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Montag, 7. Oktober 2019

SPD völlig baff: Sozialdemokratische Partei gewinnt Wahl mit sozialdemokratischer Politik

Lissabon, Berlin (dpo) - Große Verwirrung im Willy-Brandt-Haus! Nachdem der portugiesische Ministerpräsident António Costa bei der Parlamentswahl in Portugal große Stimmenzuwächse vermelden konnte, zeigt sich die Parteispitze der SPD (aktuelle Umfragen: 13-15%) verblüfft. Der Grund: Die sozialdemokratische Partei PS holte ausgerechnet mit klassisch sozialdemokratischer Politik 36,65 Prozent der Stimmen (2015: 32,31%).

"Hä? Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht!", stottert der SPD-Finanzminister Olaf Scholz, während er sich immer wieder kräftig in den Arm zwickt. "Ich kann es mir momentan nur so erklären, dass die PS die Wahl mithilfe von schwarzer Magie beeinflusst hat. Es ist nämlich unter normalen Umständen völlig unmöglich, im 21. Jahrhundert mit echter sozialdemokratischer Politik zugunsten der Arbeiterschaft wie zu Willy Brandts Zeiten Wählerstimmen zu holen, das weiß doch jedes Kind."
Dennoch gelang es António Costa, der mit linken Parteien zusammenarbeitete, anstatt mit den Konservativen zu koalieren, das beste Ergebnis für die PS seit einem Jahrzehnt zu erzielen und erneut den Auftrag zur Bildung einer Regierung zu erhalten. "Na klar, rein rechnerisch hätte die SPD seit 2013 auch zusammen mit Linken und Grünen regieren können", so Scholz. "Aber würden uns dann noch so viele Leute wählen wie heute?"
Auch andere sozialdemokratische Spitzenpolitiker zeigten sich erstaunt: "Ein Sozialdemokrat, der sozialdemokratische Politik macht? Wie crazy ist das denn?", wundert sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, in dessen Amtszeit das schlechteste Europawahlergebnis der SPD-Geschichte (15,8%) sowie das Abrutschen der SPD in den einstelligen Bereich bei Wahlen in Sachsen (7,7%) und Bayern (9,7%) fallen. "Wir würden sofort anfangen, Wahlniederlagen zu kassieren, wenn wir sowas bringen würden. Was ist Costas Geheimnis?"
SPD-Außenminister Heiko Maas ist ebenfalls noch völlig baff: "Das ist wirklich krass. Wir reden hier von echter Umverteilungspolitik von oben nach unten und einer klaren Absage an die Schröder-… äh… Austeritäts-Jahre und nicht nur dem halbherzigen Rückgängigmachen einiger Teilaspekte der Reformen. Kann man das als Partei einfach beschließen? Das geht doch nicht, oder? Dann schimpft doch die Bild-Zeitung!"
Die siegreiche PS kündigte an, ihre sozialdemokratische Politik fortzusetzen – ein Manöver, das viele deutsche Sozialdemokraten für wahnsinnig und selbstzerstörerisch halten.
ssi, dan; Foto oben: dpa/Shutterstock; Hinweis: Erschien schon mal so ähnlich.
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