Das Wort zum Sonntag (75)

Kommentar (jetzt mit Vuvuzela):
ööööööööööööö Olé olé olémine! öööööööööööö Kaum haben die Spiele begonnen, öööööööööö endet die Wirklichkeit: ööööööööööö Öllecks hören auf zu sprudeln, ööööööööööööö Nahostkonflikte werden beigelegt, ööööööööööööööö Topmodels bleiben ungecastet, ööööööööööööö Sparpaketkritiker verstummen öööööööööööööööö und die Hungernden vergessen, ööööööööööööööö dass zu Spielen auch immer Brot gehört. öööööööööööööööö Scha-La-La-Lachhaft, öööööööööööö bei diesem Lärm zu kommentieren... öööööööööööööööööö Aber Vorsicht: ööööööööööööööööö Der Affe schält die Banane nur solange, bis die Schale weg ist und er das leckerleicht gebogene Innere laut schmatzend verputzen kann - anschließend vernascht er sein Weibchen von hinten. öööööööööööööööööööööööööööööööööööö
ssi; Cartoon: bob schroeder

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 12. Juni 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (36)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. ahoi polloi schaltet sich in den Bundespräsidentenwahlkampf ein und verschont weder Wulff noch Gauck.
2. Nichts für schwache Nerven: Die Cracked Columnists zeigen 5 Tierarten, die auf den ersten Blick niedlich wirken und sich dann als echte Monster entpuppen: 5 Loveable Animals You Didn't Know Are Secretely Terrifying (englisch)
3. Nichts für empfindliche Ohren: Malte Welding hat die grauenhaftesten WM-Songs 2010 zusammengetragen und kommentiert.
4. Was gibt es Abgedroscheneres, als zum Start der WM lustige Fußballszenen zu zeigen? Nichts? Na denn: Film ab!


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ssi

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Freitag, 11. Juni 2010

Stimmen zum WM-Auftakt

Johannesburg (dpo) - Heute beginnt die Fußball-Weltmeisteschaft. Der Postillon hat versucht, die Stimmung einzufangen und dafür im ganzen Land ganz normale Leute befragt, was sie sich von der WM erhoffen.

Tina (18), Hannover: "Ich hoffe, das wird eine Friedriche WM mit fanTaşçıschen Spielen."


Herbert (47), Essen: "Gom, ez nicht! Ich hocke gerade in meinem Badstuber und will mich dann mit meinem Po dolski aufs Klosetzen."


Carsten (27), Berlin: "Flick finde den Jansen Fußball eher Lahm. Trochowski seh ick mir Marindestens det Finale an. Da drück ick mal ein Aogo zu."


Kathleen (41), Frankfurt: "Die Spannung ist kaum zu Schweinsteigern! Ich Bierhoff, dass es '02 und '06 am Bal lack und unsere Jungs diesmal ganz Kroos raus kommen."


Hannes (39), Stuttgart: "Ö zilassen mich besser in Ruhe mit dem Müll, er stens: Wiese sehn hab ich zu tun. Zweitens: Muss ich hier Neuer Pflastersteine in den Kieß ling. Boa! Tengt der, der könnte mich hier stören..."


Fietje (57), Hamburg: "Jetzt mal Butter bei die Fische, min Jung. Fußball ist Köpkesache. Abwarten und Cacau trinken, sag ich immer. Dann Löwt es schon."


Alois (77) und Gattin Erna (74), Nürnberg: "Je Mer te sacker, dass mer gwinna, desto eher klappt's net. Stimmt's, des Khedir a so, oder?"

ssi

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Donnerstag, 10. Juni 2010

Polizei nimmt Serienmörder fest

München (dpo) - Der Münchner Polizei ging heute ein dicker Fang ins Netz. Der berühmte Serienmörder Walter B. (38) soll bereits in zwei Tatorten gesehen worden sein, in denen er das eine Mal eine reiche Witwe mit einem Messer und ein andermal einen Förster mit einem Jagdgewehr getötet hatte. Auch in der Serie Polizeiruf 110 soll er zugeschlagen haben. Ihm wird vorgeworfen, bei einem Klassentreffen eine Jugendfreundin ertränkt zu haben.
"Es war schrecklich", schilderte einer der rund drei Millionen Augenzeugen letztere Tat. "Erst lockte er sie runter an den See, dann wurde er aufdringlich und als sie sich zu sehr wehrte, ersäufte er sie kaltblütig."
"Walter B. hat in zahlreichen Serien gemordet und er hätte es wieder getan", erklärte Polizeisprecher Dietmar Henz gegenüber dem Postillon. "Durch ständiges Wechseln seines Namens und seiner Identität konnte er uns jahrelang an der Nase herumführen. Hinzu kam erschwerend, dass wir unsere Ermittlungen immer wieder eingestellt haben, nachdem er binnen kurzer Zeit nach einer Tat von Kollegen verhaftet wurde. Einmal wurde er sogar erschossen - dachten wir zumindest." Kurz danach war der Serienmörder aber immer wieder auf freiem Fuß.
Walter B. streitet trotz umfangreichem Videomaterial alle Vorwürfe ab. Die Staatsanwaltschaft gab allerdings zu bedenken, bei dem 38-jährigen Verdächtigen handle es sich lediglich "um einen hervorragenden Schauspieler".
ssi; Foto rechts: Einer der Morde, die B. angelastet werden: Tote reiche Witwe in Leipzig; Foto links (GrandSoleil): Wurde ertappt, als er gerade trotz zahlreicher Zeugen mit Kameras versuchte, einen weiteren Serienmord (Der Alte) zu begehen: Walter B. (Archivfoto)

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Mittwoch, 9. Juni 2010

Nahostkonflikt kurz vor dem Aus? Immer weniger Zuschauer wegen ständiger Wiederholungen und starrem Plot

Jerusalem, München (dpo) - Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control haben ergeben, dass das internationale Publikum immer gelangweilter auf den Nahostkonflikt reagiert. Damit steht die seit den 40er-Jahren laufende Erfolgsshow kurz vor dem Aus.
"Offensichtlich schalten mehr und mehr Menschen weg, wenn in den Nachrichten beispielsweise über den jüngsten Raketenangriff aus dem Gazastreifen oder den neusten Siedlungsbau Israels berichtet wird", erklärt Institutsleiter Professor Heinz Geiwasser seine Ergebnisse. "Durch die vielen Wiederholungen fühlt sich das Publikum eher genervt als unterhalten."
Galten die witzigen Episoden um Sprengstoffgürtel, Raketen, Unterdrückung, Gewalt und religiöse Fanatiker anfangs noch als Erfolgsgarant der Show, die zeitweise mehrere Milliarden Menschen mit Spannung verfolgten, so haben sich die immer gleichen Mechanismen mit der Zeit abgenutzt.
"Der Nahostkonflikt ist ausgelutscht", begründet etwa Frank W. aus Unna seine Unzufriedenheit. "Seit Jahrzehnten derselbe Plot, dieselben Sprüche und dieselben Bilder. Und dieser entführte israelische Soldat bleibt anscheinend auch für immer entführt. Lang-wei-lig! Also, ich guck mir das nicht mehr an, außer es läuft gerade nichts anderes."
Obwohl die Macher des Nahostkonflikts, heute Mahmud Abbas und Benjamin Netanjahu, immer wieder ausgetauscht oder ermordet wurden, blieben die Geschichten stets dieselben, monieren auch zahlreiche Feuilletonisten. Besonders der Gazakrieg 2008 sei schon fast unerträglich langweilig gewesen, da die Palästinenser nicht den Hauch einer Chance hatten. "Nichts Neues seit der Suezkrise" lautet das vernichtende Urteil.
Selbst die jüngsten Versuche, etwas Pepp in den Nahostkonflikt zu bringen, dürfen als gescheitert gelten. Zwar lobten Kritiker die Idee der israelischen Armee, neun türkische Gaza-Aktivisten zu töten, allerdings fühlten sich viele an die Bombardierung mehrerer UN-Hilfskonvois während des Gazakrieges erinnert. Auch dass die Hamas die Hilfsgüter nicht verteilt, gilt als allzu durchsichtiger Versuch, Spannung zu erzeugen.
Auf die Frage, welche Änderungen den Nahostkonflikt wieder attraktiver machen würden, antworteten 12 Prozent der Befragten "Wenn alles digital und Science Fiction wäre wie bei Avatar". 23 Prozent meinten dagegen "Mehr Sexszenen würden den prüden Fanatikern nicht schaden". Eine überwältigende Mehrheit von 57 Prozent war jedoch überzeugt, dass nur die Einführung von Humorelementen den Nahostkonflikt retten könnte, da der Quatsch nur so noch erträglich sei.
Handeln müssen die Verantwortlichen auf alle Fälle schnell. Denn sollten die Einschaltquoten weiterhin so gering bleiben, wird der Nahostkonflikt wie alle großen Shows irgendwann einfach abgesetzt werden.
ssi; Foto rechts oben (Al Jazeera): Gazakrieg? Gähn; Foto links oben (E. Israel): Reißt niemanden mehr vom Hocker: Durch Bombenattentat verwundete Israelin; Foto rechts unten: Da war die Geschichte noch frisch und unverbraucht: Israelische Soldaten im Palästinakrieg 1948; Foto links unten: Damit könnte der Nahostkonflikt wieder erträglich werden: Mit Spott.

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