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Mittwoch, 30. März 2016

Nur noch 200 Geldscheine unterschreiben, dann hat Mario Draghi Feierabend

Frankfurt (dpo) - Bald ist es geschafft! Nur noch 200 Geldscheine hat Mario Draghi zu unterschreiben, bevor er in wenigen Minuten endlich in den wohlverdienten Feierabend darf. Ohne die Unterschrift des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Scheine kein gültiges Zahlungsmittel.

"So, nur noch diesen Stapel mit 50ern und die 5er dahinten, dann habe ich es endlich geschafft für heute", freut sich Draghi, während er kurz seine Schreibhand ausschüttelt. "Jetzt nur keinen Krampf bekommen!" Im Geldscheine-Unterschreiben ist der Italiener geübt: Seit 2011 hinterließ er auf Milliarden von Banknoten seine Signatur.
Manchmal erlaubt sich Mario Draghi auch einen kleinen Spaß.
Am liebsten unterschreibt Draghi auf druckfrischen 500ern. "Die haben einfach so eine schöne Farbe, auf der man – Mist! Schon wieder 'Draghi' ohne h geschrieben", murmelt er und wirft eine 50-Euro-Banknote in den Papierkorb.
Das Unterzeichnen von Geldscheinen kostet ihn durchschnittlich rund sieben Stunden seines Arbeitstags. Den Rest der Zeit verbringt er damit, den Leitzins zu senken.
"Beim Scheine-Unterschreiben kann auch mal was schiefgehen", berichtet der EZB-Präsident. Erst letzte Woche habe er wegen eines undichten Kugelschreibers versehentlich Geldscheine im Wert von 17.400 Euro unbrauchbar gemacht.
Zudem steht er intern schon seit Monaten unter Druck, weil er mit dem Unterschreiben nicht hinterherkommt. "Ich wünschte, ich könnte beidhändig immer zwei Scheine gleichzeitig unterschreiben wie mein Vorgänger Trichet", seufzt Draghi, als just eine weitere Palette mit 200-Euro-Scheinen in seinem Büro eintrifft. "Och nööö. Da muss ich wieder Arbeit mit nach Hause nehmen. Na wenigstens kann ich mir die Überstunden gleich selbst auszahlen."
ssi, dan; Idee: tsc
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