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Sonntag, 30. Januar 2011

Das Wort zum Sonntag (107)

Es kommentiert Mark Sanders (Waffenexporteur, Waffenlobbyist)*:
Welch ein Glück, dass Philipp Rösler gemeinsam mit der Pharmaindustrie den Verkauf von Natrium-Thiopental in die USA verhindern konnte. Das Narkosemittel wird dort nämlich zur Hinrichtung von Straftätern eingesetzt.
Stellen Sie sich den Imageverlust für Deutschland als drittgrößtem Waffenlieferanten der Welt vor, wenn bekannt geworden wäre, dass Menschen wegen der skrupellosen Geschäftemacherei deutscher Unternehmen umgebracht werden. Wer würde noch Maschinengewehre von Heckler&Koch kaufen wollen, wenn jeder wüsste, dass Deutschland ein Mordwerkzeug wie Natrium-Thiopental exportiert?
Deutschlands guter Ruf ist also gerettet – und sollten die USA mangels Gift jetzt Waffen für Erschießungskommandos benötigen, wissen sie ja, an welchen seriösen Partner sie sich wenden können.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia



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