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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Studie beweist: Indianer kennen doch Schmerz

New Haven/Connecticut (dpo) - "Ein Indianer kennt keinen Schmerz": Diese Worte bekommen kleine Kinder immer dann zu hören, wenn sie tapfer sein sollen. Wissenschaftler der Universität Yale haben den Wahrheitsgehalt des alten Sprichwortes nun an 1000 amerikanischen Ureinwohnern untersucht – und konnten es eindrucksvoll widerlegen. Offenbar sind Indianer genauso schmerzempfindlich wie jeder andere auch.

Dr. Dwight Ewing, der Initiator der Studie, erklärte auf einer Pressekonferenz: "Egal, ob wir unseren zahlreichen Probanden mit einem Hammer auf die Hand schlugen, sie an den Haaren zogen oder ihnen gar Salz in die Augen streuten, sie reagierten nicht anders, als man erwarten würde."
Will unbedingt weiterforschen: Dr. Dwight Ewing
Auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stamm oder das Alter habe keinen Einfluss darauf, wie gut man einen Tritt in die Leistengegend oder eine zünftige Backpfeife verkraftet: "Junge Apachen schreien genauso laut wie alte, weise Komanchen-Medizinmänner, wenn sie wegen eines Stocks in den Speichen vom Rad stürzen", sagte Ewing.
Das Fazit der Studie lautete daher, dass das Sprichwort unwahr ist – oder es müsste wortwörtlich genommen werden, woraus folgen würde, dass tatsächlich nur "EIN Indianer" keinen Schmerz kennt.
Um diesen einen schmerzunempfindlichen Indianer zu finden, hat Ewing seine Feldversuche nun auf unbestimmte Zeit verlängert.
ssi; Foto rechts: © S. Schuldis - Fotolia.com



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