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Mittwoch, 21. November 2012

Mann, der endlich Kunst des SMS-Schreibens gemeistert hat, hält sich für modern

Hamm (dpo) - Der 54-jährige Verwaltungsfachangestellte Friedrich Becker ist stolz. Nach jahrelangen Mühen hat er endlich gelernt, Kurznachrichten auf seinem Mobiltelefon zu verfassen und zu versenden. Auch die Verwendung des T9-Wörterbuchs beherrscht er inzwischen spielend. Becker ist überzeugt, nun endlich "genauso modern" zu sein, "wie die jungen Leute von heute".

"All die Jahre bin ich mir minderwertig vorgekommen, weil ich keine Kurznachrichten verschicken konnte", teilte Becker dem Postillon mit. "Und sehen Sie mich heute an. Gerade eben erst habe ich meiner 17-jährigen Tochter eine SMS geschickt, um ihr mitzuteilen, dass ich jetzt auch SMSen kann. Ans Ende habe ich dann sogar "HDL" geschrieben. Die wird Augen machen."
Auch den Teletext lernte Becker zu bedienen
Hätte Becker gewusst, wie praktisch die kurzen Nachrichten aus höchstens 160 Zeichen sind, hätte er sich diese Kulturtechnik eigenen Angaben zufolge schon viel früher angeeignet. Allerdings wurde der lernhungrige Mittfünfziger zuvor stark davon in Anspruch genommen, sich andere technische Innovationen zu erschließen. So meisterte er erst kürzlich die Bedienung des Teletexts seines Fernsehapparats und die Programmierung seines VHS-Videorekorders.
Angespornt durch seine jüngsten Erfolgserlebnisse ist Becker inzwischen überzeugt, dass er alles schaffen kann. Als nächstes will er herausfinden, was es eigentlich mit diesem "Internet" auf sich hat.
ssi; Foto oben: © auremar - Fotolia.com

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