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Mittwoch, 16. Februar 2011

Lust auf korruptes Regime lässt Tunesiens Masochisten nach Italien fliehen

Tunis, Rom (dpo) - Der Sturz des tunesischen Diktators Zine el-Abidine Ben Ali hat zu einem wahren Exodus tunesischer Masochisten geführt. Allein in der vergangenen Woche waren über 5000 Tunesier, die auf Erniedrigung, Machtlosigkeit und Unterdrückung stehen, auf die italienische Insel Lampedusa geflüchtet.

"Nicht allen Menschen in Tunesien gefällt es, dass Ben Ali gestürzt ist und die Repressionen gegen das Volk aufgehoben wurden", erklärt Sexualwissenschaftler Prof. Bertram Knust dem Postillon. "Einer Minderheit von Masochisten bereitete es Lust, von einem durch und durch korrupten Gewaltherrscher beherrscht zu werden, der sie unterdrückt, das Rechtssystem beugt und die Medien kontrolliert." Das von Silvio Berlusconi regierte Italien bietet ihnen genau das, wonach sie sich sehnen.
"Berlusconi sieht immerhin ein wenig so aus wie unser guter alter Ben Ali und ist sogar noch 26 Tage jünger", schwärmt Lazhar Karoui, einer der tunesischen Flüchtlinge in Lampedusa. Er erzählt außerdem von den völlig überfüllten Auffanglagern und davon, dass die italienischen Beamten ihn und seinesgleichen wie Abschaum behandeln: "Auch das gefällt mir."
Lazhar und seine masochistischen Freunde begrüßen den EU-Plan, die europäische Grenzschutzagentur Frontex zu entsenden, um weitere Flüchtlingswellen zu verhindern: "Dann müssen sich unsere Leidensgenossen künftig nicht einmal mehr bis nach Lampedusa durchschlagen, sondern können schon vor der Küste Tunesiens in den Genuss sinnloser staatlicher Gewalt kommen."
ssi; Foto rechts (Noborder Network, CC2.0): Wollen mit Freiheit und Demokratie nichts zu tun haben: Tunesiens Masochisten auf einem bewusst viel zu eng gewählten Schiff; Foto links (Ben Ali: Presidencia de la Nación Argentina, CC2.0): Brüder im Geiste: die Milliardäre Ben Ali und Berlusconi.



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