New York, Berlin, Hamburg (dpo) - Der Hurrikan "Sandy" hat eine Schneise hysterischer Liveticker, dramatischer Bilder und übertriebener Schlagzeilen auf deutschen Online-Nachrichtenseiten hinterlassen. Mehrfach brach die Versorgung mit "normalen" Nachrichten zusammen. Allein in Deutschland erlitten über 16 Redakteure ein Burnout-Syndrom aufgrund der Strapazen.
"Sandy" tobte offenbar so heftig auf den Startseiten nahezu aller Online-Medien, dass selbst Nachrichten über die Offenlegung der Redehonorare von Peer Steinbrück erbarmungslos auf die hinteren Plätze gespült wurden. Als gegen Mittag in New Jersey auch noch ein Damm brach, bedeutete dies den Dammbruch: Sogar die Online-Auftritte kleiner Lokalzeitungen und sonst seriöser Publikationen wie dem Postillon wurden von Ausläufern der atemlosen Berichterstattung erfasst.| Selbst sicher geglaubte Gefilde wie der Online- Auftritt der "SZ" wurden von "Sandy" erfasst |
Inzwischen scheint sich die Lage in New York jedoch glücklicherweise zu beruhigen. Dies lässt hoffen, dass auch in den deutschen Nachrichtenredaktionen mit einiger Verzögerung wieder Ruhe einkehren wird – die Ruhe vor dem nächsten großen Sturm.
ssi; Screenshots: bild.de, sueddeutsche.de
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