New Haven/Connecticut (dpo) - Sie spüren ihn also doch: Wissenschaftler der Universität Yale haben das alte Sprichwort "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" an 1000 amerikanischen Ureinwohnern untersucht und konnten es eindrucksvoll widerlegen.
![]() |
| Spürt den Schmerz der ihm in den Kopf gesteckten Feder: Indianer |
Auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stamm oder das Alter habe keinen Einfluss darauf, wie gut man einen Tritt in die Leistengegend oder eine zünftige Backpfeife verkraftet: "Junge Apachen schreien genauso laut wie alte, weise Komanchen-Medizinmänner, wenn sie wegen eines Stocks in den Speichen vom Rad stürzen", sagte Ewing.
Das Fazit der Studie lautete daher, dass das Sprichwort unwahr ist – oder es müsste wortwörtlich genommen werden, woraus folgen würde, dass tatsächlich nur "EIN Indianer" keinen Schmerz kennt.
Um diesen einen schmerzunempfindlichen Indianer zu finden, hat Ewing seine Feldversuche nun auf unbestimmte Zeit verlängert.
ssi
Wissenschaftsthemen im Postillon-Archiv:
Hier!
