Links! Zwo! Drei! Vier! (10)

Samstag, 7. November 2009

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Aktivistin Noah Sow drehte den Spieß um und verkleidete sich an Halloween als Günter Wallraff: "Whiteface zu Halloween: Dieses Jahr als Günter Wallraff"
Sehr gut passt dazu auch der äußerst lesenswerte taz-wahrheit-Artikel "Günter als Wallraff".

2. Hier eine Handvoll Satire-Blogs und -Seiten, die im Laufe der letzten 12 Monate aufgegeben wurden. Ihre Internetleichen befinden sich hier: satire blog (letzter Eintrag 19. Dezember 2008, eingeschlafenes Mehrautorenprojekt), UNTERNEUNTUPFING Aktuell : das Satire Blog für den guten Zweck (letzter Eintrag 16. Februar 2009), Satire News (letzter Eintrag (nur noch im Cache zu finden: März 2009, Aufgabe nachvollziehbar), Narragonien (letzter Eintrag 31. Mai 2009 - Aufgabe plötzlich und unverständlich), Reden ist Silber (letzter Eintrag: 8. September 2009 - kurzer Auftritt, eigentlich vielversprechend). Mögen sie in Frieden ruhen. Das Postillon-Satire-Monopol rückt immer näher.

3. Toll, toll, toll! Sehen Sie den mehrfach prämierten Trailer zum Kinofilm "Der furchtbar langsame Mörder mit der äußerst ineffizienten Waffe" von Richard Gale (Englisch):


4. Zum Schluss noch ein ganz besonders feiner Link:

ssi

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Kleiner Opel darf nicht zu seiner Magna

Freitag, 6. November 2009

Detroit, Rüsselsheim (dpo) - Spektakuläre Wendung im bereits über ein Jahr währenden Sorgerechtsstreit um den kleinen Opel (147): Bisher waren alle Beobachter davon ausgegangen, dass der kränkliche Knabe - so wie von ihm gewünscht - bald zu seiner Magna dürfte.
Doch am vergangenen Dienstag hat der US-amerikanische Vater des Kleinen, ein gewisser General Motors, überraschend verkündet, er strebe nun doch den Erhalt des alleinigen Sorgerechts an. Seine Entscheidung begründete er nicht mit neu entdeckter Liebe zu seinem Sohn, sondern mit dem üppigen Kindergeld, das der hochverschuldete General gut gebrauchen könnte.
Am Ende blieben nur die verzweifelten Schreie des kleinen Opels: "Ich will zu meiner Magna!" Seine Tränen dürften nichts mehr nützen.
ssi; Foto: Hat keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Erwachsenen: der kleine Opel.

Alle Opel-News im Postillon-Archiv:
Deutschland jubelt: Opel ist gerettet
Opel zerschlagen
Fiat und Magna fusionieren

Alle Wirtschaftsnachrichten im Postillon-Archiv auf einen Blick:
Hier!

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Newsticker (29)

Donnerstag, 5. November 2009

++++ Kein Sponsor in Sicht: Judo-Meister muss schwarzen Gürtel enger schnallen ++++
++++ Nur noch bis 2012 gültig: Maya-Kalender-Schlussverkauf läuft an ++++
++++ Rundungsfehler: Brust-OP schief gegangen ++++
++++ Neue Studie: neun von zehn Studien völlig überflüssig ++++
ssi

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Strickbetrüger gefasst

Mittwoch, 4. November 2009

Faden-Faden (dpo) - Der Wollizei ging heute in der Nähen von Faden-Faden eine Bande von Strickbetrügern ins Netz. Anweblich begingen sie ihre häkelhaften Knäueltaten immer mit der gleichen Masche.
ssi; Foto (Blahedo): Garn nicht nett: die Masche der Strickbetrüger.

Passend dazu im Postillon-Archiv:
Saftlose Zitronenhälfte sieht sich als Presseopfer
Dreharbeiten mehrfach unterbrochen
Marktbefruchtung
Multivitamindesaster
Fingerhakelei endet glimpflich

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Medizinischer Meilenstein: Erste Hühneraugentransplantation geglückt

Jena (dpo) - Millionen Menschen dürfen aufatmen: Im Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde zum ersten Mal eine Hühneraugentransplantation erfolgreich durchgeführt. Der Patient Holger W. (38), dessen schmerzendes Hühnerauge von der linken in die rechte Fußsohle verpflanzt wurde, befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung und konnte heute von der Intensivstation in die Podologie verlegt werden.
"Über fünf Jahre konnte ich nicht richtig mit dem linken Fuß auftreten", erklärte der LKW-Fahrer gegenüber dem Postillon. Er sei froh, dass diese Zeiten ein Ende hätten, sobald die OP-Narbe verheilt ist.
Aus medizinischer Sicht ist alles nach Plan verlaufen: "So wie es aussieht, hat der Körper das verpflanzte Gewebe angenommen", freute sich Dr. Knut Walderius, der die 13-stündige Marathon-OP leitete und erklärte, dass es vergleichsweise einfach sei, ein Hühnerauge zu entfernen; die Schwierigigkeit bestünde allerdings darin, es wieder einzupflanzen.
"Das transplantierte Hühnerauge wird rechts genauso schmerzen wie vor der Operation links. Die moderne Medizin und intensive Krankengymnastik machen es möglich", verkündete Walderius stolz.
ssi; Foto rechts (Marionette1): Endlich schmerzfrei am linken Fuß: Hühneraugenpatient; Foto links (Dgax): Stolz auf seinen OP-Erfolg: Dr. Walderius.

Weitere medizinische Meilensteine im Postillon-Archiv:
Medizinisches Wunder: Krebs geheilt
Neue Studie: Säuglinge sind manisch-depressiv
Studie: Indianer kennen doch Schmerz
Medizinische Sensation

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Komplettes Referat über Wikipedia aus Wikipedia abgeschrieben

Dienstag, 3. November 2009

ssi; Foto (Grundschule Brodswinden): Hat den Sinn der Wikipedia verstanden: Timmy (9).

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Blutproben bei Daimler nur Spitze des Eisbergs?

(dpo) - Vergangene Woche wurde ein weiterer erschütternder Datenschutzskandal publik: Der Automobilkonzern Daimler verlangte laut NDR Info von Bewerbern Blutproben - und das obwohl sie noch keine Zusage für eine Arbeitsstelle erhalten hatten. Offensichtlich war dies jedoch erst die Spitze des Eisbergs.
Wie Postillon-Recherchen jetzt ergaben, erklärten mehrere BürgerInnen, dass ihnen jedesmal Blut entnommen werde, wenn sie zur Blutspende gingen. "Als würde man uns auf gefährliche Krankheiten testen müssen oder überprüfen, ob unser Blut als Spende geeignet sei", schimpft eine Insiderin, die ihren Namen nicht in einer Zeitung lesen möchte. Zudem werde teilweise derart gierig gesaugt, dass man meinen könnte, es komme auf die Menge an.
Auch in anderen Bereichen wichst wächst das Misstrauen offensichtlich: So klagen immer mehr Samenspender darüber, dass sie bei jeder Spende eine Spermaprobe abgeben müssten. Der Student Markus K. (23) beispielsweise fragt sich als Betroffener wohl zu Recht: "Was haben die nur mit dem Zeug vor? Nicht auszudenken, was man damit alles anstellen könnte!"
Den neuen Trend zu weniger Datenschutz bekam schließlich auch Max R. (34) zu spüren. Er erklärt: "Ich wollte nur testen lassen, ob ich tatsächlich der Vater des kleinen Timmys (9) bin und die wollten gleich eine Speichelprobe." - und das, darauf pocht R., noch bevor ihm das Ergebnis mitgeteilt wurde. "Die haben wahrscheinlich Angst, dass ich keine Speichelprobe mehr abgebe, wenn ich erfahre, dass ich nicht der Vater bin. Deswegen wollen die die vorher."
Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier konsequent einschreitet und den Datenschutz wieder stärkt.
ssi; Foto (JHeuser): Immer gern genommen: Blutprobe.

Aus dem Postillon-Archiv passend zum Thema:
Weltweite Absatzschwäche bei Daimler: Die Bilder
Spitzenspitzelei

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Newsticker (28)

Montag, 2. November 2009

++++ Von Kindern verklagt: Holzfäller wegen Baumhausfriedensbruchs vor Gericht ++++
++++ Resultat vom Erbsenzählen: 12.494 (eigentlich 12.493, weil sich eine Linse darunter befand) ++++
++++ Bandenwerbung: Hell's Angels werben neue Mitglieder in Fußballstadien ++++
++++ Nach 20 Jahren: Mauerfall noch immer ungelöst ++++
ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Oh Schreck! Seiltänzer verliert die Ballons

ssi; Foto (Rhett Sutphin): Leider weg: die Ballons.

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Polizei nimmt zwei Millionen Schutzgeld-Erpresser fest

Sonntag, 1. November 2009

(dpo) - Im Verbund mit den Polizeien der Länder gelang dem BKA im Rahmen eines deutschlandweiten Einsatzes die größte Massenfestnahme in der Geschichte der Bundesrepublik. Das bestätigte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes heute bei einer Pressekonferenz.
"Wir konnten in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November über zwei Millionen Mitglieder einer internationalen Erpresserbande festnehmen", erklärte Hauptwachtmeister Willibald Schnerpf. Die vermummten Täter klingelten laut BKA bei ahnungslosen Mitbürgern und forderten mit unverhohlenen Drohungen Schutzgeld in Form von Naturalien. "Sie wollten Süßes, sonst gäbe es Saures", so Schnerpf.
Der Polizei sei es entgegen gekommen, dass die kriminelle Vereinigung bereits in den Vorjahren am gleichen Datum zuschlug. Dieses Mal sei man daher gewappnet gewesen und habe die nötigen Kräfte mobilisieren können, so Schnerpf.
Schockierend sei, dass es sich bei nahezu allen festgenommenen Bandenmitgliedern um Kinder handelte. Experten gehen jedoch davon aus, dass die meisten von ihnen volljährig sein werden, wenn sie ihre Strafe abgesessen haben.
ssi; Foto: Hinter Gittern: vier (mit Hund) der zwei Millionen Schutzgelderpresser.

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Links! Zwo! Drei! Vier! (9)

Samstag, 31. Oktober 2009

Täterätäääää! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Als Mitte Oktober einige Bastlerinnen vom Outdoor-Riesen Jack Wolfskin abgemahnt wurden, war SpiegelOnline eines der ersten großen Nachrichtenportale, das den Skandal vorbildlich in die Öffentlichkeit trug. Es gab einen ausführlichen Artikel mit über 1000 Kommentaren, Nachberichterstattung und sogar eine Klickstrecke. Wer allerdings aufgrund der großen Aufmerksamkeit hoffte, auch im Print-Spiegel (44/2009) fündig zu werden, der wurde enttäuscht: Kein Wort über die im Online-Ableger so hochgekochte Affäre, stattdessen acht Seiten Werbung für Jack Wolfskin im Heft-Innenteil. Da weiß man endlich, worauf es dem sogenannten Sturmgeschütz der Demokratie wirklich ankommt. (Mit Dank an Jörg S.)

2. Hörprobe: Bild-Leser beschimpfen Titanic. Den historischen Hintergrund dazu gibt es hier: Wie Titanic einmal die Fußball WM 2006 nach Deutschland holte.

3. Ahoi polloi zum Tode Riegers.

4. Und zu guter Letzt noch ein sportliches Video mit dem unvergleichlichen Remi Gaillard:

ssi

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Exklusiv im Postillon: Pumuckl nackt!

Freitag, 30. Oktober 2009



Von links nach rechts:
1. Pumuckl rekelt sich lasziv in seinem Bettchen. Dieser Kobold hat es nicht nur hinter den Ohren faustdick.
2. Pumuckl beugt sich über die Couch, spielt mit der Kamera und zeigt, dass er auch von hinten knackig aussieht.
3. Auf diesem Schiff, da ist er Kapitän: Pumuckl posiert frivol auf seiner Schiffschaukel.
ssi

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