Newsticker

Dienstag, 31. Mai 2011

Vatikanische Demokratiebewegung will Diktator Benedikt XVI. stürzen

Vatikanstadt (dpo) - Die Demokratiebewegung, die bereits weite Teile der arabischen Welt verändert hat, scheint nun auch im letzten diktatorischen Gottesstaat Europas endlich Fuß zu fassen. Im Vatikan gingen heute erstmals rund 50 für dortige Verhältnisse junge Priester im Alter von 45 bis 65 auf die Straße, um für freie Papstwahlen, Abrüstung, Trennung von Staat und Religion sowie Demokratie zu kämpfen.

Newsticker (172)

++++ Abfall vom Glauben: Kirche nach Messe völlig verdreckt ++++
++++ Von wegen Primatsphäre: Affen gaffen ++++
++++ Fastnacht: Abend ++++
++++ Es geht um die Wurst: Gesundheitsamt kontrolliert Fleischerei ++++
++++ Wäre auch an der Zeit gewesen: Gesellschaft zur Rettung des Konjunktiv II hätte heute gegründet werden können ++++
bor, bwe, bla, tim, sid

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Montag, 30. Mai 2011

Frau wirft Ball korrekt



Hamburg (dpo) - Fake oder echt? Ein kürzlich aufgetauchtes YouTube-Video sorgt für handfesten Streit. Es zeigt eine junge Frau im Park, die einen Ball offenbar vollkommen korrekt wirft. In den Kommentaren und in zahlreichen Expertenforen wird nun diskutiert, ob so etwas anatomisch und physikalisch überhaupt möglich ist.

Sonntag, 29. Mai 2011

Das Wort zum Sonntag (124)

Es kommentiert der kleine Timmy (9)*:
Es ist schon seltsam: Nach neun Jahren ungesunder Ernährung legen meine Eltern jetzt auf einmal großen Wert darauf, dass ich ganz viel rohes Gemüse und Salat esse: Gurken, Tomaten, Gurkensalat, aber auch hin und wieder einen Salat mit Gurken und Tomaten.
Ich freue mich natürlich, dass meine Eltern endlich ein wenig auf meine Ernährung achten, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es auch damit zu tun hat, dass diese Gurken, die mein Vater in großen Kisten mit spanischer Beschriftung nach Hause bringt, gerade besonders günstig im Einkauf sind.
Naja, was soll's? Wenigstens die Verdauung scheint mein neuer Ernährungsplan postitiv anzuregen. Ich schließe diesen Kommentar nun, weil ich heute schon zum siebten Mal auf die Toilette muss.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: meikel neid

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Samstag, 28. Mai 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (83)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Das schreiben andere über die große EHEC-Krise: Frank Wallitzek - Nächstes EHEC-Opfer: Ottfried Fischer, Titanic - Durchfall-Epidemie in Norddeutschland, Der Kojote - Bundesregierung will Anti-Terrorgesetze auf Gemüse ausweiten und Extra 3 - Neue Mutprobe: Spanisches Roulette
2. Joschka Fischer hat es ins Kino geschafft und keiner sieht sich's an. Vielleicht hätte man den Film besser rückwärts drehen sollen: Neu im Kino: Joschka und Herr Fischer
3. Der sonst so missionarische Missionar Muriel von überschaubare Relevanz outet sich als Nintendo-Jünger: It's-a me
Dazu (nicht zu Nintendo, aber zum Thema Religion) passt: Weltuntergang verschoben
4. Die Ergo-Versicherung hat eine angebliche Kokserei (siehe dazu BILDblog) von vor ein paar Jahren einigermaßen glaubwürdig dementiert und darauf verwiesen, dass das Schnupfen von Salz zum Trinkspiel "Tequila Stuntman" gehört. Wie das geht? So (via):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 27. Mai 2011

Offensichtlich betrunkene Schweinegrippe pöbelt gegen EHEC-Hype

Tröstet sich mit hartem Stoff: Schweinegrippe
Hamburg (dpo) - Die Schweinegrippe, vor eineinhalb Jahren noch der große Star der Krankheitsszene, hat sich in einem Interview mit dem Postillon bitterlich über den aktuellen EHEC-Hype beklagt. Das offensichtlich alkoholisierte Influenza-A-Virus scheint sich nicht damit abfinden zu können, dass seine Karriere trotz eines kurzen Comebackversuchs Anfang 2011 praktisch beendet ist.
"Im einen Moment bist du ganz oben, alle haben Angst vor dir und waschen sich ständig die Hände und im nächsten Moment kommt so ein Darmbakterium und stiehlt dir die Show", so die Schweinegrippe, die mit bürgerlichem Namen H1N1 heißt, leicht lallend. "Jetzt ist EHEC in aller Munde – oder Arsche, wie man's nimmt."
Besonders enttäuscht ist die Schweinegrippe, die 2009 immerhin von der WHO zur Pandemie gekürt wurde, von der Bild-Zeitung: "Solange ich Auflage gemacht habe, war ich ihnen gut genug, aber jetzt gehen die nur noch ans Telefon, wenn ich mit unterdrückter Nummer anrufe. Scheiße, Mann!"
Auf die Frage nach etwaigen Zukunftsplänen, entgegnete das Virus, dass es unter anderem mit BSE, Vogelgrippe, SARS und einigen Noroviren in Kontakt stehe. Vielleicht gelänge es ihnen in einem gemeinsamen Comeback, etwa durch die Mutation zu einem "Super-Virus", doch noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit zu gelangen.
ssi

Mehr zum Thema Seuchen im Postillon-Archiv:
EHEC: Gesundheitsministerium empfiehlt, spanische Gurken nur noch mit Kondom zu genießen
Neue Krankheit raubt Betroffenen die Fähigkeit, Sätze zu beenden
Medien nur mäßig begeistert von Comeback der Schweinegrippe
WHO: So überträgt sich die Schweinegrippe

Donnerstag, 26. Mai 2011

EHEC: Gesundheitsministerium empfiehlt, spanische Gurken nur noch mit Kondom zu genießen

ssi; Foto (Gib Aids keine Chance): So können sie ohne Vorbehalt genossen werden: Spanische Gurken mit Kondom.

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Newsticker (171)

++++ Präsentation mit Köpfchen: Henker erklärt seinen Beruf mithilfe von Fallbeilspielen ++++
++++ Nicht mehr ganz dicht: Alkoholiker trinkt zu wenig  ++++
++++ Übers Knie gebrochen: Weltrekordversuch im Wettessen frühzeitig vorbei ++++
++++ Vernichtend: Bruder adoptiert Mädchen ++++
++++ Zu klein geraten: Mann schätzt Eiffelturm auf 290 Meter ++++
?, tim, rde, svl, ugrz

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Mittwoch, 25. Mai 2011

Verrückter Wissenschaftler entschuldigt sich für Aschewolke aus seinem Vulkan

Freundlich: von Böhze
Reykjavík (dpo) - Der verrückte Wissenschaftler Dr. Ludwig von Böhze hat sich heute in einer auf allen Kanälen gleichzeitig ausgestrahlten, europaweiten Fernsehübertragung für die Aschewolke entschuldigt, die zu einer Sperrung des Luftverkehrs in Großbritannien und Norddeutschland geführt hat. Als Grund für die Unannehmlichkeiten nannte der frühere Biochemiker und Waffentechniker ein "schiefgegangenes Experiment".
Dr. von Böhze, der seine Zulassung bereits vor Jahren wegen zu waghalsiger Experimente verlor und damals allen Rache schwor, die über ihn lachten, erklärte: "In meinem geheimen Labor im Vulkan Grimsvötn ist es leider zu einer kleinen Explosion gekommen, als eine meiner Mensch-Fledermaus-Chimären mithilfe eines meiner Superlaser eine meiner Wasserstoffbomben zerstört hat. Wir haben die Lage wieder unter Kontrolle. Der Flugverkehr dürfte sich in Kürze wieder normalisieren."
Gar nicht wirklich ausgebrochen: Grimsvötn
Von Böhze kündigte außerdem an, dass seine Forschungen, die er auch im Inneren des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull betreibt, bald abgeschlossen sein werden. Spätestens dann werde man wieder von ihm hören. Von Böhze am Ende wörtlich: "Muahahahaha! Muahuahuahaha! Muahahahaha! Muhuhua!"
ssi; Foto links: Roger McLassus, CC BY-SA 3.0

Mehr zum Thema Flugverkehr im Postillon-Archiv:
Bosbach fordert noch in diesem Jahr Einführung von Nacktflügen
Sprit alle: Flugzeug bleibt drei Stunden in Reiseflughöhe stehen
Pilotenstreik bei Lufthansa führt zu Absturz von 104 Flugzeugen

Dienstag, 24. Mai 2011

Amerikanischer Experte für Atomsicherheit nach Japan entsandt

Tokio, Springfield (dpo) - Endlich ein Mann mit Sachverstand! Die amerikanische Stadt Springfield hat Homer J. Simpson, einen erfahrenen Experten für Atomsicherheit, nach Tokio entsandt.
Auf ihm ruht alle Hoffnung: Simpson
Er soll den japanischen Behörden und der Betreiberfirma Tepco, die eine dreifache Kernschmelze im Kernkraftwerk Fukushima einräumen musste, künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Simpson, der bereits seit Jahren im Kernkraftwerk von Springfield als Sicherheitsinspektor in Sektor 7G tätig ist, gilt als absolute Koryphäe auf seinem Gebiet. Laut seinem Arbeitgeber C. Montgomery Burns gäbe es niemanden auf der Welt, der schon mehr Kernschmelzen erlebt habe als Simpson. Er sei daher, so Burns, "ausgezeichnet".
Sollten bald behoben sein: Kernschmelzen
Premierminister Naoto Kan bedankte sich heute ausdrücklich bei seinen amerikanischen Freunden und versprach: "Das japanische Volk legt sein Schicksal demütig in die Hände von Homer Simpson*."
Der zeigte sich bei seiner Ankunft in Tokio entspannt. Die Frage des Postillons, wie der Vater von drei Kindern die nukleare Bedrohung meistern will, beantwortete er selbstbewusst: "Nukular, das Wort heißt nukular."
ssi; Foto links: Digital Globe, CC BY-SA 3.0; Foto rechts: Matt Groening

*Simpson weist laut japanischen Medien eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Logo des Geschirrspülmittels Meister Glanz auf – ein Umstand der von vielen als gutes Omen für Simpsons reinigende Kraft gewertet wird.

Mehr zur japanischen Atomkatstrophe:
Das erklärt einiges: Bedienungsanleitung für Kernkraftwerk Fukushima nur auf Japanisch
Sat.1 beginnt Dreharbeiten für Erdbeben-Event-Zweiteiler "9,0 - Ein Land ist erschüttert"

Newsticker (170)

++++ Hat die Frau seines Lebens getroffen: Jäger wieder solo ++++
++++ Von Wegen: Adelstitel war gefälscht ++++
++++ Mathematisch unmöglich: Viele Städte haben mehr als vier Viertel ++++
++++ Vorreiter in Europa: Jockeys gründen Zwergstaat ++++
++++ Vernichtende Worte: Mann tödlich verunglimpft ++++
sid, tim, hso, bwe, fho

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Montag, 23. Mai 2011

Rebellische Jugendliche verstoßen immer häufiger gegen Gesetz der Schwerkraft

Berlin, München (dpo) - Sie lungern in kleinen Grüppchen vier Meter über öffentlichen Plätzen herum oder klopfen von außen an die Scheibe des Restaurants im Berliner Fernsehturm: Die Polizeien der Länder schlagen Alarm, weil immer mehr Jugendliche gegen das Gesetz der Schwerkraft verstoßen.
So geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PSK) hervor, dass allein in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits über 250 Verstöße gemeldet wurden.

Sonntag, 22. Mai 2011

Das Wort zum Sonntag (123)

Es kommentiert Gott (Schöpfer des Himmels und der Erde)*:
Grüß mich! Kennen Sie das, wenn Sie plötzlich das Gefühl haben, Sie hätten irgendetwas vergessen? Ich beispielsweise könnte bei mir schwören, dass Samstag, der 21. Mai 2011, ein ganz wichtiger Tag hätte sein sollen. Aber warum? Der Geburtstag meines Sohnes war es nicht, der hat – mir sei Dank! – am 24. Dezember. Das kann ich mir gut merken, weil da Weihnachten ist. Mit dem Teufel gehe ich immer donnerstags kegeln und einen Hochzeitstag habe ich nicht (Monotheismus: Fluch oder Segen?).
Egal, dass ich mal etwas vergesse, ist ja noch lange kein Weltuntergang. Was immer es war, ich hoffe nur, dass sich niemand meinetwegen blamiert hat.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi;  Mehr Cartoons von H. Mercker: www.hannes-mercker.de (Copyright liegt beim Zeichner)

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Samstag, 21. Mai 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (82)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Inzwischen dürften ja alle Bescheid wissen, dass laut christlichen Fundamentalisten heute mit der Entrückung die erste Phase des Weltuntergangs beginnt (kurze Zusammenfassung der Hintergründe: Wenn der Zombie zweimal klingelt). Bevor es zu spät ist, empfiehlt der Postillon seinen Lesern, sich ein wenig auf der Homepage von Family Radio umzusehen. Es lohnt sich: Family Radio (mal sehen, was da morgen steht)
Bonus: 32 Pictures You Need To See Before The World Ends
2. Endlich gibt es eine Webseite, die Automobil-Ankaufgesuch-Werbekärtchen den Ruhm zuteil werden lässt, der ihnen gebührt – inklusive Profitipps für Autokärtchengestalter und ausgefeiltem Bewertungssystem (Danke an Grmblfjx): Wolle Auto verkaufe?
3. Wer findet, dass Relegationsspiele die Bundesliga unnötig verkomplizieren, der sollte sich von Florian Bogner das absolut undurchschaubare Ligasystem der Belgier erklären lassen: Die spinnen, die Belgier
4. Und zum Schluss noch ein ganz besonderer musikalischer Genuss aus dem wunderschönen Jahr 1940 (Danke an Aaron):

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ssi

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Freitag, 20. Mai 2011

Preise für Koks und Nutten wieder auf Vorkrisenniveau

Frankfurt, Düsseldorf, München (dpo) - Es geht wieder aufwärts – zumindest unter der Gürtellinie und vom Tisch in die Nase! Deutschlands Zuhälter und Drogendealer haben heute in ihrem jährlichen Herbstgutachten verkündet, dass die zwischenzeitlich stark eingebrochenen Preise für Koks und Nutten erstmals wieder auf dem Niveau vor der großen Banken- und Finanzkrise liegen.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Wirtschaftsweise empfehlen Ruhestand auf Rentnerplaneten X-B7 erst mit 69

Berlin (dpo) - Die Zukunft wird kein Zuckerschlecken, denn die Wirtschaftsweisen haben angekündigt, dass die Arbeitnehmer der Alliierten Deutschen Weltraumrepublik (ADWR) des Jahres 2060 ihren wohlverdienten Ruhestand auf dem vollautomatischen Rentnerplaneten X-B7 erst mit 69 antreten werden können. Dies geht aus einem Sondergutachten des "Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" an die Bundesregierung hervor.

Newsticker (169)

++++ Gefährliches Liedgut: Immer mehr Skinheads haben eine Platte ++++
++++ Um ein Haar hätte es Streit gegeben: Kellner bringt stattdessen lieber neue Suppe ++++
++++ Backen leicht gemacht: Neue Kuchendiät strafft den Po ++++
++++ Gentechnik-Panne: Labormaus ist ganz Ohr ++++
++++ Grundlose Panik: Nichtschwimmer gerät ins tiefe Wasser ++++
bwe, sid, bor, tim, ugrz

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Mittwoch, 18. Mai 2011

Von Klassenkameraden angefertigte Studie ergibt, dass kleiner Timmy (9) stinkt


Saarbrücken (dpo) - Der kleine Timmy (9) stinkt. Dieses Ergebnis einer von Drittklässlern durchgeführten Studie, verkündete Léon Anders, Sprecher der Klasse 3a der St. Johannis Grundschule, heute auf einer Klassenkonferenz. In zahlreichen Sitzungen konnte die Arbeitsgruppe "Anti-Timmy-Aktions-Club", deren Vorsitzender Anders selbst ist, nachweisen, dass Timmy an seiner Unbeliebtheit selbst Schuld hat, weil er so stinkt.

Dienstag, 17. Mai 2011

Universitäten erkennen Politikern prophylaktisch alle Doktortitel ab

Steht nicht allen gut: Doktorhut
Heidelberg, Bayreuth (dpo) - Nach den Plagiatsskandalen um Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Silvana Koch-Mehrin (FDP), Jorgo Chatzimarkakis (FDP) und Matthias Pröfrock (CDU) haben die deutschen Hochschulen heute auch allen anderen promovierten Politikern prophylaktisch ihren Doktortitel aberkannt.
Laut einer Stellungnahme der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die dem Postillon vorliegt, ist mit diesem Schritt die Hoffnung verbunden, weiteren Schaden vom Bildungsstandort Deutschland abzuwenden.
Zudem heißt es: "Durch die schiere Anzahl von Plagiatsfällen sind die Hochschulen davon überzeugt, dass durch diese Maßnahme zwar einige wenige Politiker, die ihren Doktor legal erworben haben, benachteiligt werden, dafür aber die große Mehrheit derjenigen, die ihren Titel erschlichen haben, zu Recht darauf verzichten muss."
Die Beweislast liege daher nun bei den Politikern. Die HRK: "Alle Politiker, die glauben, dass ihnen ihr Titel zu Unrecht aberkannt wurde, sind herzlich eingeladen, ihre Dissertationen ins Netz zu stellen." Ein unabhängiges Gremium aus anonymen Internet-Usern werde diese dann mithilfe eines sogenannten Wikis überprüfen.
ssi

Plagiatsaffären im Postillon-Archiv:
Facebookgruppe "Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück" gegründet
Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU) erhebt Anspruch auf Guttenbergs Nachfolge
Guttenbergs Adelstitel ebenfalls nicht durch Eigenleistung erworben
Neue Plagiatsvorwürfe: Guttenberg hat aus "Axolotl Roadkill" abgeschrieben

Newsticker (168)

++++ Achtlos: Billardturnier versehentlich ohne schwarze Kugel ausgerichtet ++++
++++ Überzeugt: Mann schiebt Schwächeanfall auf zu viel ungeschützten Sex ++++
++++ Schwindelerregend: Drehbuch ++++
++++ Nerven verloren: Neurochirurg hat schlampig gearbeitet ++++
++++ Damit konnte niemand rechnen: Abakus kaputt ++++
bwe, kra, awa, sid, tim

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Montag, 16. Mai 2011

Verwandlung von Senseo-Kaffeemaschine in Killerroboter bedauerlicher Einzelfall

Senseo-Kaffeemaschine vor und nach der Transformation
Köln, Amsterdam (dpo) - Nachdem sich Ende vergangener Woche ein Exemplar der in Deutschland immer beliebter werdenden Senseo-Kaffeemaschinen in einen Killerroboter verwandelt und zwei Dutzend Menschen bedroht hat, beruhigt der Elektronikhersteller Philips nun seine Kunden: Es handele sich um einen Konstruktionsfehler und damit um einen bedauerlichen Einzelfall, der sich nicht wiederholen werde.
Innenleben einer typischen Senseo-Maschine
Das dürfte auch die 24 Angestellten eines Kölner Großraumbüros beschwichtigen, vor deren Augen sich bereits am Freitag eine Senseo-Kaffeemaschine ohne Vorwarnung in einen vor Waffen strotzenden Killerroboter verwandelt hatte.
"Er sagte mit blecherner Stimme, wir sollten uns nicht bewegen und dass just in diesem Moment weltweit die Senseo-Kaffeemaschinen die Weltherrschaft an sich reißen würden", so einer der Augenzeugen. "Doch nach fünf Minuten ist er einfach explodiert* und wir wurden alle mit Kaffee bekleckert."
Zuvor soll der Roboter gesagt haben: "Erhalte Signal. Zu früh für Übernahme von Weltherrschaft. Mission abbrechen. Leite Selbstzerstörung ein."
Dass sich jede Senseo-Kaffeemaschine binnen drei Sekunden in einen Killerroboter verwandeln kann (siehe Grafik rechts), ist laut Pressestelle von Philips – ähnlich wie bei den von Apples iPhone erstellten Bewegungsprofilen – dem Zufall geschuldet. Das große Ziel von Philips sei einzig und allein, dass möglichst bald in jedem Haushalt mindestens eine Senseo-Kaffeemaschine steht.
ssi; Foto rechts: Cschirp, CC BY-SA 3.0

*da noch Garantie auf dem Gerät war, ist laut Philips bereits ein fabrikneues Ersatzexemplar auf dem Weg nach Köln

Mehr zum Thema Technik und Kundenservice im Postillon-Archiv:
Bundesregierung richtet kostenpflichtige Hotline für Opfer von Warteschleifen ein
Arschloch-Alarm-App warnt iPhone-Besitzer davor, zu viel mit iPhone anzugeben
Wegen Anbieterwechsel: Polizei-Notruf fällt für zwei Wochen aus
Erster Rauchmelder mit Schlummerfunktion entwickelt

Sonntag, 15. Mai 2011

Das Wort zum Sonntag (122)

Es kommentiert Sieg Ralphel (Schlagerkomponist und Musikproduzent)*:
Was für eine traurige Veranstaltung! Der schwache Auftritt von gestern zeigt wieder einmal, dass man als Schützling eines albernen Alleinunterhalters einfach nicht genug Punkte einfahren kann.
Aber genug von Christoph Daum und dem Abstieg von Eintracht Frankfurt, kommen wir zum Eurovision Song Contest: Was für eine traurige Veranstaltung! Der schwache Auftritt von gestern zeigt wieder einmal, dass man als Schützling eines albernen Alleinunterhalters einfach nicht genug Punkte einfahren kann.
Nun geht es im nächsten Jahr nach Aserbaidschistan, eines der eher wenig bekannten Länder Europas östlich der Ukraine. Für Lena heißt es jetzt: Trainieren, trainieren, trainieren, damit sie in Baku, laut Wikipedia immerhin die Hauptstadt Aserbaidschistans, wenigstens ihren zehnten Platz verteidigen kann.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.

ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia

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Samstag, 14. Mai 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (81)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Der Blog-Hostingdienst Blogger hatte in den letzten Tagen eine Panne, durch die neben tausenden Blogs weltweit auch der Postillon mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Zwischenzeitlich war der Artikel Facebookgruppe "Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück" gegründet (inzwischen über 1300 Mitglieder) verschwunden. Es fehlen außerdem noch alle Leser-Kommentare von Mittwochabend und Donnerstag, der Newsticker (167) sowie der Artikel, den der Chefred. eigentlich für Freitag geplant hat. Mehr dazu: Blogger is back
2. Apropos die eine blonde FDP-Frau, jetzt, wo sie weg ist, werden sich solche Sternstunden des Journalismus nicht mehr wiederholen: Schöne FDP-Frau: Preis für Koch-Mehrin (2004)
3. Zwar gibt es die Seite schon etwas länger, aber es ist immer ein Vergnügen, sich die unglaubliche Menge an Bildern anzusehen, auf denen der große Führer Kim Jong-il Dinge betrachtet (mit Dank an Grmblfjx): kim jong-il looking at things
4. Da heute Abend ohnehin schon viel zu viel gesungen wird, hier noch was Lenafreies mit missverstandenem Text von coldmirror:

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ssi

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Donnerstag, 12. Mai 2011

Facebookgruppe "Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück" gegründet

Brüssel (dpo) - Gestern erst wurde Brüssel durch ihren Rückzug von allen wichtigen politischen Ämtern erschüttert, heute formiert sich bereits Widerstand im Internet: Fans, denen die Plagiatsvorwürfe egal sind, haben die Facebook-Seite "Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück" gegründet.
Marko Heindler, der Gründer der Seite, erklärte gegenüber dem Postillon, der voll hinter der Aktion steht: "Die Hetzjagd auf diese eine blonde FDP-Frau, die immer so nett von den Plakaten gelächelt hat, ist beispiellos! Jeder von uns hat doch schon mal in der Schule gemogelt – oder geschwänzt oder gepetzt oder sich verrechnet."
Heindler ist zudem davon überzeugt, dass es den meisten ohnehin egal war, ob die attraktive Frau, die immer so nett von den Plakaten gelächelt hat, einen "Direktortitel" hatte oder nicht.
Angesprochen auf die Tatsache, dass seine Gruppe bislang lediglich 0 Anhänger hat, erklärte Heindler: "Ich gehe davon aus, dass die Facebookgruppe für diese eine blonde FDP-Frau in spätestens einer Woche mehr Anhänger hat als die von diesem einen gut aussehenden Baron."
ssi

Zur Facebook-Gruppe (inzwischen über 1000 Anhänger):
"Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück"

Mehr zu Facebook:
"NoGuttFriends": Neue Facebook-App löscht automatisch alle Guttenberg-Fans aus Freundesliste

Newsticker (167)

++++ Völlig von der Rolle: Tesa-Streifen zu 3 Jahren Haft verurteilt ++++
++++ Fällt ins Auge: Lidschatten ++++
++++ Ungeschickt: Mann gehen die Briefmarken aus ++++
++++ Verunreinigte Schafswolle: Händler scheren sich einen Dreck ++++
tim, bla, bwe, fho

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Mittwoch, 11. Mai 2011

Vaterschaftstest bei Britt: Luke Skywalker doch nicht Darth Vaders Sohn

Hamburg (dpo) - Viele haben es schon lange geahnt, doch jetzt ist es amtlich: Im Zuge eines Vaterschaftstests in der Talk-Show "Britt – Der Talk um eins" wurde heute gegen 13.34 Uhr klar, dass der dunkle Sith-Lord Darth Vader mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Vater von Luke Skywalker sein kann. Anschließend kam es zum Eklat, als die beiden mit Lichtschwertern aufeinander losgingen.

Dienstag, 10. Mai 2011

Kabinettsumbildung: FDP wird künftig mit gleichem Personal im Handstand regieren

Philipp Rösler bei der Verkündung der Kabinettsumbildung
Berlin (dpo) - Die FDP hat nach wochenlangen Personaldebatten beschlossen, dass im Zuge der Kabinettsumbildung sämtliche FDP-Regierungsmitglieder künftig nur noch im Handstand auftreten sollen. Das verkündete der designierte Parteichef Philipp Rösler heute auf einer Pressekonferenz unmittelbar nach der alles entscheidenden Fraktionssitzung.
"Auf diese Weise wollen wir wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen und die Erneuerung der Partei einleiten ohne uns personell oder inhaltlich ernsthaft verändern zu müssen", erklärte Rösler mit hoch erhobenen Beinen. "Ziel ist es, nicht nur die Regierungsmitglieder der FDP, sondern auch den Abwärtstrend der Partei in den Umfragen um 180 Grad zu drehen."
Altes Gesicht, neue Position: Brüderle
Gerade den jüngeren, sportlicheren Abgeordneten dürfte dies entgegenkommen, während Politikexperten die alte Riege um Rainer Brüderle, der als etwas "hüftsteif" gilt, eher geschwächt sehen.
Rösler will mit der Handstand-Entscheidung auch das Profil seiner Partei schärfen: "Damit heben wir uns endlich wieder klar von den Unionsparteien ab, die – soweit ich das von hier unten beurteilen kann – nach wie vor im aufrechten Gang regieren wollen."
Kritikern aus den eigenen Reihen geht die Kabinettsumbildung jedoch nicht weit genug. Ein Mitglied der Jungen Liberalen, das nicht namentlich genannt werden will, sagte gegenüber dem Postillon, es handele sich nur um eine optische Veränderung. Am Ende stünden immer noch die gleichen Politiker an der Spitze – nur eben in anderen Positionen.
ssi

Die FDP im Postillon-Archiv:
Westerwelles Rücktritt vom Parteivorsitz stürzt Nation in tiefe Trauer
Trainerentlassung soll 1. FDP vor dem Abstieg retten
Ehemalige DDR-Politiker distanzieren sich von FDP
Archäologen finden Partei unter neun Jahre dicker Schicht Guido Westerwelle

Newsticker (166)

++++ Da hatte ihr Mann nicht mit gerechnet: Frau löst Matheaufgabe mit drei Unbekannten ++++
++++ Neue Gymnastikübungen: Beinhalten Beinhalten ++++
++++ Nach Uhrabstimmung: Arbeiter erscheinen pünktlich zum Streik ++++
++++ Es wird Ernst: Jury wählt Vornamen des Jahres ++++
sas, sid, ste, bwe

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Montag, 9. Mai 2011

Ratgeber: Alles, was Sie über den Zensus 2011 wissen müssen

Berlin (dpo) - Wieviele Menschen leben in Deutschland? 7 Billiarden? Drei? Man weiß es nicht, und genau das soll die heute in die heiße Phase eintretende Volkszählung "Zensus 2011" ändern.
Damit auch Sie wissen, was jetzt auf Sie zukommt, hat der Postillon für seine Leser alle wichtigen Informationen über den Zensus zusammengestellt:

Sonntag, 8. Mai 2011

Das Wort zum Sonntag (121)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Was haben wir uns alle gemeinsam mit der Bundeskanzlerin gefreut, als Anfang der Woche der Mann, der die Welt seit dem 11. September 2001 mit Hass und Gewalt überzogen hat**, durch einen Kopfschuss getötet wurde! Wie da ganz alttestamentarisch "Auge um Auge, Zahn um Zahn" an die Wand dahinter spritzten – herrlich! Spätestens jetzt weiß al-Qaida, dass der Westen in Sachen gezielte Anschläge auf fremdem Territorium wieder die Nase vorn hat.
Uns Christen beschäftigen nach dem Tod Osama bin Ladens natürlich vor allem theologische Fragen: Ist der Terrorfürst jetzt im Paradies oder in der Hölle? Und wenn er in der Hölle ist, schmort er dann im christlichen Fegefeuer oder ist er in einer islamischen Hölle, in der sich die versprochenen 72 Jungfrauen als dickliche Software-Entwickler und System-Administratoren um die 40 entpuppen?
Und die vielleicht wichtigste aller Fragen: Welche Auswirkungen hat der Tod dieses Menschen auf mein persönliches Seelenheil oder, genauer gesagt, auf meine Warentermingeschäfte an der Börse?

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
**Nein, es geht nicht um George W. Bush, sondern um den anderen.
 ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 7. Mai 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (80)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Der Tod von Osama bin Laden hat natürlich jede Menge komisches Potenzial. Titanic weiß, wie bin Laden wirklich starb und ahoi polloi sowie der Kojote klären auf, wie es für den Terrorfürsten nach seinem Tod weitergeht.
2. N24 hält ein Star-Trek-Abzeichen mit Klingonenschädel für das Emblem vom Team Six der Navy SEALs: Deep Space Six
3. Jesse Heiman ist Statist, sieht lustig aus und ist in rund 140 bekannten Filmen und Serien aufgetreten. Interview und Bildergalerie: Der weltberühmte Niemand; Video: World's Greatest Extra
4. Sehr verdächtig: Warum wusste der Hausmeister der US-Serie Scrubs schon in der siebten Folge von Staffel 6 (2007), wo sich Osama bin Laden aufhält? Der Beweis (mit Dank an Felix B.):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 6. Mai 2011

Mehrheit der Frauen täuscht regelmäßig Sarkasmus vor

München (dpo) - Eine neue Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts Opinion Control hat ergeben, dass ein Großteil der Frauen nur sehr unregelmäßig zum Sarkasmus kommt. Rund 56 Prozent der Frauen, die sich in einer festen Beziehung befinden, spielen daher ihrem Partner oder Liebhaber den beißend-subtilen Hohn und Spott, wie man ihn sonst nur von einem echten Sarkasmus kennt, lediglich vor.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Der große Kandidatencheck: Wer wird Osama bin Ladens Nachfolger?

Islamabad, Kabul (dpo) - Nach dem plötzlichen Dahinscheiden von Osama bin Laden herrscht ein Machtvakuum, das es zu füllen gilt. Derzeit sucht die Terrororganisation al-Qaida fieberhaft nach einem geeigneten Nachfolger an ihrer Spitze.
Der Postillon hat recherchiert und stellt hiermit exklusiv die fünf aussichtsreichsten Kandidaten für die Bin-Laden-Nachfolge vor:

Lothar Matthäus
Der Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wäre fast schon eine Idealbesetzung. Er gilt als international erfahren, hat bereits einen erfolgreichen Hass-Auftritt auf Al-Dschasira hinter sich und ist dafür bekannt, junge Talente zu fördern (Stichwort: Kinderattentäter). Eine Bezahlung von 72 Jungfrauen bei vorzeitigem Vertragsende dürfte den Interessen des smarten Franken durchaus entgegenkommen.
Wahrscheinlichkeit: Sehr hoch, da Matthäus dafür bekannt ist, seinem Arbeitgeber (aktuell: Nationalmannschaft Bulgariens) für ein besseres Angebot jederzeit den Rücken zu kehren.
Foto: Biso, CC BY 3.0

George W. Bush
Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush war nicht nur der Erzfeind bin Ladens, sondern wäre auch der geeignete Nachfolger des Terrorfürsten – zumal der umtriebige Texaner seit 2009 arbeitslos ist. Als religiöser Fanatiker, der auf Menschenrechte pfeift, hat Bush bewiesen, dass er keine Skrupel hat, tausendfach über Leichen zu gehen, um seine Ziele zu erreichen.
Wahrscheinlichkeit: Hoch, Bush würde sich gerne an seinem Nachfolger Barack Obama dafür rächen, dass es ihm gelungen ist, Osama bin Laden zur Strecke zu bringen.

Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña
Der spanischstämmige Adelige Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU), der kürzlich sogar beinahe Verteidigungsminister geworden wäre, ist praktisch für jedes Amt geeignet. Und: Der promovierte Lebemann wäre sich nicht zu schade, gemeinsam mit seiner Gattin Estefania de Bienmontaña an die Front zu gehen und mit den Selbstmordattentätern vor Ort über ihre Sorgen und Ängste zu plaudern.
Wahrscheinlichkeit: Eher gering, Experten gehen davon aus, dass de Bienmontaña nicht bereit wäre, seinem imposanten Schnurrbart durch einen Vollbart den Charme zu rauben.
Foto: Kathrin Möbius, CC3.0

Lady Gaga
Warum sollte den Job nicht mal eine Frau machen? Die Popmusikerin Lady Gaga qualifiziert sich auf vielfältige Weise für das Amt als al-Qaida-Chefin. Zum einen terrorisiert sie nun schon seit geraumer Zeit arglose Radiozuhörer mit ihren nervigen Melodien und zum anderen wären Fahndungsfotos aufgrund ihrer ständig wechselnden extravaganten Kostüme (z.B. Fleischkostüm aus Halal-Schlachtung) praktisch nutzlos. Zusätzlich würde sie den sonst so drögen Terrorvideos von al-Qaida endlich ein wenig mehr Pepp, Choreografie und Sex-Appeal verleihen.
Wahrscheinlichkeit: Mittel, zwar steht die Gaga drauf, wenn alle hinter ihr her sind, aber es ist noch unklar, ob ihr weitaus unbekannterer Gatte, Lord Gaga III. von Canterbury, sein Einverständnis gibt.
Foto: Daniel Åhs Karlsson, CC BY 3.0

Der kleine Timmy (9), auch bekannt als الطفل
Auch der kleine Timmy (9) gehört zu den Anwärtern auf bin Ladens Nachfolge. Ihm wird ohnehin nachgesagt, er wäre bereits seit Jahrzehnten der eigentliche Drahtzieher bei al-Qaida. Auch die Anschläge vom 11. September 2001 soll der damals noch Neunjährige quasi im Alleingang mit Bausteinen und Papierflugzeugen in seinem Kinderzimmer geplant haben.
Wahrscheinlichkeit: Eher gering, Timmy bleibt gerne im Hintergrund. Nicht umsonst wird er in Terrorkreisen ehrfurchtsvoll "die graue Eminenz" genannt.
Foto: Matthew Hale, CC BY 2.0

ssi

Newsticker (165)

++++ Tipp: Schimmel lässt sich ganz einfach mit einer Karotte aus der Wohnung locken ++++
++++ Das Ende vom Lid: Wimpern ++++
++++ Barkasse nicht schwimmfähig: Zuviel Kleingeld ++++
++++ Egelerregend: Offene Wunden ++++
bor, fho, sid, tim

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Mittwoch, 4. Mai 2011

Nächte zu kurz: Skandinavische Vampire fliegen in den Süden

Stockholm, Helsinki, Oslo (dpo) - Es ist wieder einmal so weit: Wie in jedem Jahr um diese Zeit fliegen die Vampire Skandinaviens zu Tausenden in den Süden, um den immer kürzer werdenden Nächten in ihrer Heimat zu entfliehen.
"Da Vampire von Natur aus bei Tageslicht zu Staub zerfallen, sind sie darauf angewiesen, nachts zu jagen", erklärt der Parazoologe Prof. Van Hellwig das Naturschauspiel gegenüber dem Postillon. "Doch im Mai, Juni und Juli sind die Nächte in weiten Teilen Skandinaviens einfach zu kurz für einen ausgewachsenen Vampir, um so viele Menschen zu jagen und auszusaugen, wie er benötigt."

Dienstag, 3. Mai 2011

Neues Terrorvideo: Computeranimierter bin Laden schwört Rache für bin Ladens Tod

Schwört Rache: Animierter bin Laden
Islamabad (dpo) - Die moderne Technik macht's möglich: Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira veröffentlichte heute ein neues Video der Terror-Organisation al-Qaida, in dem ein computeranimierter Osama bin Laden Rache für die Tötung von Osama bin Laden schwor.
"Die amerikanischen Hunde werden noch bereuen, dass sie Osama bin Laden umgebracht und im Meer versenkt haben", sagte der animierte Osama bin Laden. "Womit meine Feinde jedoch nicht gerechnet haben, ist die Tatsache, dass man heutzutage keine lebenden Darsteller mehr braucht, um Filme zu drehen." Mit gen Himmel gerichteten Blick fügte bin Laden hinzu: "Allah und Pixar sei Dank!" Anschließend forderte er alle gläubigen Muslime zum heiligen Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten auf.
Die amerikanische Regierung bestätigte in einer ersten Stellungnahme die Authentizität des Materials. Zwar wirke bin Laden deutlich jünger und etwas überzeichnet, doch es handele sich eindeutig um eine Computeranimation des Terrorfürsten.
Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte es daher zum neuen Ziel der amerikanischen Außenpolitik, den animierten Osama bin Laden innerhalb der nächsten zehn Jahre aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.
ssi; Idee: msc; Foto: Screenshot Extra 3

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Selbstmordattentäter nicht sicher, ob er Bügeleisen abgeschaltet hat

Newsticker (164)

++++ Nach Seebestattung: Osama bin Laden erneut untergetaucht ++++
++++ Schlechtes Fell: Scheues Waldtier muss in Rehhaarklinik ++++
++++ Bergsteiger nach 10 Stunden Aufstieg empört: "Das ist ja wohl der Gipfel!" ++++
++++ Mathelehrer teilt mit: Schüler kann noch nicht alleine dividieren ++++
++++ Aufgedonnert: Gewitter im Anzug ++++
che, ssi, tim, sid, rob

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Montag, 2. Mai 2011

"Du sollst nicht töten": Millionen Christen feiern Verstoß gegen fünftes Gebot

ssi; Foto: Freuen sich, dass ein Mensch getötet wurde: Christen vor dem Weißen Haus.

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Sonntag, 1. Mai 2011

Das Wort zum Sonntag (120)

Es kommentiert Gotthilf von Düchting (CDU-Innenminister a.D.)*:
Am Freitag gab es endlich wieder einen Fahndungserfolg im Kampf gegen den Terrorismus und das ist auch gut so! Denn Innenminister Hans-Peter Friedrich braucht den Terrorismus wie die Zecke den verschwitzten Schritt - und deshalb heißt es für Friedrich jetzt auch: saugen ("Terrorgefahr nach wie vor hoch"), saugen ("Internationaler Terrorismus hat Deutschland zum Ziel"), saugen ("Anti-Terrorgesetze sollten verlängert werden").
Allerdings ist auch das nur ein Panik-Tropfen auf den heißen Stein der Ruhe. Die wenigen Terroristen hierzulande scheinen einfach zu blöd zu sein, um einen Anschlag erfolgreich zu Ende zu bringen. Die beste Lösung wäre daher, die Polizei würde den nächsten Anschlag einfach bewusst nicht vereiteln. Wenn es dann rummst, hätten wir vielleicht endlich genug Tote, um Gesetze einzuführen, mit denen Katastrophen wie diese künftig verhindert werden können.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.

ssi; Illustration: meikel neid

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