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Dienstag, 24. Januar 2012

Verfassungsschützer neidisch auf Kollegen, der Sahra Wagenknecht beobachtet

Berlin (dpo) - Mehrere Verfassungsschützer, die seit Jahren die Aufgabe haben, verschiedene Abgeordnete der Linken zu beobachten, erklärten gegenüber dem Postillon, sie seien neidisch auf ihren Kollgen Werner Knappheim. Er ist dafür abgestellt, Sahra Wagenknecht (42) zu beschatten.
Unter Beobachtung: Wagenknecht
"Es ist einfach nur gemein", beschwert sich etwa der Verfassungsschützer Mark Lüdgers, der seit Anfang letzten Jahres die Vizepräsidentin des deutschen Bundestages Petra Pau beobachtet. "Nicht dass ich etwas gegen Frau Pau hätte, aber – ach, Sie wissen ja selbst, wie sie aussieht." Dabei hatte sich Lüdgers erst 2010 dafür eingesetzt, endlich nicht mehr Gesine Lötzsch beobachten zu müssen.
Eine Verfassungsschützerin, die mit der Observation von Gregor Gysi beauftragt ist, äußerte ähnliche Klagen. Immer wenn sie mit ihrem Mann im Bett zugange sei und die Augen schließe, sehe sie den kleinwüchsigen Spitzenpolitiker vor sich.
Hat ganz eigenen Charme: Pau
Werner Knappheim hingegen betonte, er arbeite rein professionell: "Ich werte die Zeitungsberichte und Fernsehauftritte natürlich nur unter rein politischen Gesichtspunkten aus. Dass es sich bei Sahra Wagenknecht um eine heißblütige Halbiranerin mit der Figur eines Models und dem Sexappeal eines Filmstars handelt, bemerke ich gar nicht mehr." Manchmal nehme er sich sogar Arbeit mit nach Hause.
Die Frage, warum der Verfassungsschutz überhaupt rund 390.000 Euro jährlich in die Observation der Linkspartei - und damit nur unwesentlich weniger als in die der NPD - investiert, beantwortet ein Sprecher des Inlandsgeheimdienstes wie folgt: "Haben Sie sich die Gesichtsbaracken bei den Rechten mal angesehen? Da beobachten wir wirklich nur so viel wie nötig."
ssi; Foto links: Franz Richter, CC BY-SA 3.0

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