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Donnerstag, 3. Dezember 2015

Nach erneuter Massenschießerei: USA bombardieren NRA-Hauptquartier

Washington (dpo) - Genug ist genug: Nach einer erneuten Schießerei in den USA mit zahlreichen Toten hat US-Präsident Barack Obama erstmals konkrete militärische Schritte gegen die Hinterleute des Terrors eingeleitet. Heute Vormittag bombardierte die US Airforce mehrere Standorte der Waffenlobby NRA, darunter auch das Hauptquartier im Bundesstaat Virginia.

Ziel des "War on Weapons" ist es, die Organisation zu zerschlagen, die die Verantwortung dafür trägt, dass Jahr für Jahr tausende US-Bürger ihr Leben verlieren.
Schon auf dem Logo der Terrorgruppe trampelt ein bewaffneter Adler auf dem Wappen der USA herum.
"Über 12.000 US-Amerikaner haben in diesem Jahr bislang durch Schusswaffengewalt ihr Leben verloren – das sind mehr als vier 9/11s", so Obama in einer TV-Ansprache an die US-amerikanische Bevölkerung. "Wir haben es jahrelang auf diplomatischem Weg versucht, aber jetzt ist Schluss. Mit den Verantwortlichen für diesen Terror wird ab sofort nicht mehr verhandelt."
Heute Morgen gegen 9 Uhr amerikanischer Zeit warf die US-Luftwaffe insgesamt 4,5 Tonnen Sprengstoff auf das Hauptquartier der National Rifle Association ab. Ob es bei dem Angriff Tote gab, ist noch nicht bekannt, da sich eine Gruppe Widerständler um NRA-Chef Wayne LaPierre in den Ruinen verbarrikadiert hat und jeden unter Beschuss nimmt, der sich dem Gebäudekomplex nähern will.
In den kommenden Tagen soll der "War on Weapons" auf weitere Ziele ausgeweitet werden. So sollen Waffenhersteller wie Ruger, Remington oder Smith & Wesson bombardiert werden. Auch einen Einsatz von Bodentruppen gegen Waffenläden und Supermärkte, die Waffen verkaufen, schließt das Weiße Haus nicht aus.
Fraglich ist, ob der "War on Weapons" von Erfolg gekrönt sein wird. Denn nur wenige Stunden nach dem Angriff legte ein Lobbyist der NRA im US-Kongress einen Gesetzentwurf vor, der Mitgliedern der Organisation den Besitz von schweren Luftabwehrraketen erlaubt. Beobachter rechnen damit, dass das Gesetz mit Hilfe der Republikaner schon in den nächsten Tagen durchgewunken wird.
dan, ssi
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