Welchen neuen Beruf wird Thilo Sarrazin nach seinem Bundesbank-Rauswurf ergreifen?

Freitag, 3. September 2010

Frankfurt (dpo) - Jetzt ist es passiert: Die Bundesbank hat Thilo Sarrazin, Deutschlands Klartext-Politiker Nummer 1, wegen seiner umstrittenen Äußerungen vor die Tür gesetzt - und das obwohl er nie ein paar Pfandbons eingesteckt und auch nie von einer betriebseigenen Bulette gebissen hat.
Doch wie geht es jetzt weiter für den Mann der unbequemen Wahrheiten? Der Postillon hat recherchiert und präsentiert seinen Lesern exklusiv die sieben wahrscheinlichsten Berufe, die Thilo Sarrazin als nächstes ausüben könnte:

1. Friedensstifter in Nahost: Thilo Sarrazin wäre ideal dafür geeignet, Frieden im Nahen Osten zu stiften. Keiner schafft es so schnell wie er, Moslems und Juden gleichermaßen durch krude Gentheorien so sehr zu beleidigen, dass sie ihre Streitigkeiten auf der Stelle beiseite legen - um dann vereint gegen Sarrazin zu kämpfen.

2. Stuntdouble von Ulrich Deppendorf: Thilo Sarrazin könnte künftig als Stuntdouble von Ulrich Deppendorf arbeiten. Seine verblüffende Ähnlichkeit zum Leiter des ARD-Hauptstadtstudios könnte insbesondere bei gefährlichen Szenen wie Interviews mit dem Bundespräsidenten, Motorradstunts oder bei riskanten Tagesthemenkommentaren zum Einsatz kommen.

3. Obst- und Gemüsehändler: Als Obst- und Gemüsehändler könnte Sarrazin die "Fäulnisprozesse im Innern der Gesellschaft" endlich aktiv bekämpfen und der türkischen Konkurrenz zeigen, dass man auch mal Äpfel mit Birnen vergleichen kann, wenn es darum geht, sein Produkt unters Volk zu bringen. Den passenden Schnurrbart trägt er übrigens auch schon.

4. Rodeoclown: Thilo Sarrazin wäre ein perfekter Rodeoclown in Texas. Diese Zeitgenossen kommen nämlich immer dann zum Einsatz, wenn ein Rodeoreiter vom Stier gestürzt ist. Die Clowns lenken den Stier mit albernem Unfug ab und ziehen seinen Zorn auf sich. In der Zwischenzeit kann sich der Rodeoreiter in Sicherheit bringen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern und ein Sparpaket beschließen, dass fast ausschließlich auf Kosten von Hartz-IV-Familien geht.

5. Redakteur beim Postillon: Grundlos reißerischen Bullshit labern, unglaubliche Lügengeschichten zusammenfabulieren, Menschen beleidigen und damit dicke Auflage machen? Genau solche Leute werden beim Postillon immer gesucht und deshalb wäre Thilo Sarrazin hier in der Redaktion als Praktikant mehr als willkommen.

6. Bischof von Augsburg: Seit Bischof Mixa von einer Heimkinderverschwörung aus dem Amt gedrängt wurde (wir berichteten), ist es in Augsburg unangenehm ruhig geworden. Thilo Sarrazin könnte wunderbar in Mixas Fußstapfen als Polemiker und zynischer Polterer treten und hätte außerdem die Gelegenheit, sich in direkter Konkurrenz mit dem Islam zu behaupten.
Foto: Goldt, cc-2.0.

7. Hartz-IV-Empfänger mit Migrationshintergrund: Falls er trotz ausgezeichneter Qualifikationen keinen Job findet, kann Sarrazin immer noch Hartz IV beantragen. Immerhin hat er ja selbst am lautesten getönt, man könnte auch, anstatt zu heizen, einen Pulli tragen, von 4,25 Euro am Tag satt werden und nur noch kalt duschen. Brisant: Da Sarrazin als Hugenotte (väterlicherseits) einen eindeutigen Migrationshintergrund besitzt, sollte er es vermeiden, sich fortzupflanzen. Statistisch gesehen wäre er als solcher nämlich dumm und seine Kinder auch. Wer möchte schon in 120 Jahren in einem Land leben, in dem 74 Prozent der Menschen von einem arbeitslosen Hugenotten abstammen?

Fazit: Egal wie sich Thilo Sarrazin entscheidet: Eine unsoziale Partei namens SPD (Sarrazin Partei Deutschland) zu gründen, Eliten zu fördern, Armut zu zementieren und die Bevölkerung in Oberschicht und Prekariat zu spalten, kommt für Sarrazin nicht mehr in Frage. Da ist ihm sein Genosse Gerhard Schröder zuvorgekommen.
ssi

Sarrazin im Postillon-Archiv:
Thilo Sarrazins drastische Thesen - jetzt auch im Postillon
Ironie des Schicksals: Als Kind zu heiß gebadeter Bundesbankvorstand empfiehlt Bedürftigen kalte Duschen

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BP verspricht, sich um ölverschmierte Tiere am Golf von Mexiko zu kümmern

Donnerstag, 2. September 2010

Washington (dpo) - Das internationale Energieunternehmen BP hat heute angekündigt, sich endlich um die ölverschmierten Tiere aus dem Golf von Mexiko zu kümmern.
"Da es unser wertvolles Öl war, das unter anderem Seevögel, Fische und Meeresschildkröten in einen Zustand höchster Geschmeidigkeit versetzt hat, sehen wir es als unsere Pflicht an, uns der Sache anzunehmen", so ein Sprecher des Konzerns heute.
"Wir bitten daher darum, ölverschmierte Tiere umgehend an BP-Sammelstellen abzugegeben - tot oder lebendig."
BP versprach außerdem, einen Finderlohn von 73 $ pro Barrel Tiere zu bezahlen.
ssi; Foto (Mila Zinkova): Hat Glück, dass BP sich um ihn kümmert: ölverschmierter Vogel.
Mehr zu BP im Postillon-Archiv:
Katastrophe! BP-Ölpest erreicht Küstenabschnitt mit ringenden Frauen
Weltweit mehr als 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt
BP dreht teuersten Film aller Zeiten
Wird die Ölpest einfach weggesaugt? Bundesregierung schickt Guttenberg nach Florida

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Newsticker (95)

++++ Kostenlos: Schornsteinfeger geht aufs Haus ++++
++++ Missverständnis: Kriminalbeamter hat sich verhört ++++
++++ 25 Prozent: Halbstarker querschnittsgelähmt ++++
++++ Börse: Störfeuer lässt Kaviarpreise steigen ++++
ssi

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Rhein-Zeitung schnappt Postillon vielversprechende Lesben-Story weg

Mittwoch, 1. September 2010

Montabaur (dpo) - Höchstgeschwindigkeit! Gewalt! Ein 120-Euro-Gangbang! Ein Dobermann und ein Kätzchen im Fußraum! Einem Postillon-Undercover-Journalisten, der - getarnt mit einem Schnurrbart - monatelang im südwestdeutschen Lesbenmilieu recherchiert hatte, konnte die lokale Rhein-Zeitung im letzten Moment diese Top-Story vor der Nase wegschnappen:

Frauen prügelten sich in Auto auf der A 3

Montabaur. Die Beamten der Autobahnpolizei Montabaur erleben manch kuriose Geschichte: Jetzt mussten sie eingreifen, als sich eine 19-Jährige und ihre 21-jährige Lebensgefährtin auf der A 3 in einem Auto ...

(weiter auf rhein-zeitung.de)
"Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", erklärte der enttäuschte Postillon-Redakteur, der mit einer empfindlichen Gehaltskürzung rechnen muss. "Sehr enttäuscht bin ich allerdings darüber, dass die Rhein-Zeitung weitere wichtige Details der Geschichte wie etwa das UFO aus Holz, die mit Helium gefüllte Luftmatratze und die katholische Samuraipriesterin dreist unterschlagen hat."
ssi; Foto: War noch das Unspektakulärste an der Story: Dobermann kurz vor der verhängnisvollen Fahrt.

Mit Dank an Stefan und Lukas!

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'Postillon Media Holding' steigert Flattr-Einnahmen um 63 Prozent

Hamburg (dpo) - Einem Sprecher der Postillon Media Holding AGmbH 1845 e.V. zufolge konnte das internationale Medienkonglomerat, das unter anderem Wendy, die Bäckerblume, Mösen & Möpse sowie den Postillon vertreibt, seine Flattr-Gewinne von 67,31 € im Juli 2010 um 63 Prozent auf sage und schreibe 109,76 € im August steigern.
"Wir sind zwar etwas enttäuscht darüber, dass wir nicht erneut die angestrebte Verdreifachung realisieren konnten, begrüßen aber dennoch, dass die Einnahmen und damit auch die Qualität unserer Produkte stetig steigen", so der Sprecher.
Von den Flattr-Einnahmen im Juli habe man sich beispielsweise endlich einen Unternehmenssprecher geleistet. Die Einnahmen im August sollen in eine Gagbohrinsel vor der Küste Libyens investiert werden. Dort sollen noch über 150 Millionen Tonnen alte Witze lagern.
ssi; Screenshot rechts (zur Vergrößerung anklicken): Zeigt, dass immer noch niemand auf die Idee gekommen ist, 100 € zu investieren und genau einmal auf den Postillon zu klicken: Ausschnitt der Flattrabrechnung August; Foto links: Könnte das ganze Meer mit schlechten Witzen verseuchen: Gagbohrinsel vor der Küste Libyens.

Anmerkung: Die unglaublichen 48 (mittlerweile 55) Flattr-Klicks dieses Artikels sind Quatsch. Aus irgendeinem bescheuerten Grund wird der allgemeine Blog-Button (links) angezeigt. Wer diesen Artikel flattrn will, kann das hier tun.

Weitere Unternehmenszahlen:
Juni - Der Postillon macht dicke Kohle mit Flattr
Juli - Flattr-Umsatz von Postillon Media Holding mehr als verdreifacht

So sieht's bei anderen aus:
Carta - Die deutschen Flattr-Charts im August
netzpolitik.org - Flattr-Einnahmen für August
Nics Bloghaus II - Flattr-Abrechnung August 2010

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Krankenkassen planen, Headset-Attrappen an geistig Verwirrte zu verteilen

Dienstag, 31. August 2010

Berlin (dpo) - Die Einsparungen im Gesundheitswesen führen zu immer weiteren Kostenreduzierungsmaßnahmen. Erst heute haben Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin angekündigt, eine neue und deutlich günstigere Behandlungsmethoden auf geistig verwirrte Menschen anzuwenden, die in der Öffentlichkeit Selbstgespräche führen.
"Jeder kennt das Gefühl, wenn man in der U-Bahn sitzt und kurz glaubt, der Nebenmann wäre ein vor sich hin sabbelnder Wahnsinniger", führte Alexander Wenzel, der gemeinsame Sprecher der Kassen, aus. "Kurz bevor man sich angewidert wegsetzt, stellt man aber erleichtert fest, dass der mutmaßliche Verrückte gar nicht verrückt ist, sondern nur ein Bluetooth-Headset trägt. Genau dieses Phänomen werden wir uns zunutze machen."
Statt viel zu teurer und langwieriger Therapien oder gar Unterbringungen in geschlossenen Anstalten sollen geistig verwirrte Menschen, die Selbstgespräche führen, deshalb künftig eine Headset-Attrappe erhalten.
"Somit wirken sie nicht mehr länger wie arme Irre, sondern auf einmal wie Menschen mit Freunden oder gar wie erfolgreiche Manager", so Wenzel weiter. "Selbst bei einem heftigen Tourette-Syndrom können sich Mitmenschen noch vorstellen, dass ein 'Arschloch, Wichser, Hurensohn'-brüllender Mensch lediglich seinem Partner am anderen Ende der Leitung einen harten Tag im Büro schildert." Gleichzeitig werde aus Höflichkeit niemand mehr wagen, Menschen, die Selbstgespräche mit einem falschen Headset führen, anzusprechen.
Sollten Patienten darüber hinaus auch noch Stimmen hören (z.B. "Sie lachen über dich. Bring sie alle um.") oder an einem Tinnitus leiden, könnten integrierte Lautsprecher in der Headset-Attrappe genutzt werden, um etwaige Störgeräusche mit lauter Musik zu übertönen.
ssi; Foto rechts (Giovanni Bigniani, cc-2.0): Verkündet die kluge Headset-Sparstrategie: Sprecher der Krankenkassen; Foto links (Kocio, cc-3.0): Löst die Probleme von geistig verwirrten Menschen ein für allemal: Headset-Attrappe.

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Chirurgen gelingt erstmals Transplantation eines ganzen Menschen
Kleinanzeige: Große Mengen des Impfstoffs "Pandemrix" günstig abzugeben
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Postillon-Newsticker

++++ Kostenlos: Schornsteinfeger geht aufs Haus ++++
++++ Missverständnis: Kriminalbeamter hat sich verhört ++++
++++ 25 Prozent: Halbstarker querschnittsgelähmt ++++
++++ Börse: Störfeuer lässt Kaviarpreise steigen ++++
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++++ Kriminalpolizei warnt: Aufsteller von Altgoldcontainern sind meist Betrüger ++++
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++++ Festnahme: Proktologe wollte Schmuggelware einführen ++++
++++ Ärgerlich: Somalisches Kind in Minensuchhundkacke getreten ++++
++++ Ganz schön rüstig: Alter Primat isst Banane mit einem Affenzahn ++++
++++ Verpuppung: Planierraupe verwandelt sich in wunderschönen Planierschmetterling ++++
++++ Paradox: Fotograf fotografiert Rückseite seiner einzigen Kamera ++++
++++ Pervers: Mann mit Sprachfehler ist logopädophil ++++
++++ Heute schon zum fünften Mal: Arzt diagnostiziert, dass er seinen Beruf nie wieder ausüben kann, weil er mit Alzheimer im Heim sitzt ++++
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