Der Postillon braucht Ihre Stimme nicht!

Dienstag, 16. März 2010

Bonn (dpo) - Frechheit! Der Postillon wurde von Unbekannten für den internationalen Medienpreis der Deutschen Welle, The BOBs ("Best of the Blogs"), vorgeschlagen. "Wer behauptet, ich hätte den Vorschlag selbst eingereicht, um meinen Ruhm zu mehren, der lügt", erklärte der Chefredakteur des Postillons. "Das wäre doch wirklich erbärmlich."
Doch es kommt noch schlimmer: Unter 278 deutschsprachigen Webseiten wurde der Postillon im zweiten Schritt als eine von 11 in der Kategorie "Best Weblog Deutsch" nominiert.

Leser, die sicher gehen wollen, dass ihre Lieblingsnachrichtenseite diesen widerwärtigen Preis auf keinen Fall gewinnt, sollten sich an folgende einfache Regeln halten:

1. Gehen Sie auf keinen Fall auf die Seite, auf der das User-Voting für die BOBs durchgeführt wird. Meiden Sie diesen Link: User-Voting
2. Scrollen Sie unter keinen Umständen nach unten, bis Sie bei der Kategorie "Best Weblog Deutsch" ankommen!
3. Klicken Sie bloß nicht auf Der Postillon in der Liste der Nominierten auf der rechten Seite!
4. Wählen Sie erst recht nicht das Feld "Für dieses Blog voten" aus!
5. Scrollen Sie danach keineswegs nach ganz unten, tragen Sie dort schon gar nicht Ihren Namen oder Ihre E-Mail-Adresse ein und behaupten Sie niemals, Sie hätten das Kleingedruckte gelesen (Newsletter optional)!
6. Geben Sie zum Schluss absolut auf keinen Fall niemals nicht den Code aus dem Bild ein, um zu beweisen, dass Sie keine Maschine sind (Sie werden es ohnehin mehrfach wiederholen müssen, da die Dinger mittlerweile fast unlesbar sind - also lassen Sie's gleich)!
7. Egal was Sie vorher getan haben, klicken Sie unter keinen Umständen auf den "Senden"-Button!
8. Für Blogbetreiber: Rufen Sie auf keinen Fall in Ihrem Blog dazu auf, für den Postillon abzustimmen!
ssi; Foto: Zeigt auf Sie: Mann mit Hut.

Guido Westerwelle unterstützt den Nicht-Wahl-Aufruf des Postillons:
Westerwelle warnt vor Weblog

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Japan und Australien beenden Thunfischüberfischung bald

Tokio (dpo) - Gute Nachrichten aus dem fernen Osten! Japan und Australien haben angekündigt, in einer gemeinsamen Aktion dafür zu sorgen, dass der akut vom Aussterben bedrohte Blauflossen-Thunfisch künftig nicht mehr gefangen wird.
Der ausgeklügelte Plan der beiden am Pazifik gelegenen Staaten sieht vor, trotz internationaler Proteste und einem angestrebten Handelsverbot einfach weiterzufischen wie gehabt. Der japanische Premierminister Yukio Hatoyama und sein australischer Kollege Kevin Rudd begründeten diesen Schritt damit, dass nur die vollkommene Ausrottung des schmackhaften Fisches einen totalen Fangstopp garantieren könne. Länder wie Japan oder Australien würden sich sonst einfach über internationale Proteste hinwegsetzen und trotzdem weiterfischen.
ssi; Foto rechts (opencage): Wenigstens gibt es in Zukunft noch Fotos davon: Blauflossen-Thunfisch; Foto links (Nemilar): Rotten Thunfisch aus, weil sie ohne ihn nicht leben können: Japaner bei der Sushi-Zubereitung.

Umweltthemen im Postillon-Archiv:
Wildreservat für letzte Hummer eröffnet
Ratgeber: Wie hält man die Klimaerwärmung im Alleingang auf?
WWF: Purzelbaum vom Aussterben bedroht
Wasser sparen: So geht's richtig

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Topfpflanze an Vernachlässigung gestorben

Montag, 15. März 2010

Gießen (dpo) - Schrecklicher Vernachlässigungsfall in Gießen! Am Sonntag alarmierten besorgte Anwohner die Polizei, nachdem eine am Fenster platzierte Topfpflanze im ersten Stock eines Mietshauses tagelang kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Ein Sonderkommando stürmte daraufhin die Wohnung und nahm noch vor Ort die Besitzer der Pflanze, Kevin (23) und Selina B. (22) fest.
"Es war furchtbar", erklärte einer der sichtlich erschütterten Beamten. "Der Gummibaum war völlig blattlos und wohl schon seit Wochen tot. Warum entschließen sich Menschen immer wieder dafür, eine Zimmerpflanze zu haben, wenn sie eigentlich noch gar nicht dazu bereit sind, Verantwortung zu übernehmen?" Dem Postillon wurde weiterhin bestätigt, einige jüngere Polizisten hätten den Anblick nicht ertragen und sich noch am Tatort übergeben müssen.
Laut Obduktionsbericht von heute Morgen starb der Gummibaum an Mangel- bzw. Unterbewässerung. Und das obwohl sich nach Polizeiangaben in der Wohnung über 20 Liter in Flaschen abgefülltes Wasser (mit Kohlensäure versetzt) befanden sowie darüber hinaus ein voll funktionsfähiges Leitungswassersystem.
"Die B.s wirkten wie ganz normale Leute. Im Treppenhaus grüßten sie immer so freundlich", sagte eine Nachbarin, die lieber anonym bleiben will. "Einmal haben sie mich sogar eingeladen und mir anvertraut, bei ihrem Gummibaum handle es sich um einen Wunschgummibaum."
Die übrigen Pflanzen des Ehepaars B., eine Begonie, zwei Azaleen und ein Kaktus, hatten mehr Glück. Sie befinden sich in stabilem Zustand und wurden vorerst in die Obhut einer Gärtnerei übergeben.
Botaniker warnen schon lange, dass deutschlandweit Millionen Zimmerpflanzen von überforderten Heimgärtnern vernachlässigt werden und raten gerade jungen Paaren dazu, sich vor der Anschaffung intensiv beraten zu lassen. Darüber hinaus könnte die Einführung sogenannter "Pflanzenklappen", in die überforderte Besitzer ihre Schützlinge anonym ablegen können, dafür sorgen, dass sich Fälle wie der in Gießen nicht wiederholen.
ssi; Foto links: Kurz vor dem Zugriff: Spezialkommando der Polizei; Foto rechts: Wieder ein toter Gummibaum: Hätte das Pflanzenamt früher eingreifen müssen?

Weitere Verbrechen im Postillon-Archiv:
Dreister Einbrecher gesucht
Schwein wie ein Schwein abgeschlachtet
Perverser Spanner von noch perverserem Spanner beobachtet
Strickbetrüger gefasst
Exzellentes Marihuana sichergestellt
Artisten festgenommen

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Das Wort zum Sonntag (65)

Sonntag, 14. März 2010

Kommentar:
"Shumësat e emrit po ashtu janë të dukshëm për parregullsitë në një numër të madh të tyre": Einmal mehr hat sich dieses alte albanische Sprichwort in der vergangenen Woche bewahrheitet. Denn: Dass Guido Westerwelle seinen eigentlich schon immer (seit März 2010) im Vorstand von "Ein Herz für Kinder" sitzenden Lebensgefährten nach Südamerika zum Kinderretten mitnahm, ist ein klarer Fall von "të dukshëm", ob der Papst von den Missbrauchsfällen in katholischen Einrichtungen wusste, kann den Opfern letztendlich "emrit po ashtu" sein und all denjenigen, die behaupten, hier würde bewusst, um einer klaren Aussage zu entgehen, mit willkürlich aus der albanischen Wikipedia kopierten Wörtern um sich geworfen, denen sei in aller Deutlichkeit gesagt: "në një numër të madh!!!"
ssi

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
Hier!

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Links! Zwo! Drei! Vier! (26)

Samstag, 13. März 2010

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Wie sähen von Kindern gemalte Bilder aus, wenn man sie Realität werden lassen würde? Die Antwort gibt es hier: Children's Drawings Painted Realistically
2. In der Wahrheit (tägliche taz-Satireseite) vom Freitag standen zwei besonders gute Artikel über den Drecksschnee und die miesesten Berufe der Welt: Schnee - Eine Abwägung und Saugrohr im Kacktank
3. Action-Held Chuck Norris feierte am Mittwoch seinen 70. Geburtstag - der perfekte Anlass, um auf die einzig wahre Chuck-Norris-Fanseite Roundhousekick!!! hinzuweisen. Dort gibt es unter relativ durchschnittlichen Chuck-Norris-Witzen immer wieder echte Juwelen zu entdecken: Nunchucks, Word, Super Chuck Norris Bros., Name, Zahnpasta oder Bergsteigen etwa.
4. Das Video der Woche stammt vom amerikanischen Comedy-Duo BriTANicK und folgt einer ähnlichen Didaktik wie dieses aktuelle Onion-Video: Breaking News: Some Bullshit Happening Somewhere. Beides äußerst sehens- und vor allem hörenswert.


Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
Hier!

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"Forbes"-Liste der ärmsten Menschen der Welt von Mann aus Sierra Leone angeführt

New York (dpo) - Bei der mit Spannung erwarteten Forbes-Liste der 1.000 ärmsten Menschen der Welt gab es in diesem Jahr eine faustdicke Überraschung. In den vergangenen Jahren verdrängten sich Isidore Nguesso aus der Demokratischen Republik Kongo und der Äthiopier Girma Haile Mariam regelmäßig gegenseitig von Platz eins, doch in diesem Jahr haben sie beide verloren: Mit einem Vermögen von nur zwei Bündeln Heu und einem Jahreseinkommen von unter 67 US-Cent liegt Ernest Mahoi aus Sierra Leone genau ein Bündel Heu hinter Ngesso und ist damit der neue ärmste Mann der Welt.
Mahoi ist gerührt: "Ohne die Mithilfe der rund 1.000 Milliardäre in Industrie- und vermehrt auch Schwellenländern hätte ich das nie geschafft", so der erfolglose Absteiger. "Ihrer grenzenlosen Gier, ihrem kolonialistischen Verhalten und ihrem erfolgreichem Lobbyismus gegen eine weltweit gerechte Verteilung der Ressourcen verdanke ich meine legendäre Armut." Laut dem bescheidenen Mahoi sind deshalb die Milliardäre die eigentlichen Gewinner. Sie verdienten es eigentlich viel mehr als er, im Rampenlicht zu stehen.
ssi; Foto: Zeigt stolz sein Vermögen: Ernest Mahoi.

Afrika im Postillon-Archiv:
Somalierin natürlichen Todes gestorben
Zu viel Essen für Welternährungsgipfel vorbereitet

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Selbstmordattentäter nicht sicher, ob er Bügeleisen abgeschaltet hat

Freitag, 12. März 2010

ssi; Foto: Überlegt, ob er nicht lieber nach dem Rechten sehen sollte: Selbstmordattentäter kurz vor einem Anschlag.

Alle Nachrichten in Bildern auf einen Blick nach dem Klick:
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Impressum

Redaktion

Chefredakteur: Stefan Sichermann
Stellvertretende Chefredakteure: K. Lundkvist, W. Kreuch
Außenpolitik: S. Paulus, C. Schlüpfer
Innenpolitik: Dr. H. Maxl, P. Holzmichl
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Chefkorrespondent: S. Groß
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Leitende Redakteure: Prof. Dr. J. König, H. Laienschauspieler, N. Zwitscher, K. Polak, E. Rock, Dr. A. Zicke

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Postillon-Newsticker

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