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Sonntag, 24. April 2011

Das Wort zum Ostersonntag (119)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Ei**, ei! Ostern ist eben doch die Zeit in der noch Zeichen und Wunder geschehen. Nehmen wir etwa die Benzinpreise: Wie von göttlicher Macht gelenkt klettern sie jedes Jahr kurz vor Ostern in schwindelerregende Höhen und lassen die Menschen so einen Teil der Schmerzen empfinden, die Jesus am Kreuz verspürte. Erst nach der Wiederauferstehung Jesu werden die Autofahrer erlöst und die Preise normalisieren sich – ganz ohne Absprachen der Mineralölkonzerne.
Urbi et Orbi! Verzeihung, dieses Geräusch wurde vermutlich vom bunt bemalten Eierlikör verursacht, den ich an Karfreitag trank und der nun am dritten Tage wieder aufgestoßen ist.
Doch nun lasst uns alle gemeinsam, den Mann feiern, auf den eine ganze Buchreligion voller Lügen gründet, und der – obwohl schon totgeglaubt – wieder zurückkehrt ist: Nein, die Rede ist nicht von Jesus Christus, sondern von Thilo Sarrazin, der nun überraschend doch in der SPD bleiben darf – eine Entscheidung, die nur konsequent ist, wenn man bedenkt, welche Partei Arbeitslose erst in die Lage gebracht hat, dass Sarrazin sie zu jeder Gelegenheit beschimpfen kann.
Übrigens: Schon 40 Tage nach seiner Auferstehung ist Jesus endgültig in den Himmel hinaufgefahren. Etwas ähnliches dürfte bei Sarrazin auch in die Gegenrichtung möglich sein.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
**in diesem Text wurden zahlreiche Eier versteckt – finden Sie alle und gewinnen Sie eine Reise für zwei Personen auf die Osterinseln (*****Hotel!), Einsendeschluss: 24.4.2011, 15:40 Uhr)
*****Diese fünf Sterne stehen nicht für eine Fußnote, sondern für das Niveau des Hotels, Sie Schwachkopf***!
***War nicht so gemeint.****
****Doch!***
ssi; Cartoon: meikel neid



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