Newsticker

Sonntag, 31. Juli 2011

Das Wort zum Sonntag (132)

Es kommentiert Stefan Sichermann (Chefredakteur, Der Postillon - die Brille ist eine Photoshop-Leihgabe von Kai Diekmann)*:
Da es offensichtlich die Aufgabe von Journalisten und nicht die der Parteimitglieder ist, einen SPD-Kanzlerkandidaten zu küren, möchte ich Ihnen, liebe Leser, – ähnlich wie es die Kollegen der anderen Zeitungen praktizieren – ganz unverhohlen meinen eindeutigen Favoriten unter die Nase reiben.
Es ist der gute, kantige, kompetente, nicht verschwurbelte Macher und Anführer Peer Steinbrück, der in seiner Partei zwar wegen seiner Bildung und Ironie unbeliebt ist, im Volk aber Spitzenwerte einfährt.
Denn immer mehr wollen Peer, er ist wie Helmut Schmidt – nur in jünger! Oder man könnte ihn auch einen Helmut Schmidt der Generation U 70 nennen. Der gefühlte Kandidat Steinbrück spricht Klartext, ist ein politisches Phänomen, ein international geachteter Finanzpolitiker. Dank seiner Schlitzohrigkeit und seines Egos hat er ganz eindeutig das Kanzler-Gen. Der rote Rocker ist auf Volkskurs, läuft sich mit prallem Selbstbewusstsein warm, hält sich für "eitel genug". Kurz: Steinbrück, Guttenbergs Nachfolger, ist der Gegenkanzler.
Ich hoffe, Sie wissen jetzt, was Sie verdammt noch mal zu meinen haben. Sofort!

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
 ssi

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Samstag, 30. Juli 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (92)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Eine ausgezeichnete Auswahl der peinlichsten Familienfotos aller Zeiten bietet diese Seite: Awkward Family Photos
2. @DerBulo ist nicht nur der Chefredakteur der Zeitschrift Clap, er veröffentlicht auch immer wieder gelungene Gags, Cartoons und Karikaturen auf Twitpic / DerBulo. Da gibt es beispielsweise Bilder zur Vorratsdatenspeicherung, zum Attentat in Oslo, zu Twitter oder zu Amy Winehouses Tod.
3. Dennis Morhardt ist wirklich ein umtriebiges Kerlchen. Nachdem er vor einiger Zeit die noguttfriends-Facebook-App aus einem Postillon-Artikel verwirklicht hat, hat er jetzt eine Seite eingerichtet, auf der jeder seine Variante vom CDU-Slogan "C wie Zukunft" vorschlagen kann: C wie ...?
4. Die Japaner wissen wenigstens noch, wie man ordentliche Werbespots mit ordentlich Heidi-Content dreht (nicht für Epileptiker geeignet, via):

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ssi

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Freitag, 29. Juli 2011

Vereinigte Staaten stellen Eilantrag auf EU-Beitritt

Washington (dpo) - Bekommt die Europäische Union bald unverhofften Zuwachs? Die USA haben heute überraschend einen Eilantrag gestellt, in dem sie darum bitten, als 28. Mitgliedsstaat in die EU aufgenommen zu werden.
Outet sich als großer EU-Fan: Barack Obama
"Wir Amerikaner fanden die Europäische Union schon immer klasse", erklärte US-Präsident Barack Obama bei einer eilends einberufenen Pressekonferenz in Washington. "Besonders beeindruckt hat uns, dass die Staaten der EU in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhalten und sich zur Not auch gegenseitig aushelfen – etwa wenn eines der Mitgliedsländer völlig überraschend und unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten gerät." Teil eines solchen Rettungsschirm zu sein, könne sich jedes Land nur wünschen.
Bedenken, die USA würden nicht auf dem Kontinent Europa liegen, wischte Obama beiseite. Da die Vorfahren eines Großteils der Amerikaner aus Europa kamen, seien die USA europäischer als die meisten EU-Mitgliedsstaaten. Obama fügte unter großem Jubel hinzu: "Ick bin ein Brusseler!"
Zuletzt mahnte der amerikanische Präsident die Europäische Union noch einmal zur Eile bei der Überprüfung des Antrags. Sollte es mit der Aufnahme der USA nicht bald klappen, dann wäre "auch schon alles egal".
ssi (Dank an BrightM); Foto: BlatantWorld.com, CC BY 2.0; Tim Rørstrøm, CC BY-SA 3.0

Weitere Krisennachrichten im Postillon-Archiv:
Griechenland saniert Finanzen durch Lizenzgebühr auf Staatsform Demokratie
Preise für Koks und Nutten wieder auf Vorkrisenniveau
Schulden zu hoch: Amerikaner verkaufen Land an Indianer und gehen zurück in die Alte Welt

Newsticker (195)

++++ EHEC-Epidemie: Bakterium war Einzelltäter ++++
++++ Sauerei: Zitronen-Omelette ++++
++++ Olle Kamellen: Gesundheitsamt schließt Bonbonfabrik ++++
++++ Schick: Lagerfeld macht in Hosen und vertreibt Fliegen ++++
++++ Biss Mark: Hering ++++
++++ Gans wie die Mama: Immer am Schnattern ++++
  jos, agr, ugrz, tim/sid, ind, rde

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Donnerstag, 28. Juli 2011

Tierschützer kritisieren Herstellung von Honig aus Massentierhaltung

Bonn (dpo) - Der Deutsche Tierschutzbund hat die Herstellung und den Vertrieb von Honig aus Massentierhaltung auf Schärfste verurteilt. Die Verbraucher werden aufgefordert, solange auf den süßen Brotaufstrich zu verzichten, bis die Industrie auf artgerechte Bienenhaltung umgestiegen ist.

Tierschützer Malte Mellinger zum Postillon: "Bienen werden für die Honigproduktion zu Zehntausenden in kleinen Kästen gehalten, in denen so wenig Platz ist, dass sie teilweise sogar übereinander klettern müssen." Selbst bei der Herstellung von Bio-Honig sehe es nicht besser aus.
Werden auf viel zu engem Raum gehalten: Bienen
Auch medizinisch liegt vieles im Argen: So konnten die Tierschützer herausfinden, dass jede zehnte Biene nicht gegen die gängigsten Bienenkrankheiten geimpft ist. Hinzu kommt, dass tote Bienen häufig tagelang zwischen ihren Artgenossen liegen gelassen werden.
Der Tierschutzbund erklärte, man könne Honig erst wieder mit gutem Gewissen konsumieren, wenn sich die Honigindustrie zu folgenden Schritten verpflichtet:
1. Kleingruppenhaltung: Pro Bienenstock dürfen maximal fünf bis acht Bienen gehalten werden.
2. Platz: Jede Biene braucht einen Auslauf von mindesten 15 Quadratzentimetern. Zwischen einzelnen Waben sollte stets ein Sicherheitsabstand von fünf Zentimetern gehalten werden.
3. Personal: Auf Hundert Bienen muss mindestens ein Imker kommen. Königinnen bekommen einen Privatimker.
4. Gesundheit: Jede Biene sollte mindestens einmal im Monat vom Tierarzt untersucht werden.
5. Schlachtung: Wenn ältere Bienen keinen Honig mehr produzieren, dürfen sie geschlachtet und zu Bienenfleisch verarbeitet werden – allerdings nur wenn die Tiere zuvor mit einem Bolzenschussgerät betäubt wurden.
ssi; Idee: via Lupe, schwirrt aber auch schon seit Jahren durchs Netz; Foto rechts: Alexander Z., CC BY-SA 3.0, Foto links: todo tiempo pasado fue mejor, CC BY 2.0

Hinweis: Dieser Beitrag erschien auch in der zweiten Ausgabe der Postillon24 Nachrichten

Imker im Postillon-Archiv:
Französische Imker durch Burkaverbot besonders hart getroffen

Mittwoch, 27. Juli 2011

Hoffnung auf besseres Wetter: Juli wird um zwei Wochen verlängert

Berlin (dpo) - Regen, Wind, kühle Temperaturen: Der Sommer 2011 war in weiten Teilen Deutschlands bislang eine einzige Enttäuschung. Nun hat die Regierung reagiert und den Bundestag für eine außerplanmäßige Sitzung aus der Sommerpause geholt, um die Verlängerung des Monats Juli um zwei weitere Wochen zu beschließen.
Wird's noch was mit Strandurlaub an der Ostsee?
Auf diese Weise könne man zusätzlich 14 Tage gewinnen, in denen die Chance auf gutes Wetter besteht, so das Kalkül.
"Der Juli ist normalerweise einer der heißesten Monate", führte Regierungssprecher Steffen Seibert heute auf einer Pressekonferenz aus. "Weil er aber in diesem Jahr bislang so enttäuschend ausgefallen ist, hat sich die Regierung unter  Zustimmung von weiten Teilen der Opposition entschlossen, dem Juli zwei zusätzliche Wochen zu geben, um den Bürgern noch einige sonnige Tage zu ermöglichen."
Die Kalenderindustrie rechnet mit einem Boom
Obwohl der Juli somit auf stolze 45 Tage kommt, soll der August - wie üblich - 31 Tage dauern. Dafür soll der meist unangenehm kalte Wintermonat Dezember um zwei Wochen verkürzt werden. Seibert: "2011 endet somit am 17. Dezember um Mitternacht."
Die Linke enthielt sich bei der Abstimmung. Der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi hatte zuvor kritisiert, dass es sich bei der Verlängerung des Julis um reine Symbolpolitik handle, da niemand wissen könne, ob sich das Wetter in den zusätzlichen zwei Wochen wirklich bessere.
Politiker von Union und FDP konterten, abgerechnet werde am 45. Juli.
ssi; Foto: Mats Hagwall, CC BY 2.0

Mehr zum Wetter im Postillon-Archiv:
War das der letzte Winter? Endgültige Umstellung auf Sommerzeit geplant
Gleißender Feuerball für kurze Zeit am Himmel aufgetaucht
Wochenende: Wetterdienst warnt wegen Wurstwassergewittern

Newsticker (194)

++++ Kirche in Flammen: Übereifrige Putzfrau verursachte Fegefeuer ++++
++++ Viel zu flach: Witze über Holland ++++
++++ Ausgeräumt: Verdacht auf Wohnungseinbruch ++++
++++ Schock fürs Leben: Defibrillator ++++
++++ Mähen in Black: Schwarzes Schaf aufgeflogen ++++
++++ Verfahren eingestellt: Richter kauft sich endlich ein Navi ++++
  ?, ssi, sid, mrv, agr, ind

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Dienstag, 26. Juli 2011

Rassisten, die Moslems wegen der Taten Einzelner hassen, wollen nicht für Taten Einzelner verurteilt werden

Aber bitte nur nette Taten
Oslo, Berlin (dpo) - Kurz nach dem schrecklichen Attentat in Oslo fordern islamkritische Gruppierungen, die sonst jeden Moslem zum potentiellen Terroristen erklären, man solle in ihnen keine potentiellen Terroristen sehen. Das Verbrechen von Anders Behring Breivik, die rund 150 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990 oder das Oktoberfestattentat 1980 seien das Resultat bedauerlicher Taten von Einzeltätern, die nichts mit ihnen zu tun haben.
"Es ist unredlich, aus den Taten eines Einzelnen zu schließen, dass jeder, der eine ähnlichen Weltanschauung pflegt, zu der gleichen Tat fähig ist", so ein anonymer Islamhasser, der seit Jahren die Taten Einzelner nutzte, um jedem, der auch nur entfernt einen ähnlichen Hintergrund hat, zu unterstellen, er sei zu der gleichen Tat fähig. "Wir Islamkritiker sind nicht für den Wahnsinn Einzelner verantwortlich – ganz im Gegensatz zu Moslems natürlich."
Eurabien besiegen: Aber wie?
In den letzten Jahren stieg die Zahl derer, die vor der Islamisierung Europas warnen, stetig an. "Die Menschen müssen keine Angst vor uns haben. Fast alle von uns wollen ihre Ziele auf gewaltlose Weise erreichen", erklärte ein anderer Islamkritiker, der regelmäßig auf der Internetseite "Politically Incorrect" Moslems die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben abspricht, obwohl fast alle von ihnen sehr gut und gewaltlos mit ihren Mitmenschen auskommen.
Im Augenblick sind die Mitglieder der islamfeindlichen Gruppierungen und Parteien wegen der Vorfälle in Norwegen unter Druck. Sobald sich der Staub jedoch gelegt hat, und sie nicht mehr als potentielle Attentäter wahrgenommen werden, wollen sie wieder eifrig davor warnen, dass in jedem Moslem ein potentieller Attentäter steckt.
ssi

Der rechte Rand im Postillon-Archiv:
Studie: Abschiebung von Nazis würde Staatskasse um Milliarden entlasten
1.000 gute Gründe, Dresden nur noch dieses eine Mal zu bombardieren, marschieren in Dresden auf

Montag, 25. Juli 2011

Katholische Kirche verbietet Gebrauch von Antivirenprogrammen

Rom (dpo) - Schluss mit hemmungsloser Herumsurferei! Benedikt XVI. hat die Verwendung von Antivirenprogrammen als unzulässigen Eingriff in die Schöpfung kritisiert. In einer päpstlichen Enzyklika fordert er alle gläubigen Katholiken dazu auf, Firewall, Antivir, Panda Security & Co. von ihren Rechnern zu verbannen.

Newsticker (193)

++++ Kartograph geil: Weiße Flecken auf der Landkarte ++++
++++ Fleischersatz: "Tofu ist Scheiße!" ++++
++++ Manila morgens nass: Sinnloses Anagramm ++++
++x+ Doppelpunkt verhaftet Soll Plus umgelegt haben ++++
++++ Knöchel verstaucht: Rockstar kann nicht auftreten ++++
++++ Steht in der Gegend: Rum ++++
 tmo, mok, and, sid, ?, mrv

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Sonntag, 24. Juli 2011

Das Wort zum Sonntag (131)

Es kommentiert Gotthilf von Düchting (CDU-Innenminister a.D.)*:
Wir Konservativen sind in tiefer Trauer nach den schrecklichen Ereignissen in Oslo. Natürlich betrauern wir in erster Linie nicht den Tod von mindestens 95 Menschen, sondern die Tatsache, dass es sich nicht - wie zunächst erhofft - um einen islamistischen Anschlag gehandelt hat. Oh, was hätten wir für schöne Argumente für neue Anti-Terrorgesetze, strengere Ausländerpolitik und unsere eigene Islamophobie gehabt!
Die Islamisten haben es wirklich sehr clever eingefädelt, dass sich der Terroranschlag als Tat eines konservativen-christlichen Norwegers herausgestellt hat. Nun müssen wir nicht nur Menschen mit schwarzem Haar und brauner Haut, sondern auch Menschen mit blondem Haar und heller Haut misstrauen. Horrorszenario: Wenn jetzt auch noch ein brünetter Schwarzer und ein grauhaariger Asiate morden würden, dann wären wieder alle Menschen gleich.
Nun lachen sich diese verfluchten untätigen Islamisten bestimmt ins Fäustchen. Je weniger Anschläge sie verüben, desto weniger wachsam werden wir und desto verwundbarer wird unsere Gesellschaft. Noch so ein Horrorszenario: Eine Welt ohne Terror, in der niemand aufpasst!

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi

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Samstag, 23. Juli 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (91)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Auf Amazon wird die Bibel in der King James Version angeboten, wozu einige Leser sehr unterhaltsame Rezensionen verfasst haben. Die wahrscheinlich lustigste Rezension ist diese: Comedy of Epic Proportions (englisch, Danke an julian)
2. Die Lachnummer des Tages sind die Islamophoben von PI, die gestern einmal mehr bewiesen haben, wie einfach ihr Weltbild ist: Warum bombt Islam ausgerechnet in Oslo? (<-- Link führt nicht zu 'PI')
3. Zu kim jong-il looking at things gibt es jetzt auch endlich ein deutsches Pendant: Kim Jong Merkel looking at things (Danke an den besen)
4. Die britische Zeitung Guardian hat einen Euro-Krisen-Song komponiert. Geht ins Ohr das Ding:

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ssi

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Freitag, 22. Juli 2011

Doppelagent entlarvt: Türspion arbeitete jahrelang auch für die Gegenseite

Bergisch Gladbach (dpo) - Was für ein Thriller! Ein Türspion aus einem Mietshaus in Bergisch Gladbach wurde am Donnerstag als Doppelagent entlarvt.
Skrupellos und illoyal: Türspion
Offensichtlich hatte er über Jahre hinweg nicht nur dem Bewohner von Appartment 31b, Markus Müller (27), Informationen zur Identität von Besuchern verraten, sondern auch die Gegenseite mit pikanten Details, darüber versorgt, was im Inneren der Wohnung vor sich ging.
"Ich dachte immer, ich hätte meinen Türspion durchschaut", erklärte der Student gegenüber dem Postillon. "Doch anscheinend taten das auch andere. Die alte Schrauth aus dem 1. Stock zum Beispiel hat ständig gemeckert, ich solle mein Zimmer aufräumen. Dabei war sie noch nie in meiner Wohnung."
Müllers Studentenbude von Außen
Auch wenn Müller Damenbesuch hatte, wurde er von einem Nachbarn am nächsten Tag häufig auf Details angesprochen, von denen dieser gar nichts wissen konnte – bis hin zur Farbe der Unterwäsche seiner jeweiligen Gespielin.
Zuletzt wurde Müller gesehen, als er sich mit Hammer und Meißel an seiner Tür zu schaffen machte. Gefragt, was er nun mit seinem Türspion vorhabe, sagte er: "Jeder weiß, was wir hier mit Verrätern machen."
 ssi; Foto rechts: David Widmann, CC BY 2.0, Foto links: Skley, CC BY-ND 2.0

Weitere Nachrichten aus dem Panorama-Ressort:
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Newsticker (192)

++++ Neue Sexstudie: Stöhnen ist das Ah und Oh ++++
++++ Seniorensport: Hochspringerin (92) erhält künstliches Hüpfgelenk ++++
++++ Kain: Problem für Abel ++++
++++ Ausschlaggebend: Allergiker aß Nüsse ++++
++++ Wegen Personalmangels: Gericht installiert Freisprechanlage ++++
++++ Von zwei Seiten unter Druck geraten: Zange hat mal wieder gekniffen ++++
mok, tim, ?, dms, ind, sid

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Donnerstag, 21. Juli 2011

Prototyp getestet: Von 'Gates Foundation' konstruierte Toilette für'n Arsch

Seattle (dpo) - Schlechte Aussichten für Afrika! Nachdem bekannt wurde, dass die Bill & Melinda Gates Foundation eine vollkommen neue Toilette entwickelt, gibt es bereits erste Kritik. Zwar würden verbesserte Sanitäranlagen tatsächlich das Krankheitsrisiko in armen Ländern minimieren, doch Experten, die einen Prototypen getestet haben, blicken mit Sorge auf das Projekt Miklosoft, bei dessen Konstruktion der Microsoft-Gründer Bill Gates selbst Hand anlegte.
Folgende Probleme wurden identifiziert:

Wenigstens laufen die meisten Spüle
1. Wer dringend muss, hat das Nachsehen. Es dauert bis zu fünf Minuten, bis der Toilettendeckel endlich hochgefahren ist.
2. Die Bill-Gates-Toilette neigt dazu, mitten in einer wichtigen Sitzung plötzlich abzustürzen. Wer zwischendurch keine Sicherheitsspülung vollzogen hat, darf den ganzen Scheiß nach dem Neustart nochmal machen.
3. Der Klopapierdrucker ist nicht kompatibel mit der Toilette.
4. Durch zahlreiche Sicherheitslücken besteht die Gefahr, dass die Festbrille durch einen Virus infiziert wird.
5. Nach zwei Monaten ist die Toilette hoffnungslos veraltet und muss durch ein neueres Modell ersetzt werden.

In Insiderkreisen wird gemunkelt, dass auch Apple-Boss Steve Jobs an einer innovativen neuen Toilette arbeitet. Sie wird in edlem, weißen Design erscheinen, iKack heißen und dürfte so teuer sein, dass sie sich selbst in den reichen Industrienationen nur die wenigsten leisten können.

ssi, Foto: Flea, CC BY-SA 3.0

Mehr Fäkalhumor im Postillon-Archiv:
Gimmick: Das Postillon-Leserklopapier
Oje! Klopapier fast alle
Überraschend im Finale ausgeschieden

Mittwoch, 20. Juli 2011

NPD will Polen, Tschechien, Frankreich und Benelux zurück, falls Koch-Mehrin Doktor wiederbekommt

Will wieder Dr. sein: Koch-Mehrin
Berlin (dpo) - Die NPD hat den Widerspruch Silvana Koch-Mehrins gegen den Entzug ihres Doktortitels und eine daraus resultierende mögliche Klage gegen die Universität Heidelberg zum Anlass genommen, eine neuerliche Annexion von Polen, Tschechien, Frankreich und den Beneluxstaaten zu fordern.
"Dass Frau Koch-Mehrin ihren Doktor zurück will, halten wir für richtig und fair. Sollte sie aber wirklich ihren Titel zurückbekommen, wäre es ebenso fair, wenn wir die von unserer Vorgängerpartei in den 30er- und 40er-Jahren eroberten Länder Polen, Tschechien, Frankreich und eben die Beneluxstaaten zurückerhalten würden," so der Parteivorsitzende der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands, Udo Voigt. "Klar, viele der Annexionen waren nicht frei von Schwächen, nicht selten ungenau, oberflächlich und manchmal geradezu fehlerhaft. Die militärischen Ergebnisse unserer Arbeit beruhen jedoch auf unserer eigenen Leistung."
Erst zugelassen, nach Krieg aberkannt: Eroberungen
Voigt hält den Erfolg einer Klage für ähnlich wahrscheinlich wie bei Koch-Mehrin.
Diese beiden Fälle haben nun eine ganze Reihe weiterer Rückforderungen ausgelöst: So verlangt der DFB seine U-17-Nationalmannschaft von den Türken zurück, die Stadt Berlin fordert ihren Stadtteil Prenzlauer Berg von den Schwaben zurück und Politiker fordern ihre Glaubwürdigkeit zurück. Zumindest im letzten Fall jedoch halten Rechtsexperten eine Klage für aussichtslos.
jop (Gastbeitrag); Foto rechts: Michael Lucan, CC BY 3.0, Karte links: historicair, CC BY-SA 3.0

Facebookgruppe: Wir wollen die eine blonde FDP-Frau zurück

Die Plagiatsskandale unserer Lieblingspolitiker im Postillon-Archiv:
Universitäten erkennen Politikern prophylaktisch alle Doktortitel ab
Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU) erhebt Anspruch auf Guttenbergs Nachfolge
Guttenbergs Adelstitel ebenfalls nicht durch Eigenleistung erworben

Newsticker (191)

++++ Nochmal Schwein gehabt: Sodomist wird rückfällig ++++
++++ Rolle rückwärts: Ellor ++++
++++ Kommt ihm gut gelegen: Almbauer hat einen Hang zum Skifahren ++++
++++ "Au Backe!": Patient gibt Zahnarzt undeutliche Schmerzbeschreibung ++++
++++ Nah am Wasser gebaut: Architekt weint bei Damm-Eröffnung ++++
++++ Sturer Gefangener: Foltermeister erhält Informationen nur mit Hängen und Würgen ++++
?, ind, sid, tim, ke, mok

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Dienstag, 19. Juli 2011

Nach Anfeindungen: Sarrazin betritt Kreuzberg nur noch maskiert

ssi; Foto (Richard Hebstreit, CC BY 2.0): Wird jetzt garantiert nicht mehr erkannt: Anonymes "Opfer" eines sarrazinfeindlichen Übergriffs mit Brille, Nase und Schnurrbart.

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Montag, 18. Juli 2011

Discounter und Supermärkte erhöhen Pfand für Einkaufswagen auf 1,08 Euro

Hamburg, Essen, Neckarsulm (dpo) - Wucher oder lange überfälliger Inflationsausgleich bei Aldi, Sky, Rewe & Co.? Die großen Discounter- und Supermarktketten Deutschlands haben heute gemeinsam angekündigt, das Pfand für Einkaufswagen von einem Euro auf einen Euro und 8 Cent anzuheben*.

Von links nach rechts: 0,01 €, 0,02 €, 0,05 €, 1 €
Karl Wenz, ein Sprecher der ebenfalls beteiligten Edeka-Gruppe, erklärte gegenüber dem Postillon: "Dieser Schritt war lange überfällig: Seit der Euroeinführung 2002 wurde das Einkaufswagenpfand nicht mehr erhöht. In der gleichen Zeit ist der Preis für einen Liter Super-Benzin von etwa einem Euro auf über 1,50 Euro gestiegen." Dagegen, so Wenz, sei eine Erhöhung auf 1,08 Euro mehr als gerechtfertigt.
Damit der erhöhte Pfandbetrag auch erhoben werden kann, soll in den kommenden Monaten die gesamte Einkaufswagenflotte der Discounter und Supermärkte umgerüstet werden. Neben dem 1-Euro-Schlitz müssen ein 5-Cent-Schlitz, ein 2-Cent-Schlitz und ein 1-Cent-Schlitz angebracht werden. Erst wenn in allen vier Schlitzen die passende Münze steckt, können Kunden dann einen Wagen lösen.
Alldenjenigen, die befürchten, nicht immer das nötige Kleingeld in der Tasche zu haben, raten Verbraucherschützer, einfach immer vier verschieden große Pfandchips aus Plastik mit sich zu führen.
ssi

*Billig-Einkaufswagen, für die der Kunde bislang nur 50 Cent investieren musste, sollen künftig mit 53 Cent (50-Cent-Münze, 2-Cent-Münze, 1-Cent-Münze) zu Buche schlagen.

Hinweis: Dieser Artikel erschien auch in der ersten Ausgabe der Postillon24 Nachrichten

Newsticker (190)

++++ SoDoMi: Tierhandlung nur dreimal pro Woche geöffnet ++++
++++ Einfach Spitze: Name des höchsten deutschen Bergs soll verkürzt werden ++++
++++ Zu schnell: Putzfrau verliert Lappen ++++
++++ Unvorstellbar: Eigensinnige Uhr verweigert Sommerzeit ++++
++++ Alle Achtung: General ruft zum Appell ++++
mrv, tim, tsc, kku, top

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Sonntag, 17. Juli 2011

Das Wort zum Sonntag (130)

Es kommentiert Bario Masler (ehemaliger Fußballstar, Macho)*:
Ist diese furchtbare Weiber-WM jetzt endlich vorbei? Ich als richtiger Mann mit ordentlich Eiern in der Hose habe mir bewusst noch nie in meinem Leben Frauenfußball angesehen, weil ich genau weiß, wie furchtbar das ist. Auch bei dieser WM habe ich das traurige Spektakel keine einzige Minute verfolgt und dabei genug Erkenntnisse gesammelt, um mich bestätigt zu fühlen. Als ich dann auch noch gehört habe, dass die deutsche Frauennationalmannschaft bereits im Viertelfinale gegen Japan aus dem Turnier geworfen wurde, wusste ich sofort: Dies ist der endgültige Beweis dafür, dass Frauen nicht Fußball spielen können.
Ich fasse zusammen: Frauen sind viel zu langsam, nicht athletisch genug und viel zu zimperlich. Da bleibe ich doch lieber beim Männerfußball -- und in letzter Konsequenz privat natürlich auch bei reinen Männerpornos.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Foto Masler: Alain Bonnand, CC BY-SA 3.0, Cartoon: meikel neid

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Samstag, 16. Juli 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (90)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Dem Österreicher Niko Alm ist es gelungen, bei den Behörden durchzuboxen, dass er auf seinem Führerscheinfoto ein Nudelsieb als Kopfbedeckung tragen darf - und zwar aus religiösen Gründen: Nudelsieb auf Führerscheinfoto genehmigt (mit Dank an Susanne K.)
Das Finale und Links zur ganzen Geschichte gibt's auf Niko Alms Blog: Heiliger Führerschein
2. Spiegel Online hat einen sehr ausführlichen Artikel über die berüchtigte US-Boulevard-Zeitung Weekly World News gebracht, die mit Schlagzeilen wie "Hitlers Nase geklont - und ihr wächst bereits ein Schnurrbart" aufmachte. Beachtenswert ist die Klickstrecke mit den besten Titelseiten: Kult-Boulevardzeitung "Weekly World News" - Die unglaubliche Geschichte
3. Ein Spezialteam rettet nach stundenlangen Versuchen von Polizei und Feuerwehr eine Forelle aus einem Brunnen: Forelle im Fischbrunnen (mit Dank an Anne R.)
4. Einer der feinsten Werbespots überhaupt (englisch):

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Freitag, 15. Juli 2011

Erster Punk akzeptiert auch EC- und Kreditkarte

Berlin (dpo) - Auch vor einem so klassischen Handwerk wie dem Schnorren macht der Fortschritt nicht halt. Da immer mehr Menschen ihren Zahlungsverkehr bargeldlos regeln und kaum noch Kleingeld bei sich tragen, hat sich der Kreuzberger Punk Lonny Mouseblood (18) etwas ganz besonderes einfallen lassen: Er hat sich ein Kartenlesegerät angeschafft.
Der Postillon hat den gewieften Geschäftsmann, der neben EC-Karten auch Kreditkarten von American Express oder VISA akzeptiert, getroffen.

Newsticker (189)

++++ Mann stutzte, als er es erfuhr: Frau steht auf Intimrasur ++++
++++ Nach verspäteter Ermittlung: Polizei stellt Uhr ++++
++++ Keiner fand mehr aus Haus raus: Pförtner hatte Ausgang ++++
++++ Mysteriös: Traumfrau nach dem Aufwachen spurlos verschwunden ++++
++++ Unglaublich: Dompteur macht Elefanten zur Schnecke ++++
ssi, cod, sid, tin, ?

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Donnerstag, 14. Juli 2011

Ratingagenturen-Ratingagentur stuft Rating von Ratingagenturen herab

New York (dpo) - Eine überraschende Abwertung des Ratings von drei großen Ratingagenturen durch die Ratingagenturen-Ratingagentur CRARA (Credit Rating Agency Rating Agency) sorgte heute für Unruhe auf den internationalen Finanzmärkten. Betroffen waren Standard & Poor's, Moody's Investors Service und die Fitch Group.

In der Krise: Ratingagenturen
"Das Vertrauen in die Ratings der Ratingagenturen ist durch diese neuen Ratingagenturen-Ratings der Ratingagenturen-Ratingagentur erschüttert," so der Finanzexperte und leidenschaftliche Golfspieler Bryan McArthur. "Auf wen soll man jetzt noch hören, wenn man selbst von profitorientierten Privatunternehmen keine verlässlichen unabhängigen Einschätzungen mehr erwarten kann?"
"Es herrscht große Unsicherheit, auch bei uns," kommentierte Finanzexperte und Porsche-Sammler Wilfried von Wagnerstetten von der Frankfurter Börse die Situation. "Das stellt alles in Frage, was ich in meinem abgebrochenen BWL-Studium gelernt habe."
Doch nicht alle wollen die komplizierte neue Situation akzeptieren: "Wir brauchen eine Kontrollinstanz für diese Ratingagenturen-Ratingagenturen. Es darf nicht sein, dass so wenige Menschen praktisch im Alleingang über das Schicksal von wenigen Menschen entscheiden, die praktisch im Alleingang über das Schicksal von viel mehr Menschen entscheiden", so der demokratische Kongressabgeordnete Philip Specter, der bereits einen neuen Gesetzesvorschlag zur Regulierung des Marktes eingebracht hat: den "Credit Rating Agency Rating Agency Regulation Act" (CRARARA).
msc (Gastbeitrag)

Weitere Wirtschaftsnachrichten im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 13. Juli 2011

Ärzte finden vollständig erhaltenes menschliches Skelett in Körper von Mann

Meppen (dpo) - Steckt hinter dieser Geschichte ein grausames Gewaltverbrechen? Bei einer Routineuntersuchung haben Ärzte des Krankenhauses Ludmillenstift in Meppen ein vollständig erhaltenes menschliches Skelett im Körper eines 45-jährigen Dachdeckers entdeckt. Nun versucht die Polizei zu klären, woher die Knochen stammen.

Wer kennt dieses Skelett?
Dabei fing alles ganz harmlos an: "Herr Benno F. kam zu uns ins Krankenhaus und klagte über Schmerzen am Ellbogen", so der behandelnde Arzt Dr. Bracksen zum Postillon. "Weil ich keinen äußerlichen Grund für die Beschwerden fand, beschloss ich, den Patienten zu röntgen."
Doch wie groß war der Schock für Bracksen und seine Kollegen, als sie feststellen mussten, dass sich im Arm von Benno F. Knochen befanden – menschliche Knochen!
"Wir haben Herrn F. dann noch weitergeröntgt und nach und nach festgestellt, dass sich in seinem Körper ein vollständig erhaltenes Skelett befindet", so Bracksen weiter. "Es muss da schon eine ganze Weile gelegen haben, denn das Weiße an den Knochen war schon klar erkennbar, was auf ein fortgeschrittenes Verwesungsstadium hindeutet." Nach diesem schaurigen Fund alarmierte das Krankenhaus sofort die Polizei.
Hat ein Skelett im Körper: Benno F.
Benno F., der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt, behauptete bei seiner Vernehmung steif und fest, er wüsste nicht, wie das Skelett in seinen Körper gekommen sein soll. Das sieht die Staatsanwaltschaft jedoch anders. Sie glaubt - auch weil die menschlichen Gebeine so gleichmäßig auf den Körper von F. verteilt sind -, dass hier eine Tat vorsätzlich verschleiert werden soll. Staatsanwalt Heiko Müller: "Benno F. wird wohl kaum mit einem Skelett dieser Größe im Körper auf die Welt gekommen sein."
Immerhin gibt es erste Erkenntnisse über den Besitzer der Knochen: Aus den Röntgen-Aufnahmen geht hervor, dass das Skelett von einem Mann um die 40 stammt. Fortgeschrittener Knochenverschleiß deutet daraufhin, dass er zu Lebzeiten einen "wirklichen Knochenjob" - etwa auf dem Bau - verrichtete. Handelt es sich etwa um einen Kollegen von F.?
Alles weitere kann nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nur durch eine Exhumierung der Knochen geklärt werden. Dazu müssen sie im Zuge eines größeren chirurgischen Eingriffes aus dem Körper von Benno F. entnommen werden. Bei einer anschließenden Obduktion des Skeletts könne man dann die genaue Todesursache feststellen.
ssi; Foto rechts oben: Nevit Dilmen, CC BY-SA 3.0

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Wissenschaftlern gelingt Kreuzung aus Mann und Frau

Newsticker (188)

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Dienstag, 12. Juli 2011

GVU fordert Gründung von KripoX, um kino.to-Nachfolger KinoX.to zu schließen

Satz mit X, war wohl nix: kino.to ist wieder da
Berlin (dpo) - Kaum ist die vor einem Monat nach einer Razzia geschlossene Movie-Streaming-Seite kino.to unter dem neuen Namen KinoX.to zurückgekehrt, schon soll sie wieder dicht gemacht werden: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat die Kriminalpolizei heute aufgefordert, umgehend eine neue Spezialeinheit mit dem Namen "KripoX" zu gründen, um den neuerlichen Machenschaften des Online-Video-Portals Einhalt zu gebieten.
Halten sich für Helden: Geldscheffler von kino.to
"Der Staat muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Wir stellen uns die KripoX genauso vor wie die herkömmliche Kriminalpolizei – mit demselben Uniformdesign und denselben Leuten", so Bernd Weinser von der GVU. "Der einzige Unterschied ist das X hinten am Namen und natürlich die Tatsache, dass die KripoX - bislang - noch kein Streamingportal geschlossen hat und damit noch unbelastet ist." Auch weitere Einheiten wie Kripo2k und Kripo24 könnten bald gegründet werden.
Für den Fall, dass die KripoX - im Gegensatz zur Kripo im Falle von kino.to - weniger als sechs Jahre braucht, um KinoX.to zu schließen, mahnt die GVU zur Wachsamkeit: Die Domain kinoxx.to ist noch frei.
 ssi; Screenshot links (zur Vergrößerung anklicken): gcomic

Kino.to und andere Netzthemen im Postillon-Archiv:
Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen
Über 7000 Jugendliche bei Facebook-Party auf Mond erstickt
Neue Satzzeichen sollen Inflation von Frage- und Ausrufezeichen eindämmen

Montag, 11. Juli 2011

Deutschland liefert 200 Panzer nach Somalia, um Hungersnot zu bekämpfen

Berlin (dpo) - Die Bundesregierung hat angekündigt, das ostafrikanische Land Somalia mit einer Lieferung von 200 Kampfpanzern des Typs Leopard 2A7 zu unterstützen. Die wendigen Kampfpanzer sollen der Bevölkerung und den Bürgerkriegsparteien vor Ort dabei helfen, die laut Uno drohende Hungersnot nachhaltig zu bekämpfen.
Stark gegen jede Krise: Kampfpanzer Leopard
"Wenn unsere Kampfpanzer so etwas kompliziertes wie Frieden im Nahen Osten herstellen können, dann sind sie auch imstande, den Hunger in Somalia zu bekämpfen", rechtfertigte Außenminister Guido Westerwelle den überraschenden Schritt.
Der Leopard 2A7 ist Aussagen des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann zufolge außerordentlich gut dafür geeignet, etwaige humanitäre Katastrophen einfach zu überrollen. Zudem kann er Hunger nicht nur auf kurze Entfernung, sondern auch auf mittlere Distanz unter Beschuss nehmen.
In den nächsten Monaten will die Bundesregierung überdies prüfen, ob deutsche Kampfpanzer auch eingesetzt werden können, um den Klimawandel, das Artensterben, Krankheiten wie Malaria und Aids sowie den fortschreitenden Verfall der deutschen Glaubwürdigkeit durch den Verkauf von Kampfpanzern zu bekämpfen.
ssi

Waffenhandel im Postillon-Archiv:
Bundessicherheitsrat billigt Verkauf von 200 Seelen an Teufel
Bundesregierung appelliert an deutsche Waffen, nicht auf libysche Zivilisten zu schießen

Newsticker (187)

++++ Kann man finden, wie man will: Google hat Suchpotential ++++
++++ Hand salzig: Ziege startet Ableckungsmanöver ++++
++++ Unfall: Defekter Helm bereitet Motorradfahrer Kopfzerbrechen ++++
++++ Umgenietet: Jeans passte Gangsterboss nicht ++++
++++ Seine Stunde hat geschlagen: Kuckuck völlig aus dem Häuschen ++++
kku, ssi, tim, sid, rba

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Sonntag, 10. Juli 2011

Das Wort zum Sonntag (129)

Es kommentiert Anselm Hüttenbrenner (Experte, Sachverständiger)*:
Ach du liebe Zeit! Herrjemine. So etwas darf es doch gar nicht geben – und dann auch noch ausgerechnet jetzt und hier anstatt etwas früher oder später und irgendwoanders! Ich habe in meinen 84 Lebensjahren ja schon so einiges erlebt, aber das übertrifft – abgesehen von manch anderem – einfach alles. Was haben die sich denn dabei gedacht? Aber das ist es ja: Vermutlich wurde überhaupt nicht gedacht und wenn, dann nur halbherzig und ohne Sinn und Verstand. Da sieht man wieder einmal deutlich, wie wenig man erkennen kann, wenn man nicht genau hinsieht oder seine Brille nicht trägt. Da hätte man doch auch schon früher drauf kommen können.
Langer Rede kurzer Sinn: Es hätte anders kommen können, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre. Aber es ist ja und genau da liegt das Problem.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi

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Samstag, 9. Juli 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (89)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Wer noch nicht weiß, welcher beliebte deutsche Politiker sich hinter dem wohlklingenden Namen Jido Fister Filly versteckt, der sollte das hier lesen: Jido Fister Filly – Sudanesische Zeitung benennt Westerwelle um (mit Dank an Anne R.)
Im [ʃplɔk] erfährt man außerdem, wie es dazu kam: Jido Fister Filly
2. Völlig unzusammenhängend; ein gelungener Beitrag aus der Titanic-Rubrik Vom Fachmann für Kenner und ein feiner Cartoon von NICHTLUSTIG: Pfui und Feuerwehr
3. Die Wahrheit über die Wahrheit über rechte Meinungsführer mit einem wegweisenden Kommentar über Die Struktur des menschlichen Histamin H1 Rezeptorkomplexes mit Doxepin: Neu: Das schwarze Fanal
4. Sein ganzer Auftritt bei Jon Stewart ist ja schon sehenswert, aber richtig gut (und plausibel) wird es, wenn der Comedian Louis CK ab 2:14 erklärt, warum ein Furz, das lustigste ist, was es gibt (englisch, Direktlink):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 8. Juli 2011

Volksfest in Pamplona schon wieder von wilden Stieren ruiniert

Pamplona (dpo*) - Pech für die spanische Stadt Pamplona! Bereits zum 421. Mal in Folge wurde das beliebte Volksfest Sanfermines von wilden Stieren ruiniert. Die Tiere tauchten Augenzeugenberichten zufolge plötzlich auf und jagten eine Gruppe junger Männer quer durch die Altstadt. Es gab zahlreiche Verletzte.

Griffen völlig überraschend junge Männer an: Wilde Stiere
"Das kann doch nicht sein, dass wir jedesmal, wenn wir friedlich feiern wollen, von wilden Stieren angegriffen werden – und das schon seit 1591", schimpfte Carlos Zenderes, ein Passant, der den attackierenden Bestien nur knapp entkommen konnte, gegenüber dem Postillon. "Es wird Zeit, dass unsere Regierung etwas unternimmt. Olé!"
Für Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy sind solche Vorwürfe ein rotes Tuch: "Wir tun bereits, was wir können, um das Problem bei den Hörnern zu packen. Wir bauen Arenen, in denen Stiere gestellt werden können und wir bilden spezielle Kämpfer aus, um sie dann zu töten."
Stiertöter bei der Arbeit
Auch dieses Mal sei es einem Spezialteam aus Razeteurs, Picadores und Matadoren gelungen, die wilden Stiere unter großem Jubel zu besiegen, nachdem diese in eine vollbesetzte Arena getrieben werden konnten.
Rajoy: "Wir haben den Stieren nicht nur in Pamplona, sondern überall in Spanien den Kampf angesagt, toro!"
Der Kampf gegen die Stiere gestaltet sich jedoch schwierig. "Sie tarnen sich jahrelang als friedliche Kälber, bis sie plötzlich angreifen", so Prof. Dr. Miguel Corrida, ein anerkannter Taurologe. "Hinzu kommt, dass für jeden getöteten Stier im nächsten Jahr ein neuer bereit steht. Es ist, als würden sie irgendwo gezüchtet."
ssi; Foto links: Michael Helmer, CC BY-SA 3.0

*Dieser Artikel wurde behutsam an das Jahr 2012 angepasst

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