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Montag, 21. September 2009

Die große Postillon-Bundestagswahlanalyse 2009

Deutschland (dpo) - Obwohl in wenigen Tagen Bundestagswahl ist, wissen 122% der Wähler noch nicht, wem sie ihre Stimme geben sollen. Dabei ist es doch so einfach. Man muss sich nur die Frage stellen: Wer will was und will ich das auch?
Die Politikredaktion des Postillons hat aus diesem Anlass exklusiv die Bundestagswahlkampagnen der etablierten Parteien analysiert und bietet somit eine fundierte Entscheidungshilfe.

Die Union wirbt mit dem Slogan "Wir haben die Kraft"*. Aber: Wer sind "Wir"? Sind "Wir" Deutschland? Sind "Wir" die CDU? Oder san "Mir" schlicht "Mir" (CSU)? Was bedeutet das Verb "haben"? "Besitzt" die CDU die Kraft? Wo "hat" sie sie her? Wurde die Kraft gestohlen, geborgt, geleast oder auf einem Flohmarkt erworben? Steht weiterhin das "die" für "die" Kanzlerin oder kommt es aus dem Englischen ("stirb!")? Zuletzt: Wofür steht die "Kraft"? Handelt es sich um Atom-"Kraft", "Kraft" Ketchup oder gar eine World of War-"Kraft"? Wer Antworten auf diese Fragen erhalten möchte, muss unbedingt sein/ihr Christlich Demokratisches/Soziales Kreuz bei CDU/CSU machen. Aber Vorsicht: Bayern wählen CDU, alle anderen die CSU!

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Bei Umfragewerten zwischen -3% bis +9% hat die SPD die Bundestagswahl längst aufgegeben. Die Genossen aus der ehemaligen Volkspartei halten mit der eigenen Schwäche nicht hinter dem Guttenberg: Neben dem sympathischen Verlierer Frank-Walter Steinmeier prangen die Worte "Unser Land kann mehr". Der Postillon empfiehlt: Feigheit abstrafen und in die Regierungsverantwortung wählen.

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Für Die Grünen wiederum geht es ums Ganze - diesmal jedoch ganz bewusst ohne "WUMS!" und Schokolade. Denn: "Aus der Krise hilft nur Grün." - behaupten die knuffigen Ökos zumindest. Und tatsächlich: Grünenwähler sind in der Regel wohlhabender, bürgerlicher und haben geileren Sex als ihre Mitmenschen. Würden wir jetzt also alle zu Anhängern der Umweltpartei, dann könnten wir der Krise bald dabei zusehen, wie sie im Rückspiegel unseres Solar-Fahrrads kleiner und kleiner und kleiner wird. Der Postillon rät: Rettet die Wahlen - wählt grün, schon allein um des eigenen Geldbeutels willen!

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Die Linke, die Autobahn in der deutschen Parteienlandschaft, steht hingegen so sehr auf der Seite des kleinen Mannes (Gregor Gysi), dass sie sich abgesehen von "fuer-gerechtigkeit.de" nicht einmal einen ordentlichen zentralen Wahlslogan leisten kann. Stattdessen steht auf jedem Plakat eine andere Forderung. Der Bürger wünscht jedoch keine Inhalte, sondern Sprüche mit Schmackes und ohne Sinn wie bei den anderen Parteien. Der Postillon schlägt der Linken daher folgende Slogans vor: "Nach der Wahl sozial ist vor der Wahl sozial", "Das Gesicht von Lafo ist rund" und "die Legislaturperiode dauert 4 Jahre". Übrigens: Weil keiner mit ihnen koalieren möchte, brauchen die Linken die absolute Mehrheit. Also: Wählen, wählen, wählen!

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Die FDP schließlich hat den zentralen Wahlslogan "Deutschland kann es besser". Manch einer zweifelt jetzt zu Recht: Vielleicht kann es Deutschland länger, heftiger und qualitativ hochwertiger als beispielsweise das faule Frankreich, aber kann Deutschland es auch wirklich besser? Will man manchmal nicht noch ein wenig kuscheln, nachdem sich die Arbeit gelohnt hat? Wo bleibt die soziale Nächstenwärme? Wollen wir wirklich immer nur noch mehr Netto vom Penny? Natürlich! Und deshalb: Erst-, Zweit- und Sopranstimme (Guido) für die FDP!

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Fazit: Sprechen Sie sich mit Ihrem Umfeld ab und verteilen sie Ihre Stimmen so auf die zur Wahl angetretenen 27 Parteien, dass keine die 5%-Hürde knackt (100%:27=3,7% !!!). Lehnen Sie sich anschließend zurück und warten Sie ab, was dann passiert.

*Die große Anzahl an Gänsefüßchen soll mahnend der der Bildbearbeitung zum Opfer gefallenen Krähenfüße Merkels gedenken.
ssi



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