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Montag, 30. November 2015

Apapismus: Immer mehr Menschen glauben nicht an die Existenz des Papstes

Berlin (dpo) - Ein stetig wachsender Teil der Deutschen glaubt nicht an die Existenz des Papstes. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control unter 1200 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern. Demnach bezweifeln elf Prozent der Bundesbürger, dass es tatsächlich einen Mann gibt, der die katholische Kirche lenkt und seinen Anhängern Hoffnung und Trost spendet.

"Ganz offensichtlich lehnen immer mehr Menschen das Konzept eines alten, von Kardinälen gewählten Mannes in einem winzigen Stadtstaat auf der italienischen Halbinsel ab", erklärt Heinz Geiwasser, der Leiter des Instituts. Für den Unglauben wurden ganz unterschiedliche Beweggründe genannt.
Eine der vielen, die den Papst für Einbildung halten: Tanja Friedel
"Wenn es den Papst wirklich geben sollte, warum lässt er dann all die Skandale in der katholischen Kirche zu?", fragt etwa Apapistin Tanja Friedel (31). "Außerdem glaube ich nur, was ich sehe. Den Papst habe ich noch nie gesehen." Menschen, die behaupten, ihnen sei der Papst leibhaftig auf dem Petersplatz erschienen, nimmt sie nicht allzu ernst. "Ich weiß nicht, ob das Massenhalluzinationen sind oder Luftspiegelungen. Ich bin mir aber sicher, dass es für diese Fälle eine ganz natürliche wissenschaftliche Erklärung gibt."
Andere Apapisten verweisen zudem darauf, dass der Papst im Lauf der Geschichte immer wieder als scheinbar völlig andere Person dargestellt wird.
Neben überzeugten Apapisten wie Tanja Friedel gibt es laut Geiwasser auch die nicht zu vernachlässigende Gruppe der Papagnostiker – also Menschen, die bei der derzeitigen Beweislage keine feste Aussage über die Existenz oder Nichtexistenz eines Papstes treffen wollen.
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ssi, dan; Foto oben: Philip Chidell / Shutterstock.com
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