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Sonntag, 31. Juli 2011

Das Wort zum Sonntag (132)

Es kommentiert Stefan Sichermann (Chefredakteur, Der Postillon - die Brille ist eine Photoshop-Leihgabe von Kai Diekmann)*:
Da es offensichtlich die Aufgabe von Journalisten und nicht die der Parteimitglieder ist, einen SPD-Kanzlerkandidaten zu küren, möchte ich Ihnen, liebe Leser, – ähnlich wie es die Kollegen der anderen Zeitungen praktizieren – ganz unverhohlen meinen eindeutigen Favoriten unter die Nase reiben.
Es ist der gute, kantige, kompetente, nicht verschwurbelte Macher und Anführer Peer Steinbrück, der in seiner Partei zwar wegen seiner Bildung und Ironie unbeliebt ist, im Volk aber Spitzenwerte einfährt.
Denn immer mehr wollen Peer, er ist wie Helmut Schmidt – nur in jünger! Oder man könnte ihn auch einen Helmut Schmidt der Generation U 70 nennen. Der gefühlte Kandidat Steinbrück spricht Klartext, ist ein politisches Phänomen, ein international geachteter Finanzpolitiker. Dank seiner Schlitzohrigkeit und seines Egos hat er ganz eindeutig das Kanzler-Gen. Der rote Rocker ist auf Volkskurs, läuft sich mit prallem Selbstbewusstsein warm, hält sich für "eitel genug". Kurz: Steinbrück, Guttenbergs Nachfolger, ist der Gegenkanzler.
Ich hoffe, Sie wissen jetzt, was Sie verdammt noch mal zu meinen haben. Sofort!

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.