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Freitag, 10. Oktober 2014

Einigung nach Klage: NSA darf bei Twitter-Nutzern nur noch maximal 140 Zeichen auslesen

San Francisco, Washington (dpo) - Ein Etappensieg für den Datenschutz: Nach einer Klage des Kurznachrichtendienstes gegen die amerikanische Regierung haben sich Twitter und der US-Geheimdienst NSA in puncto Datenspionage auf neue Konditionen verständigt. Demnach darf die NSA ab sofort nur noch maximal 140 Zeichen pro Twitter-Meldung abgreifen. Der Geheimdienst gibt trotz der Niederlage an, in dieser Sache keine weiteren Schritte mehr unternehmen zu wollen.

Die Fronten nach den Verhandlungen sind geklärt: Sollte der Geheimdienst bei seiner Spionage die vereinbarte Grenze pro Tweet überschreiten, drohen rechtliche Schritte. Der Kurznachrichtendienst verpflichtet sich im Gegenzug, sämtliche Daten, auch nicht-öffentlicher Accounts, innerhalb der Beschränkung bereitzustellen, um "den Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht zu gefährden".
Für Twitter-Vizechef Lee ist es damit jedoch noch nicht getan: Im kommenden Jahr will das Unternehmen in einer erneuten Klage eine weitere Schranke für den Geheimdienst erwirken. Um Benutzerdaten noch effektiver schützen zu können, will Twitter die Weitergabe der privaten IP-Adressen seiner Nutzer auf maximal 15 Zeichen begrenzen.
fed, ssi; Foto: Anthony Correia / Shutterstock.com
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