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Donnerstag, 25. Februar 2021

Doktorandin schreibt komplette Dissertation in ProSieben-Werbepause

Trier (dpo) - Man muss sich nur genug Zeit lassen, dann klappt es auch: Die Physikerin Melanie Urner aus Trier hat soeben ihre komplette Dissertation in einer ProSieben-Werbepause geschrieben.

Eigentlich wollte die 32-Jährige wie jeden Abend in den letzten drei Monaten einfach nur Zeit vor dem Fernseher totschlagen, um nicht mit ihrer Doktorarbeit beginnen zu müssen. "Das Thema 'Modellierung eines Netzbetriebs als Optimal Power Flow Problem unter Berücksichtigung von bidirektionalen Leistungsflüssen aufgrund der EE-Wandlung' ist ja auch einfach furztrocken", gesteht sie. "Da ist das mit der Motivation nicht so einfach."

Sie habe dann den Fernseher angemacht und ProSieben geschaut, bis das Programm wie üblich durch einen, wie der Moderator ankündigte, "kurzen Werbeblock" unterbrochen wurde.

"Dann habe ich mir erstmal eine Pizza bestellt, weil ich etwas Hunger hatte“, berichtet Urner. Doch auch, nachdem die Pizza geliefert und verspeist worden war und die Wissenschaftlerin anschließend gemütlich ein Glas Rotwein leerte, lief immer noch Werbung.

"Na gut, dachte ich, nutzt du die letzten paar Minuten der Werbung noch und fängst doch einfach mal mit der Arbeit an", so Urner. "So lange dauert eine Werbepause ja nicht." Ein Trugschluss, wie sich bald herausstellte. "Ich schrieb Zeile um Zeile, Absatz um Absatz, Seite um Seite und schaute immer wieder mal hoch. Aber da kam immer noch ein Werbespot und noch einer und noch einer."

Tatsächlich konnte Urner ihre 164-seitige Arbeit noch vor Ende der Werbepause fertigstellen.

"Bei den Programmhinweisen habe ich die letzten Quellen ergänzt und das Glossar fertiggestellt." Dann brachte sie den USB-Stick mit der Arbeit noch gemütlich zu Fuß bei der Druckerei vorbei. "Als ich wieder zurückkam, ging die Sendung dann auch endlich weiter."

Leider blinzelte die 32-Jährige in diesem Augenblick kurz. "Als ich die Augen öffnete, hatte schon wieder der nächste Werbeblock begonnen. Da bin ich dann lieber ins Bett gegangen."

tla, dan, ssi; Foto: Shutterstock
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