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Dienstag, 22. November 2011

Mehrheit könnte sich vorstellen, Partei mit sich selbst an der Spitze zu wählen

München (dpo) - Gibt es schon bald eine neue Kraft im Lande? Eine überwältigende Mehrheit von über 84 Prozent könnte sich vorstellen, eine Partei zu wählen, an deren Spitze sie selbst stehen. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control unter 1007 repräsentativ ausgewählten Personen hervor.

Wäre bessere/r Kanzler/in: Jeder selbst
"CDU und SPD könnten einpacken, wenn eine solche Partei gegründet würde", erklärte Heinz Geiwasser, der Leiter des Instituts gegenüber dem Postillon. "In allen Politikfeldern trauen die Bürger einer von sich selbst geführten Partei größere Kompetenzen zu als den etablierten."
So sind 97 Prozent derjenigen, die sich selbst wählen würden, davon überzeugt, dass sie im Gegensatz zu allen anderen Menschen in Deutschland "vollständig durchblicken, was politisch so läuft". 92 Prozent glauben, dass sie als einzige wissen, wie man für mehr Gerechtigkeit sorgen könnte und immer noch 73 Prozent meinen, dass die Eurokrise längst Geschichte wäre, hätten nur sie selbst und niemand sonst das Ruder in der Hand.
Die knapp 16 Prozent, die sich nicht selbst wählen würden, nannten verschiedene Gründe für eine Entscheidung gegen sich. Je ungefähr ein Drittel erklärte "am Ende entsteht eine Konstellation, in der ich mit der FDP koalieren muss – das will ich nicht riskieren", "ich würde gar nicht wählen, weil die eh alle gleich sind – ich eingeschlossen" und "es gab in meiner Vergangenheit Skandale, deretwegen ich mir selbst nicht über den Weg trauen würde".
ssi; Foto (Oberkörper): Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0



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