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Freitag, 27. Juli 2012

Nachgefragt: Das halten Jugendliche vom Verbot von 28 "Legal Highs"

Berlin (dpo) - Sie heißen verharmlosend "Badesalz", "Lufterfrischer" oder "Kräutermischungen", doch tatsächlich handelt es sich um synthetische Designerdrogen. Herstellung, Handel und Besitz 28 solcher psychoaktiven Substanzen sind seit gestern verboten. Doch wie denken eigentlich der kleine Mann und die kleine Frau von der Straße (sprich: Jugendliche) über ein solches Verbot? Der Postillon hat sich umgehört:


Benjamin L. (18), Gymnasiast:
"OMG! Jetzt muss ich auf eines der mindestens 50 noch nicht verbotenen Legal Highs umsteigen! Da ich durch den Konsum dieser "Badesalze" schon ganz lethargisch bin, wird es mir äußerst schwer fallen, auf denselben Internetseiten wie immer ein leicht abgeändertes Produkt auszuwählen."

Saskia W. (19), Kabelträgerin bei Sat.1:
"Ich begrüße diese Entscheidung. Ich selbst nehme natürlich keine Drogen, sondern saufe wie jeder anständige Bundesbürger jeden Tag eine Flasche Schnaps und pfeife mir jedes Medikament rein, das ich kriegen kann."

Marcell J. (15), Realschüler:
"Die können verbieten, was sie wollen, solange wenigstens Gras legal bleibt. Es wäre wirklich gemein, wenn man das plötzlich nicht mehr an jeder Straßenecke bekommen könnte."

Sylvia F. (17), Schülerin an einem katholischen Mädcheninternat:
"Endlich kommt wieder etwas Schwung in den Markt. Wenn die Regierung nicht regelmäßig irgendwelche Substanzen illegalisiert, bieten diese Kräutershops immer dieselbe Scheiße an. Da ich den ganzen Kram schon durchprobiert habe, bin ich gespannt, was für Zeug als nächstes kommt."

Dennis B. (17), Azubi:
"Was?! Das waren Drogen? Und ich habe mich schon gewundert, warum das Zeug, in dem ich seit Jahren bade, so unfassbar teuer ist. Hat aber echt gut gerochen."

Anselm H. (97), Frührentner
"Ich verticke selbst Gras, Haschisch, Speed, Koks und auf Nachfrage auch Heroin. Daher bin ich froh, dass die Bundesregierung dem Handel mit diesen sogenannten "Legal Highs" endlich einen Riegel vorschiebt. So ist das Auskommen für kleine mittelständische Drogenlieferanten wie mich gesichert."

ssi; Foto oben links: Schorle, CC BY-SA 3.0, restliche Fotos Fotolia und istockphoto