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Montag, 11. Juni 2012

Forstministerium gibt Junggesellenabschiede zum Abschuss frei

Bonn, Berlin (dpo) - Endlich Entlastung für die Innenstädte! Die für die Forstwirtschaft zuständige Ministerin Ilse Aigner (CSU) hat mit sofortiger Wirkung sämtliche Teilnehmer von Junggesellenabschieden zum Abschuss freigegeben. Städtische Jäger und Forstbeamte erhalten nun - je nach Standort - bestimmte Vorgaben, wie viele der hemmungslos Feiernden sie mindestens pro Saison erlegen müssen.

Dieser Schritt kam nicht überraschend, denn in den letzten Jahren stieg die Zahl der meist in Fußgängerzonen durchgeführten Junggesellenabschiede sprunghaft. Besonders im Sommer und in Großstädten sind die feierwütigen Grüppchen zu einer wahren Plage geworden.
JGAlerinnen in Rot lassen sich leichter treffen
Aigner rechtfertigte die Abschussfreigabe heute bei einer Pressekonferenz: "Im Idealfall sollte der Mensch nicht in die Natur eingreifen, sondern warten, bis sich die Bestände selbst regulieren. Dass Junggesellenabschiede inzwischen jedoch andere heimische Arten wie Schaufensterbummler, Einkäufer und Anwohner zurückdrängen, können wir nicht länger mitansehen."
Der Zoologe Heiner Flensch erklärt sich den enormen Anstieg vor allem dadurch, dass die oft aus dem Umland angereisten JGA-Teilnehmer zwar jede Menge natürliche Feinde haben, diese aber äußerst selten zum Angriff übergehen. Stattdessen versuchen Passanten, Junggesellenabschiede krampfhaft zu ignorieren, um nicht in bizarre Spiele einbezogen zu werden.
Frank Sorstner, Vorsitzender der deutschen Jägervereinigung, hält die neuen Vorgaben für längst überfällig und freut sich: "Gleich nachdem ich erfahren habe, dass Junggesellenabschiede zum Abschuss freigegeben sind, habe ich am Wochenende schon die ersten Exemplare erlegt. Besonders gerne schieße ich in weibliche Abschiede. Die kreischen so schön." Will man jedoch nicht gleich die ganze Gruppe verscheuchen, empfehle es sich abzuwarten, bis sich einzelne, bereits durch Alkohol geschwächte JGAler von der Gruppe absondern, um Wasser zu lassen.
Bei allem Spaß an der Jagd weiß Sorstner jedoch auch um seine persönliche Verantwortung: "In der Stadt zu schießen, ist etwas ganz anderes als etwa im Wald." Man müsse höllisch aufpassen, dass man nicht versehentlich einen Menschen trifft.
ssi; Foto links oben: farbfilm, CC BY 2.0, Foto rechts: Watt_Dabney, CC BY-SA 2.0

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