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Sonntag, 27. März 2011

Das Wort zum Sonntag (115)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Diese und ähnliche Fragen stellt sich jeder, der heute in aller Herrgottsfrüh schwer verkatert** aus dem Bett gekrochen ist, nur um dann festzustellen, dass es schon fast vier Uhr nachmittag ist und die Postillon-Redaktion schon seit Stunden auf meinen Kommentar wartet.
Als frommer Kirchgänger frage ich mich ohnehin, ob es dem Menschen zusteht, einfach in die Schöpfung einzugreifen und die Zeit - ausgerechnet am Tage des Herrn - nach Belieben vor und zurück zu schieben. Dabei steht doch sicherlich schon in der Bibel irgendetwas, das besagt, dass das nicht geht – und wenn nicht, dann lässt sich sicher etwas finden, das sich so auslegen lässt.
Ich werde deshalb der Zeitumstellung mit zivilem Ungehorsam begegnen und alle meine Uhren auf Winterzeit gestellt lassen. Ich werde künftig den Zug um 9:57 Uhr Sommerzeit um 9:57 Uhr Winterzeit nehmen und die Tagesschau werde ich erst dann schauen, wenn es für die Zeitumstellungsfetischisten schon 21:00 Uhr ist. Dann werden wir sehen, wer zuletzt lacht.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
** Anm. d. Red.: An die Zeit zwischen 2 Uhr und 3 Uhr nachts kann sich Hohne überhaupt nicht erinnern.
ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia

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